Deutschlandstipendium: Wie sieht das Bewerbungsverfahren aus?

Wie sieht das Bewerbungsverfahren aus?

Die Bewerbungsfrist für 2016 ist abgelaufen!

Im Jahr 2017 wird der Bewerbungszeitraum voraussichtlich Anfang September beginnen.

Ausschreibungs- und Bewerbungsbedingungen zum Deutschlandstipendium
gemäß § 5 Absatz (1) der Satzung der TU Darmstadt:

Bewerben können sich alle Studierenden der TU Darmstadt.
Die Bewerbung erfolgt jeweils im September eines Jahres über das Bewerbungsformular für das Deutschlandstipendium. Eine wiederholte Bewerbung ist möglich.

Eine Bedingung für eine einjährige DLS-Förderung ist das Studieren in der Regelstudienzeit. Daher muss das Studium bei Aufnahme des Stipendiums noch mindestens zwei Semester innerhalb der Regelstudienzeit liegen. Daraus ergeben sich Begrenzungen der Fachsemester für Bachelor-, Master- und LaG-Studiengänge. Je nach angestrebtem Abschluss dürfen Bewerber/innen bei der Bewerbung im September des Bewerbungsjahres (SoSe) nicht höher als in folgenden Fachsemestern studieren:

  • Bachelorstudiengang – nicht höher als im 4. Fachsemester
  • Masterstudiengang – nicht höher als im 2. Fachsemester
  • LaG Studiengang – nicht höher als im 7. Fachsemester

Insbesondere werden leistungsstarke Studierende, deren Eltern keinen akademischen Abschluss haben, aufgefordert sich zu bewerben.
Das Stipendium wird unabhängig vom BAföG vergeben und ist einkommensunabhängig. Es muss nicht zurückgezahlt werden. Eine Doppelförderung durch andere leistungsbasierte, materielle Förderungen der Begabtenförderwerke ist ausgeschlossen (Ausnahmen siehe BMBF-StipG § 4).

Das Bewerbungsverfahren verläuft in zwei Stufen:

In der ersten Stufe findet unter allen Bewerbungen eine Vorauswahl nach Leistungskriterien statt. Die Vorauswahl erfolgt anhand der bis zum Ende des vorangegangenen Wintersemesters erworbenen Leistungen.
Nur Studierende, die die erste Stufe erfolgreich durchlaufen haben, werden von ihrem Fachbereich aufgefordert, Bewerbungsunterlagen einzureichen. Studierende, die bis Mitte November keine Aufforderung von ihrem Fachbereich erhalten haben, weitere Unterlagen einzureichen, können an der Auswahl zur Stipendienvergabe nicht teilnehmen. Eine Absage für Bewerber/innen, die die zweite Stufe nicht erreichen, wird nicht erteilt.

In der zweiten Stufe erfolgt die Auswahlentscheidung nach dem Studienverlauf und den übrigen nicht leistungsbezogenen Kriterien nach §3 Satz 2 StipG.
Die Auswahl der zu fördernden Studierenden trifft eine Auswahlkommission des jeweiligen Fachbereichs aus den Bewerberinnen und Bewerbern, die die zweite Stufe erreicht haben. Die Auswahlkommission ist in ihrer Endauswahl nicht mehr an die Rangfolge des Leistungsrankings der ersten Stufe gebunden, da in der zweiten Stufe über die Leistungskriterien hinaus weitere Kriterien die Auswahl beeinflussen können.
Die Auswahlkommission legt auch die Zuordnung der zu fördernden Bewerberinnen und Bewerber zu den Förderern fest.

Alle Studierenden, die die zweite Stufe erreicht haben, erhalten nach Abschluss des Auswahlverfahrens eine Zu- oder Absage.

Studierenden, die ein Deutschlandstipendium erhalten, geht im Monat Dezember der Bewilligungsbescheid zu.

Häufige Fragen:

Wie wird in der ersten Stufe eine Rangliste nach Leistungskriterien gebildet?

  1. Es werden die bis zum Ende des vorangegangenen Wintersemesters erworbenen Leistungspunkte berücksichtigt, die zur Notenberechnung im Studiengang auf den sich die Bewerbung bezieht, herangezogen werden.
  2. Ermittlung aller Bewerberinnen und Bewerber, die in demselben Studiengang waren und mindestens eine von der Auswahlkommission bestimmte Mindestanzahl von Leistungspunkten erworben haben.
  3. Bildung einer Rangfolge nach dem Wert R, zu ermitteln durch folgende Formel:
    R = GPA* Fachsemester minus 1 durch CP (gesamt)
    Hierbei sind der GPA die bisher erzielte Gesamtdurchschnittsnote, CP(gesamt) die Summe der bisher erzielten Leistungspunkte, die zur Notenberechnung im Studiengang, auf den sich die Bewerbung bezieht herangezogen werden.
  4. In Studiengängen mit mehreren Fächern (Joint BA, Lehramt an Gymnasien) wird für jedes Fach zunächst eine eigene Rangfolge nach lit. a bis c ermittelt und dann ein Mittelwert gebildet, aufgrund dessen die Rangfolge nach diesem Absatz ermittelt wird.
  5. In Studiengängen, in denen keine Leistungspunkte (Magister, Diplom) vergeben werden, erfolgt die Rangfolgenbildung in der ersten Stufe aus dem Quotienten der Anzahl der Prüfungsleistungen und der Fachsemesterzahl multipliziert mit dem Notendurchschnitt der Prüfungsleistungen.

Wie erfolgt in der zweiten Stufe die Auswahlentscheidung?

In der zweiten Stufe werden die vorausgewählten Bewerberinnen und Bewerber, die bereits die erste Stufe des Bewerbungsverfahrens erfolgreich durchlaufen haben, von den Fachbereichen gebeten, weitere Bewerbungsunterlagen in zwei Datensätzen als PDF einzureichen:

PDF-Datensatz 1 muss enthalten:

  • Aussagekräftiges Motivationsschreiben (1 – 2 Seiten); Hinweis: Im Motivationsschreiben sollten keine Förderernamen genannt werden.
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Bild, siehe Muster (enthält Studienverlauf, höchsten akadem. Abschluss der Eltern, Handynummer, E-Mail-Adresse, Bankdaten, Geburtsort, Staatsbürgerschaft und Staatsbürgerschaft der Eltern, ggf. Angaben zu Praktika und Auslandsaufenthalten);

PDF-Datensatz 2 muss enthalten:

  • Hochschulzugangsberechtigung (nur bei Bewerberinnen und Bewerbern im 1. Fachsemester Bachelorstudiengang);
  • Bachelor Zeugnis (nur bei Bewerberinnen und Bewerbern im Masterstudiengang);
  • Ergänzende Nachweise für die folgenden nicht leistungsbezogenen Kriterien (fakultativ):
    • Praktikums- und Arbeitszeugnisse sowie Nachweise über sonstige Kenntnisse und weiteres soziales Engagement;
    • Auslandsaufenthalte;
    • Angabe des höchsten Bildungsabschlusses der Eltern im Lebenslauf (ein nicht akademisches Elternhaus liegt vor, wenn kein Elternteil über einen Hochschulabschluss verfügt);
    • Nachweise über einen Migrationshintergrund. Ein Migrationshintergrund wird in der Regel durch das Vorliegen eines oder mehrerer der folgenden Merkmale belegt:
      1. die Person besitzt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit;
      2. der Geburtsort der Person liegt außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland und eine Zuwanderung in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ist nach 1949 erfolgt;
      3. der Geburtsort mindestens eines Elternteils der Person liegt außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland und eine Zuwanderung dieses Elternteils in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ist nach 1949 erfolgt.

Es können nur solche Bewerbungen entgegen genommen werden, die diesen Formatanforderungen entsprechen.

Stipendiatenfeier

Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten werden im Dezember 2016 feststehen und einen Bewilligungsbescheid erhalten.
Am 25. Januar 2017 wird die Stipendiatenfeier stattfinden, zu der die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten eingeladen werden. Bei dieser Feierlichkeit möchten Ihre Förderer Sie gerne kennen lernen.