Anreize für die Gesundheit

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30.06.2016

Anreize für die Gesundheit

Die Universität achtet auf das Wohlergehen ihrer Beschäftigten

Die körperliche und seelische Gesundheit der Beschäftigten der Universität erhalten und fördern – dieses strategische Ziel der TU Darmstadt gewinnt an Bedeutung.

Ein Office Fresh Up-Türschild, im Hintergrund verschwommen der Blick in ein Büro. Bild: Paul Glogowski
Elke Böhme (rechts) und Katrin Scheffler-Besold, Leiterin des Referats Sicherheit und Umweltschutz, vor dem künftigen Gesundheitszentrum. Bild: Uwe Röder

Gesundheitsschutz ausbauen, Stressfaktoren erkennen, psychosoziale Risiken minimieren, gute Bedingungen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen: TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger möchte in den nächsten Jahren ein besonderes Augenmerk auf das Thema Gesundheit lenken: »Auf der Grundlage einer Ist-Analyse halte ich es für sinnvoll, bestehende Angebote stichprobenartig auszubauen und neue Anreize für möglichst viele Beschäftigte zu setzen.«

Sein pointiertes Fazit: »Gesundheitsmanagement ist kein Selbstzweck und keine Blümchenwiese, sondern ein wichtiges Qualitätskriterium. Um als Hochschule leistungsfähig zu sein, muss Gesundheitsmanagement als strategischer Faktor in der Hochschulentwicklung verankert und müssen entsprechende Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Studierende geschaffen werden.«

Gesundheit ist immer mehr auch ein Wettbewerbsfaktor zur Gewinnung der besten Köpfe. In den Lebenswelten von Hochschulen gibt es natürlich gesundheitsgefährdende Risiken für Beschäftigte und Studierende; zunehmende Komplexität der Aufgaben führt auch zu neuen Belastungen. Die Universität kann aber gegensteuern und gesundheitsförderliche Ressourcen freisetzen. Das Gesundheitsmanagement leistet einen wichtigen Beitrag, um Beschäftigte auf allen Hierarchieebenen zu erreichen.

Intensiver Austausch

Unter der Leitung der Gesundheitsmanagerin Elke Böhme soll ein intensiver Austausch zwischen den Akteuren ermöglicht werden, Konzepte und Maßnahmenpläne entwickelt und bestehende Angebote vernetzt werden. Angesichts gravierender Veränderungen in der Arbeitswelt, komplexer Aufgaben, Zeitdruck und anderer Belastungssituationen für die Psyche steht auch die Personalpolitik vor einer großen Aufgabe: Verlängerung der Lebensarbeitszeit, höheres Durchschnittsalter von Beschäftigten oder Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit – das sind Themen im Rahmen eines Demografiemanagements, um die sich der Lenkungskreis Gesundheit unter der neuen Gesundheitsmanagerin verstärkt kümmern wird.

Bis 2018 soll überdies auf dem Campus Stadtmitte in den historischen Maschinenhallen nahe Mensa und Unibibliothek ein Gesundheitszentrum für die Beschäftigten entstehen. Neben Sportangeboten, Beratung zu psychischen Belastungen und Stress am Arbeitsplatz soll es auch um medizinische Vorsorge gehen. »Im Endeffekt geht es darum, bestmögliche Bedingungen am Arbeitsplatz zu schaffen und somit auch für ein gutes Betriebsklima zu sorgen«, fasst Dr. Manfred Efinger zusammen.

Lesen Sie mehr zum Thema Gesundheitsmanagement in der hoch³ 4/2016

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