Hochleistungsrechner-Infrastruktur überzeugt

Verbunden bleiben

28.09.2016

Hochleistungsrechner-Infrastruktur überzeugt

DFG-Förderung für Projekt von Rhein-Main-Universitäten und TU Kaiserslautern

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert im Rahmen des Programms „Performance Engineering für wissenschaftliche Software“ ein umfangreiches Projekt der Allianz der Rhein-Main-Universitäten (TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz) im Verbund mit der TU Kaiserslautern.

Hochleistungsrechner. Bild: Katrin Binner
Der Lichtenberg-Hochleistungsrechner. Bild: Katrin Binner

Neben der Theorie und dem Experiment stellt heutzutage die Simulation mit dem Computer die dritte Säule des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns dar. Mit dem Computer können auch Fragestellungen erforscht werden, die im Experiment zu gefährlich oder zu teuer sind oder überhaupt nicht untersucht werden können, so wie beispielsweise die Simulation von Erdbeben. Deshalb sind Hochleistungsrechner heutzutage in vielen Bereichen ein unverzichtbares Werkzeug.

Neben dem Aufbau und Betrieb der kostspieligen Hochleistungsrechner braucht es allerdings viel Methodenkompetenz, um die Simulationssoftware so anzupassen, dass sie auch höchst effizient auf den Supercomputern läuft. Wie dies gelingen kann, haben die Rhein-Main-Universitäten gemeinsam mit der TU Kaiserslautern erfolgreich aufgezeigt: Ihr Programm wird künftig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Der Auftrag, Programme für Hochleistungsrechner im Hinblick auf Effizienz anzupassen, wird seit 2013 im Hessischen Kompetenzzentrum für Hochleistungsrechnen (HKLR) sowie in der Allianz für Hochleistungsrechnen Rheinland-Pfalz (AHRP) umgesetzt. Der vom Hessischen Wissenschaftsministerium geförderte Verbund vereint die fünf hessischen Universitäten in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg und Kassel; in Rheinland-Pfalz kooperieren die Universitäten Mainz und Kaiserslautern.

Mithilfe der auf drei Jahre angelegten DFG-Förderung werden diese Kompetenznetzwerke verstärkt. Sie können so ihre Zusammenarbeit auf Themenfeldern wie Vielkern-Programmierung, Algorithmische Stabilität und Reproduzierbarkeit sowie Leistungsmodellierung zur Skalierbarkeitsanalyse vertiefen. Koordinator des Vorhabens ist der Leiter des Rechenzentrums der TU Darmstadt, der Informatik-Professor Christian Bischof.

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