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21.04.2017

„Angstfrei.“

Ausstellung der Bewerber um Preise der Darmstädter Sezession

Angesichts der Weltsituation gehört Mut dazu, sich weiterhin künstlerisch zu äußern. Der Titel „Angstfrei.“ ist in diesem Sinne als Statement zu verstehen. Unter diesem Motto bewerben sich junge Künstlerinnen und Künstler um die Preise der Darmstädter Sezession; die nominierten Werke sind ab dem 23. April im Kunstforum der TU Darmstadt zu sehen.

Philipp Kummer, Diaspora, Öl auf Leinwand, 2015. Copyright Künstler
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Klicken Sie auf das Bild, um eine Auswahl der nominierten Arbeiten zu sehen.

Unter dem Motto „Angstfrei.“ hat die Darmstädter Sezession junge Künstlerinnen und Künstler im Alter unter 40 Jahren aufgefordert, Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie und Digitale Bildentwicklung einzureichen. Die Fachjury – sechs Vorstandsmitglieder der Darmstädter Sezession, der Ehrenvorsitzende Horst Dieter Bürkle und Julia Reichelt, Kuratorin Kunstforum der TU Darmstadt – sichtete 180 Einsendungen und nominierte zehn Positionen für den Preis der Darmstädter Sezession. Die ausgewählten Arbeiten zeigen ein breites Spektrum, das von abstrakter bis narrativ-bildhafter Darstellung, von politisch-aktuellen Dimensionen bis hin zu freien, künstlerischen Arbeiten reicht.

Unter ihnen werden der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis und der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis verliehen. Die Preisverleihung findet am Tag der Finissage (Sonntag, 25. Juni 2017) um 17.00 Uhr im Kunstforum statt.

Gedanken zum Thema der Ausschreibung 2017

Der Titel „Angstfrei.“ bezieht sich auf die derzeitige gesellschaftlich-politische Situation, die in vielen Menschen ein diffuses Gefühl des Bedroht- und Ausgeliefertseins hervorruft. Der Einzelne fühlt sich dabei leicht hilflos, auf sich selbst zurückgeworfen und alleine mit den Ereignissen. Die Darmstädter Sezession suchte daher künstlerische Arbeiten, die sich entweder inhaltlich und formal direkt mit der „German Angst“ auseinandersetzen oder die Überwindung der Lähmung des Schöpferischen zum Thema machen, denn eine künstlerisch authentische Handlung kann sich nur in einer angstfreien bzw. die Angstgefühle transzendierenden Befindlichkeit entfalten.

Die Bewerberinnen und Bewerber:

Enrico Bach, Karlsruhe
Lydia Balke, Hamburg
Karin Brosa, Essen
Melchior und Timon Grau, Berlin
Kodac Ko, Braunschweig
Rasmus Søndergaard Johannsen, Berlin
Eginhartz Kanter, Linz
Philipp Kummer, Leipzig
Robert Matthes, Essen
Ruri Matsumoto, Düsseldorf

Hintergrund: Das Kunstforum der TU Darmstadt

Das Kunstforum der TU Darmstadt hat seinen Ankerpunkt in der Ausstellungshalle im Alten Hauptgebäude, Hochschulstraße 1, zweiter Stock, und bespielt darüber hinaus auch weitere Orte der TU mit künstlerischen Aktivitäten, so zum Beispiel den Schlossgarten. Es versteht sich als Ort der Begegnung, der Auseinandersetzung mit allen Facetten der Kunst von Malerei über Installation, Fotografie, Video, Performance, Musik bis hin zum Tanz. Jungen, noch nicht etablierten Kunstschaffenden wird eine öffentliche Plattform ermöglicht. Andererseits werden tradierte Positionen gewürdigt. Die Ausstellungen beziehen sich auf gesellschaftlich relevante Themen. Mit der Ausrichtung auf aktuelle Themen vervollständigt das Programm des Kunstforums der TU Darmstadt das der vorhandenen Kunstszene in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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