Im Juniorlabor stimmt die Chemie

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06.09.2013

Im Juniorlabor stimmt die Chemie

Merck und TU Darmstadt feiern fünfjähriges Bestehen ihres Schülerlabors

Mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche haben es bereits ausprobiert – jetzt hat das Langzeit-Experiment und Erfolgsmodell fünfjähriges Bestehen gefeiert: Das Merck–TU Darmstadt–Juniorlabor hat am 6. September mit einer chemischen Experimental-Show und mit weiteren Attraktionen gezeigt, welche naturwissenschaftliche Energie in ihm steckt.

Schüler experimentieren unter fachmännischer Anleitung im Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor auf dem Campus Lichtwiese. Bild: Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor
Seit fünf Jahren experimentieren Schülerinnen und Schüler unter fachmännischer Anleitung im Juniorlabor. Bild: Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor

Das Pharma-, Chemie- und Life Sciences-Unternehmen Merck und die Technische Universität Darmstadt haben im Jahr 2008 in ein gemeinschaftliches Schülerlabor investiert, um mehr Begeisterung und Verständnis für Chemie zu wecken, Nachwuchs praxisnah zu fördern und Lehrkräfte zeitgemäß fortzubilden. Das Merck–TU Darmstadt–Juniorlabor gilt bundesweit als das erste Schülerlabor, das von einer Universität und einem Industrieunternehmen gemeinsam konzipiert wurde und betrieben wird.

In dem Labor im Fachbereich Chemie der TU Darmstadt haben seither mehr als 15.000 Mädchen und Jungen – ab Schulklasse 3 bis zur Oberstufe – auf rund 200 Quadratmetern Fläche experimentieren und ihr Wissen aus dem Schulunterricht vertiefen können. So lernen zum Beispiel Grundschüler Anschauliches zum Thema „Rhabarber – Eisen – Rost". Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe untersuchen chemische Reaktionen, bei denen Gase gebildet werden, und führen Experimente zum Abscheiden von Silber aus einer Silbernitratlösung durch. Und kurz vor dem Abitur werden Jugendliche mit Versuchen zur Chemie der Kunststoffe vertraut gemacht.

Schließlich zählen Fortbildungen für Lehrkräfte („Faszination Metalle“, „Der Lithium-Ionen Akkumulator“ oder „OLEDs“) zum Repertoire. Sehr beliebt ist auch die vom Fachbereich Chemie für Grundschüler angebotene Experimentalvorlesung von Studierenden des Lehramts an Gymnasien.

Juniorlabor stärkt Interesse an Chemie

Schüler experimentieren unter fachmännischer Anleitung im Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor auf dem Campus Lichtwiese. Bild: Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor
Dr. Klaus-Jürgen Wannowius bringt Jugendlichen im Juniorlabor die Welt der Chemie näher. Bild: Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor

„Vom Juniorlabor gehen zahlreiche positive Impulse für Schule, Studium und Ausbildung aus“, sagte Professor Dr. Gerd Buntkowsky, Dekan des Fachbereichs Chemie. „Uns freut es, dass wir naturwissenschaftlich interessierte Kinder und Jugendliche bereits früh mit der Universität vertraut machen können. Ich bin überzeugt, dass das Juniorlabor auch in den nächsten Jahren ein Erfolgsmodell sein wird und neue Attraktionen anbietet.“

Dem didaktischen Leiter des Labors, Dr. Klaus-Jürgen Wannowius, gebühre höchstes Lob, ergänzte Professorin Barbara Albert, Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker: „Mit seiner ansteckenden Begeisterung, seiner Fähigkeit, forschende Neugier zu wecken, und seinem unermüdlichen Einsatz hat unser Fachbereichsbeauftragter für Schulkontakte das Juniorlabor zu einer ersten Adresse für die Stärkung des Interesses an Chemie gemacht.“

Der Akademische Oberrat Wannowius betreut im Fachbereich seit 1972 Studierende des Lehramts an Gymnasien. Er weiß Schülergruppen jeden Alters zu motivieren und zu faszinieren – etwa mit der regelmäßigen Vorbereitung von Teilnehmern der Schüler-Chemie-Olympiade, mit Projektwochen, „Schnuppertagen“ und „Mitmachvorlesungen“.

Film: Das Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor

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Klaus Griesar, Leiter Science Relations bei Merck, sagte bei der Geburtstagsfeier: „Das Merck-TU-Darmstadt-Juniorlabor ist eine echte Erfolgsgeschichte: Konstant hohe Anmeldezahlen, die Begeisterung der Schüler und Lehrer sowie die hohe Reputation belegen dies eindrucksvoll. Daher sind wir zuversichtlich, dass sich der eine oder andere für eine Ausbildung in der Chemiebranche oder für ein naturwissenschaftliches Studium entscheidet. Denn letztlich ist Merck als forschendes Unternehmen auf gut ausgebildete Mitarbeiter und hochqualifizierte Spitzenkräfte angewiesen.“

Christa Jansen, zuständig für die Schulförderung bei Merck, sieht das Konzept des Juniorlabors in den vielen positiven Reaktionen der Teilnehmer bestätigt: „Der überaus große Anklang, den dieses Labor gefunden hat, ist für uns Ansporn, das Projekt auch weiterhin zu unterstützen.“

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