Nur Fliegen ist schöner

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07.02.2017

Nur Fliegen ist schöner

Studierende der Elektrotechnik treten mit Skisprung-Robotern gegeneinander an

Ein Hauch von Vierschanzentournee an der TU Darmstadt: Studierende am Institut für Elektromechanische Konstruktionen (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik) haben selbstkonstruierte Skisprung-Roboter präsentiert, die in einem packenden Wettkampf von der anspruchsvollen Darmstädter Zweimeter-Schanze abhoben. Das Ereignis in Bildern.

Bilder: Patrick Bal

Die Studierendengruppen zeigten im direkten Wettbewerb und unter den Augen einer Fachjury aus Wissenschaft und Industrie ihre Lösungsansätze. Die Skisprung-Roboter mussten sich auch praktisch bewähren: Der Sprung musste nach Einstellen der Weite vollautomatisch ablaufen. Das Gerät sollte dabei je nach Wettbewerbsmodus eine möglichst große Distanz zurücklegen oder möglichst präzise in einer Landezone aufkommen. Zudem konnte die Jury auch Zusatzpunkte für technische Aspekte vergeben.

Konstruiert wurden die elektromechanischen Skispringer innerhalb eines Semesters im Seminar „Praktische Entwicklungsmethodik“. Als Budget standen lediglich 75 Euro zur Verfügung, und das Roboter-Gewicht sollte ein Kilogramm nicht überschreiten.

Der spektakuläre Kampf der Roboter ist traditionell der Abschluss des jährlichen Seminars am Institut für Elektromechanische Konstruktionen (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik), in dem Studierende etablierte Entwicklungsprozesse industrienah kennenlernen. Anhand eines motivierenden Projekts wird das systematische und methodische Vorgehen zum eigenständigen Lösen einer technischen Aufgabenstellung vermittelt – eine Kompetenz, die unmittelbar fit macht fürs spätere Berufsleben.

Die Platzierungen:

1. Platz: EMKlufti
Aus der Bedienungsanleitung: „Die für den Sprung benötigte Energie wird durch handelsübliche Batterien der Größe AA bereitgestellt. Hierbei werden über einen E-Motor, welcher mit einer Spindel und einer Deckenplatte verbunden ist, zwei Federn gespannt. Diese befinden sich in einem Zylindersystem, welche Verkanten und Verdrehen verhindern. Über Tasterbefehle wird der jeweilige logische Zustand des Kluftenspringers erfasst. Das Starten der Sprungsequenz wird über einen Bolzen an der Schanze eingeleitet. Der Auslösemechanismus besteht aus E-Motor, Seilzug und zwei Hebeln, welche die inneren Zylindersysteme lösen und das Gerät zum Absprung bringen. Nach dem Sprung wird eine Reset-Sequenz eingeleitet.“

2. Platz: EMKöpper
Aus der Bedienungsanleitung: „Die Aufgabe des EMKöppers ist es, möglichst weit und gezielt auf vorgegebene Distanzen zu springen. Um diese Aufgabe zu erledigen, benötigt der EMKöpper 4 AA-Batterien, die die Stromversorgung der Motoren und Platinen sicherstellen.
Durch Betätigen des Startschalters wird der Sprungvorgang eingeleitet. Dieser besteht aus vier Schritten:

  • Spannen der Federn mithilfe des Motors
  • Stoppen des Motors, sobald der Endlagenschalter unten erreicht wird
  • Auslösen des Servomotors, welcher die Zahnstange löst und die Federn entspannt
  • Umpolung des Motors, um die Zahnstange runterzufahren“

3. Platz: EMKrachbummente
Aus der Bedienungsanleitung: „Die EMKrachbummente ist ein Roboter mit präziser Sprungweiteneinstellung: Durch Drehen der Einstellschraube in der Mitte des Geräts lässt sich die Sprungweite variieren. Eine an der Zahnstange angebrachte Skala ermöglicht genaues Ablesen und Einstellen der gewünschten Weite. Je nach Höhe/Tiefe der Schraube wird das Gerät weiter/kürzer springen.
Steht das Gerät startbereit in Position auf der Schanze, kann mit dem Hauptschalter die Spannungsversorgung eingeschaltet werden. Nach Drücken des roten Startknopfes wird der Sprungvorgang eingeleitet und das Gerät beginnt mit dem Einkoppeln des Motors und anschließendem Spannen der Federn.“

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