Sanftes Schwingen im Wind

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30.05.2017

Sanftes Schwingen im Wind

Objekt der „Kinetischen Kunst“ an der TU Darmstadt vorgestellt

Die TU Darmstadt ist um einen Kunst-Standort reicher: Vor dem Eingang zum Hochschulstadion ist am heutigen Dienstag eine mehrteilige „kinetische Installation“ in Anwesenheit des Künstlers Hans-Michael Kissel vorgestellt worden.

Objekt der „Kinetischen Kunst“ vor dem Eingang zum Hochschulstadion. Bild: Claus Völker
„Kinetische Skulptur“ des Künstlers Hans-Michael Kissel vor dem Eingang zum Hochschulstadion. Bild: Claus Völker

Sechs Flügelelemente aus Metall, untereinander mit drehbaren Gelenken verbunden, schwingen sanft im Wind und reagieren auf jeden zarten Lufthauch – für den Betrachter ein beruhigend wirkendes Wechselspiel mit der Natur in zehn Meter Höhe: „Kinetische Skulptur“ nennt der Künstler Hans-Michael Kissel das Objekt am Lichtwiesenweg, das auf dem Vorplatz des Hochschulstadions und des Unisportzentrums der TU Darmstadt seinen Standort gefunden hat.

„Die Philosophie des Unisport-Zentrums hat mich angeregt, eine Skulptur zu schaffen, die Bewegungsvielfalt und Leichtigkeit zeigt“, sagt Kissel. „Mit meinen kinetischen Objekten will ich Zugang verschaffen zu einer spannenden Beziehung mit etwas Unerwartetem und scheinbar nie Dagewesenem“, erklärt der 1942 in Worms geborene Künstler.

Der Künstler Hans-Michael Kissel mit seinem Kunstwerk. Bild: Claus Völker
Der Künstler Hans-Michael Kissel mit seinem Kunstwerk. Bild: Claus Völker

An der Zeichenakademie Hanau probierte Kissel einst erstmals seine Kreativität aus und erlernte handwerkliche Grundlagen. Es folgte eine Ausbildung in Design und Bildhauerei an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd. Bei Aufenthalten in Ateliers in Skandinavien lernte er intensiv die dortige Architektur und das Design kennen – das wirkte auf Kissel stilprägend. Seit 1970 arbeitet er als selbstständiger Gestalter mit Schwerpunkt „Kinetische Kunst“. Nach Ansicht des Künstlers „realisiert Technik die Poesie der schwebenden Bewegung“. Arbeiten von ihm im öffentlichen Raum finden sich in Berlin, Leipzig, Frankfurt, Ulm, Mannheim, Heidelberg, Freiburg, Husum und Hanau.

Die kinetische Skulptur reiht sich ein in die lange Liste an Kunstwerken an der TU Darmstadt: Zu „Kunst am Bau“ zählen etwa der Skulpturengarten auf der Lichtwiese mit Werken von Wilhelm Loth, Waldemar Grzimek und Claus Bury. Vor einiger Zeit kamen Objekte von Walter Schemp und Franz Bernhard (vor der Universitäts- und Landesbibliothek) hinzu.

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