Preise und Auszeichnungen

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05.08.2015

Preise und Auszeichnungen

Wissenschaftler und Studierende der TU Darmstadt erbringen regelmäßig herausragende Leistungen in Forschung und Lehre. Eine Übersicht der jüngsten Preise:

Radoy Stanchev, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Automatisierungstechnik und Mechatronik (Prof. Konigorski), Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, wurde bei der AUTOREG 2015 mit dem Preis für den besten Vortrag der Jungautoren ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seinen Vortrag „Abgasnachbehandlung bei Ottomotoren“ über seine Forschungsarbeit im Rahmen seiner Dissertation. Er geht der Frage nach, wie sich die Schadstoffmenge in Autoabgasen mithilfe eines Katalysators ressourceneffizient minimieren lässt.

Peter Poschmann wurde mit dem August-Euler-Preis 2015 ausgezeichnet. Poschmann erhielt den mit 2.000 Euro dotierten Preis für seine Studienarbeit "Entwicklung eines Dienstleistungskonzeptes zur Anwendung eines Telematiksystems in der Luftfrachttransportkette im Rahmen des Forschungsprojektes CairGoLution”.

Der Arbeitskreis Luftverkehr schreibt den August-Euler-Preis zur Förderung der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft aus. Er wird jährlich verliehen und zeichnet Studien- oder Diplomarbeiten bzw. Bachelor- oder Masterarbeiten aus den Themengebieten Luftverkehr und Luftfahrt aus.

Siegerentwurf des Stegreifs „Infopavillon“ von Zhengxiao Wang. Bild: Zhengxiao Wang
Der Siegerentwurf von Zhengxiao Wang. Bild: privat

Zhengxiao Wang, Fachbereich Architektur: Erster Preis beim Wettbewerb für einen Infopavillon für den Botanischen Garten. (500 Euro) Zwei zweite, mit jeweils 250 Euro dotierte Preise gingen an Anna Schork und Anne-Helene Pape.

Das Fachgebiet Entwerfen und Gebäudelehre unter Leitung von Prof. Meinrad Morger hat in diesem Semester den Stegreif „Infopavillon“ herausgegeben. Aufgabe war es für den Botanischen Garten der TU Darmstadt – einem beliebten Ausflugsort für Familien – einen kleinen Infopavillon zu planen. Der Pavillon ist Anlauf- und Treffpunkt für die Führungen durch den Botanischen Garten und dient als Informationsstelle in den Zeiten, in denen keine Führungen stattfinden.

Ausgewählte Projekte des Stegreifs durften in einer zweiten Phase ausgearbeitet werden und nahmen an einem Wettbewerb teil.

Eine Gruppe Studierender hat im Rahmen des Praktikums „Künstliche Intelligenz“ am Fachgebiet Knowledge Engineering den internationalen Wettbewerb ‚2015 General Video Game Playing Competition‘ gewonnen. Aufgabe war es, einen Software-Agenten – auch Bot genannt – zu erstellen, der Videospiele mit unbekannten Regeln spielen kann. In ihrem Bot Yolobot setze das Gewinnerteam verschiedene spezielle Problemlöser ein, die in einer umfangreichen Wissensdatenbank Spieleigenschaften sammeln. Dies ermöglicht es dem Bot, je nach Spielverlauf die richtigen Problemlöser erfolgreich einzusetzen und anzupassen. Mehr als 60 internationale Teams sind im finalen Ranking gelistet, das Yolobot mit großem Punktabstand anführt.

Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt wurden mit dem Georg-Moller-Preis 2015 ausgezeichnet. Preisträger sind die Studierenden Dimitra Kandyli, Leonie Keicher, Timon Peters, Teodor Rusanov und Tobias Wowra. Mit der Auszeichnung von fünf Entwürfen würdigt die Jury die große Vielfalt der konzeptionellen Ideen der studentischen Entwürfe. Die Preise sind mit jeweils 520 Euro dotiert.

Alle eingereichten Arbeiten stammen aus dem Entwurf „Kulturforum an der Mathildenhöhe“ des Fachgebiets Entwerfen und Raumgestaltung. Aufgabe war die Entwicklung eines neuen Entrees am Osthang der Mathildenhöhe in Gestalt eines Kulturforums.

Der von der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgeschriebene Georg-Moller-Preis wird in Erinnerung an das Werk Georg Mollers für Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt ausgelobt und für Studienarbeiten vergeben, die sich auf Darmstädter Bau- und Planungsaufgaben beziehen.

Dr.-Ing. Nicole Kolmer-Anderl. Bild: privat
Dr.-Ing. Nicole Kolmer-Anderl. Bild: privat

Dr.-Ing. Nicole Kolmer-Anderl, Fachbereich Chemie, Fachgebiet Makromolekulare Chemie, wurde mit dem Promotionspreis der Familie Bottling-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.500 Euro dotiert.

Nicole Kolmer-Anderl hat in ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „N-Heteroacene als funktionale Halbleiter in anorganisch-organischen Feldeffekttransistoren“ neue Verfahren zur Herstellung löslicher Halbleiter für druckbare organische und anorganische Elektronikkomponenten entwickelt.

Nicole Kolmer-Anderl, 1986 in Karlsruhe geboren, studierte von 2005 bis 2010 an der TU Darmstadt Chemie. Von 2011 bis 2014 promovierte sie am Ernst-Berl-Institut für Technische Chemie und Makromolekulare Chemie der TU Darmstadt im Arbeitskreis von Prof. Dr. Matthias Rehahn. Seit Januar 2015 ist sie als Produktentwicklerin bei der Firma KRONOS International Inc. in Leverkusen tätig.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgelobten Technologiewettbewerbs „Smart Service Welt – Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft“ war das Forschungsprojekt „ENTOURAGE – Smart Assistance – Enabling Trusted Ubiquitous Assistance“ erfolgreich. Die Federführung liegt bei ENX Association. Projektpartner sind u. a. Prof. Dr. Oliver Hinz, Fachgebiet Eletonic Markets, und Prof. Dr. Johannes Buchmann, Fachbereich Informatik.

Dr.-Ing. Markus Gallei, Nachwuchsgruppenleiter in der Arbeitsgruppe Makromolekulare Chemie, erhält eine Förderung der Max-Buchner-Forschungsstiftung für seine Arbeiten auf dem Feld der Herstellung und Verarbeitung Polymerer Kern-Schale Partikel über das sogenannte Schmelze-Scher-Verfahren. Auf diese Art hergestellte Materialien eignen sich zur Nutzung als optische Sensoren oder als Stimuli-responsive Membranen.

Die Max-Buchner-Forschungsstiftung ist nach dem Gründer der DECHEMA benannt. Sie vergibt jährlich 20 Stipendien. Gefördert werden Forschungsarbeiten auf den Gebieten Chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie sowie angrenzenden Forschungsgebieten, in denen ein neues, innovatives Thema aufgegriffen bzw. ein neuer methodischer Ansatz zur Lösung eines bestehenden Problems verfolgt wird.

Das Team hinter der Sulfotools GmbH stehen in einem Labor. Bild: Sandra Junker
Das Team hinter der Sulfotools GmbH: Professor Harald Kolmar, Sascha Knauer und Christina Uth (von links). Bild: Sandra Junker

Das Team Sulfotools am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt, das mit seiner Geschäftsidee einer neuartigen Wasserreinigungs-Technologie auf dem Sprung zur Unternehmensgründung ist, hat beim Science4Life Businessplanwettbewerb den zweiten Platz errungen – und damit ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Das Team Sulfotools hat eine umweltfreundliche und ressourcensparende Technologie zur Peptidsynthese entwickelt. Peptide sind Wirkstoffe, die in der Medizin und Kosmetikindustrie eingesetzt werden. Mit der wissenschaftlich fundierten Clean Peptide Technology können die bisher zur Peptidherstellung benötigten giftigen organischen Lösungsmittel durch Wasser ersetzt und der Chemikalienverbrauch kann damit erheblich reduziert werden. Die Methode verspricht Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent bei gleicher oder besserer Produktqualität der Peptide.

Seit 1998 fördern das Land Hessen und das Gesundheitsunternehmen Sanofi gemeinsam den Wettbewerb Science4Life. In diesem Jahr wurden insgesamt 129 Geschäftsideen, darunter 62 detailliert ausgearbeitete Businesspläne, zur Bewertung beim Businessplan-Wettbewerb für Life Sciences und Chemie eingereicht. Beurteilt wurden Geschäftsmodell, Marktstrategie, Wettbewerbsfähigkeit, Finanzplanung und Erfolgsprognose.

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