Der Betrieb kann weitergehen

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18.10.2016

Der Betrieb kann weitergehen

Einigung zum Weiterbetrieb des Keller-Klubs im Darmstädter Schloss

Wissenschaftsstadt Darmstadt, TU Darmstadt und Keller-Klub einigen sich auf gemeinsames Modell zum Weiterbetrieb der traditionsreichen Kultureinrichtung. In einer gemeinsamen Pressemitteilung äußern sich die drei Verhandlungspartner zu den Details.

Passanten im Innenhof des Residenzschlosses bei Nacht. Bild: Katrin Binner
Schlossinnenhof bei Nacht: Die traditionsreiche Kultureinrichtung Keller-Klub bleibt weiterhin im Darmstädter Schloss. Bild: Katrin Binner

Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Konnten nach intensiven Gesprächen mit TU und Keller-Klub eine Einigung erzielen, die den Fortbestand dieses traditionsreichen Standorts sichert.“

Der Darmstädter Keller-Klub ist gerettet: Nach langen und intensiven Gesprächen haben sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Technische Universität Darmstadt und der Darmstädter Keller-Klub auf ein gemeinsames Modell zum Weiterbetrieb der traditionsreichen Kultureinrichtung im Darmstädter Schloss geeinigt.

Demnach werden die Räume des Keller-Klubs einschließlich Küche mit leichten räumlichen Verbesserungen vom Dezernat Baumanagement und Technischer Betrieb der TU Darmstadt hergerichtet. Die hierfür anfallenden Kosten von rund 100.000 Euro werden zu je einem Drittel von der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der TU Darmstadt und dem Keller-Klub selbst getragen.

Zusätzlich trägt der Verein den Bedarf für die Inneneinrichtung des Kellers, wie etwa Möblierung, Beschallung und Ambiente- und Bühnenbeleuchtung oder Zapfanlage selbst. Sollte der Klub die erforderlichen Investitionskosten nicht aufbringen können, könnte eine Finanzierung auch über die Anhebung der Miete erfolgen.

Oberbürgermeister Jochen Partsch, der zu den jüngsten Gesprächen eingeladen hatte: „Ich bin froh, dass wir nach zahlreichen Gesprächen mit unseren Partnern TU Darmstadt und den Verantwortlichen des Keller-Klubs nun eine Einigung erzielen konnten, die den Fortbestand dieses traditionsreichen Standorts in den Katakomben des Darmstädter Schlosses sichert. Dies ist ein großer Gewinn für die Darmstädter Kulturlandschaft und für die Bürgerinnen und Bürger. Ich danke allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und den Willen zum Kompromiss, der auch zeigt, dass wichtige Akteure der Darmstädter Stadtgesellschaft im entscheidenden Moment zusammenstehen.“

Auch TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel zeigte sich mit der erzielten Einigung zufrieden: „Ich freue mich, den Künstlerkeller nun auch weiterhin im Schloss beheimatet zu wissen. Als beliebter Treffpunkt für Lesungen, Ausstellungen und Diskussionen ist er aus der Darmstädter Kulturlandschaft kaum wegzudenken. Umso erfreulicher ist es, dass wir uns auf eine gemeinsame Lösung verständigen konnten.“

Keller-Vorstand Christoph Wackerbarth freut sich über das Ergebnis: „Der gemeinsame Vorschlag von Herrn Oberbürgermeister Partsch und Herrn Prof. Dr. Prömel zur Weiterführung des Keller-Klubs im Schloss hat nicht nur den Vorstand des Keller-Klubs sehr positiv überrascht, sondern wird auch als hoch willkommene Unterstützung des Keller-Klubs als Darmstädter Kulturinstitution durch Universität und Stadt verstanden, für die sich der Vorstand im Namen aller Vereinsmitglieder bedanken darf. Wir freuen uns, dass es uns damit und auch mit der von Universität und Stadt angebotenen Mithilfe bei unserer künftigen Programmgestaltung ermöglicht wird, unsere Arbeit als Darmstädter Kulturinstitution fortzuführen.“

Ein genauer Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen wird in den kommenden Wochen direkt zwischen dem Keller-Klub und der TU Darmstadt abgestimmt. Das Dezernat Baumanagement und Technischer Betrieb hat mit den Planungen bereits begonnen.

Darüber hinaus wurde in den Abstimmungen eine Art Beirat für die Programmgestaltung des Keller Klubs ins Gespräch gebracht, der jeweils mit zwei Personen der Stadt, der TU und des Keller Klubs besetzt werden soll. Auch hier wird es weitere Gespräche geben.

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