Forschungsprofil: Profilbereiche und Profilthemen

Forschungsprofil: Profilbereiche und Profilthemen

Thermo-Fluids & Interfaces Vom Material zur Produktinnovation Cybersicherheit (CYSEC) Energiesysteme der Zukunft Internet und Digitalisierung Teilchenstrahlen und Materie
 

Die TU Darmstadt setzt in der Forschung national und international sichtbare Schwerpunkte, die sich vor allem durch einen klaren inhaltlichen Fokus und eine hohe thematische Relevanz für Gesellschaft und Wirtschaft auszeichnen. Das Forschungsprofil der Universität wird geprägt durch die beiden Ebenen Profilbereiche und Profilthemen. Ausgewählt werden wissenschaftliche Netzwerke, die ihre Kernkompetenzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Erfolge in herausragenden nationalen Förderprogrammen unter Beweis stellen konnten. Dabei achtet die TU Darmstadt auf eine angemessene Anzahl von Profilbereichen im Verhältnis zur Größe der Universität und sorgt durch regelmäßige Evaluationen des Forschungsprofils für eine hinreichend dynamische Entwicklung.

Die Profilbereiche und Profilthemen werden für eine Laufzeit von fünf Jahren festgelegt. Die TU Darmstadt hat Struktur und Themen ihres Forschungsprofils daher 2015 erneut evaluiert. In diesem Rahmen wurde auch die Nomenklatur des Forschungsprofils überprüft, mit dem Ergebnis, dass die neuen Bezeichnungen Profilbereich und Profilthema die Begriffe Forschungscluster und Forschungsschwerpunkt ablösen. Im Sommer 2015 haben Senat und Präsidium für die nächsten fünf Jahre Profilbereiche und Profilthemen verabschiedet.

 

Profilbereiche

Profilbereiche (früher Forschungscluster) sind thematisch fokussierte Netzwerke an der TU Darmstadt, die gemeinsame wissenschaftliche Ziele verfolgen und sich koordiniert entwickeln. Ein Profilbereich vereint zahlreiche Verbundaktivitäten, die im wissenschaftlichen Wettbewerb eingeworben wurden und in der Summe mindestens der Größenordnung eines Exzellenzclusters entsprechen. Die Profilbereiche vernetzen sich strategisch mit anderen Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen bzw. Industrieunternehmen. Die Zahl der Profilbereiche ist mit Bezug auf die Größe der Universität auf maximal sechs begrenzt.

 
 

Cybersicherheit (CYSEC)

Bild: Paul Glogowski
Bild: Paul Glogowski

Mehr als 30 Fachgebiete aus sieben Fachbereichen sind an CYSEC beteiligt und forschen an zentralen Themen der Cybersicherheit und des Privatheitsschutzes. International anerkannte Spitzenforschung in zahlreichen Bereichen der Cybersicherheit und die Ausbildung von Experten für IT-Sicherheit sind Kernkompetenzen von CYSEC. Technologietransfer über nationale und internationale Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern runden das Profil von CYSEC ab. weiter

Internet und Digitalisierung

Bild: Katrin Binner
Bild: Katrin Binner

Das künftige Internet zeichnet sich als intelligentes Netz aus schnellen und zuverlässigen Kommunikationswegen ab und dessen Verflechtung mit traditionellen Infrastrukturen im Zuge der zunehmenden Digitalisierung (Industrie 4.0) wird völlig neue Dienstleistungen ermöglichen. Damit es auch als Innovationsmotor wirken kann, müssen seine Technologien und Anwendungen sicher, leistungsstark und effizient sein. Dieser Herausforderung stellen sich zahlreiche kooperierende Fachbereiche und Institute. weiter

Teilchenstrahlen und Materie

Bild: Gabriele Otto/GSI
Bild: Gabriele Otto/GSI

Der Profilbereich Teilchenstrahlen und Materie (Matter and Radiation Science, MaRS) bündelt Kompetenzen zur wissenschaftlichen Nutzung von Teilchenstrahlen an Großforschungsanlagen, wie dem Darmstädter GSI Helmholtzzentrum, der im Aufbau befindlichen internationalen FAIR Anlage und dem S-DALINAC Elektronenbeschleuniger der TU Darmstadt. Schwerpunkte sind Beschleunigertechnologie, experimentelle und theoretische Kernphysik, Strahlenbiologie und Anwendungen in Materialforschung. weiter

Thermo-Fluids & Interfaces

Bild: Katrin Binner
Bild: Katrin Binner

Der Profilbereich Thermo-Fluids & Interfaces steht für zahlreiche Aktivitäten auf den Gebieten Strömungsdynamik, Verbrennung sowie Wärme- und Stofftransport an der TU Darmstadt. Methoden aus mehreren Disziplinen werden vernetzt, Prozesse gemeinsam und in Kooperation mit externen Partnern aus Wissenschaft und Industrie erarbeitet. Die Forschung schafft die Basis für die Entwicklung neuer energie- und verfahrenstechnischer Produkte und Prozesse sowie energieeffizienterer Maschinen. weiter

Energiesysteme der Zukunft

Bild: Rolls Royce Deutschland GmbH
Bild: Rolls Royce Deutschland GmbH

Der Profilbereich vernetzt und koordiniert die Energieforschung der für dieses Querschnittsthema relevanten Fachdisziplinen vom technologischen bis hin zum gesellschaftswissenschaftlichen Bereich und ermöglicht die fachübergreifende Sichtweise auf die komplexe Transformation unseres Energiesystems. weiter

Vom Material zur Produktinnovation

Bild: Sandra Junker
Bild: Sandra Junker

Kernthema des Profilbereiches ist die erfolgreiche Entwicklung neuer Materialien sowie deren Überführung in innovative Produkte. Voraussetzung ist eine genaue Analyse der dahinter stehenden Wertschöpfungsketten. Schwerpunkte sind die Funktionalität und Effizienz neuer Materialien, deren Synthese, Verarbeitung, Auslegung und Weiterveredlung bis hin zum marktfähigen Produkt. Dabei stehen die ressourcenschonende Herstellung und Nachhaltigkeit der Werkstoffe und Prozesse im Vordergrund. weiter

 

Profilthemen

Profilthemen (früher Forschungsschwerpunkte) sind abgestimmte wissenschaftliche Verbundaktivitäten an der TU Darmstadt, die gemeinsame wissenschaftliche Ziele verfolgen und sich koordiniert entwickeln. Ein Profilthema zeichnet sich durch ein kohärentes Forschungsprogramm aus, dessen Kern von einem DFG-Sonderforschungsbereich oder einem vergleichbaren extern geförderten Verbundprojekt bestimmt wird. Die Profilthemen sind nicht nur kleiner bezüglich des Umfangs der Verbundaktivitäten, sondern unterscheiden sich auch inhaltlich von den Profilbereichen.

Computational Engineering (CE)

Bild: Katrin Binner
Bild: Katrin Binner

CE ermöglicht mittels computergestützter Modellierung, Analyse, Simulation und Optimierung die Untersuchung komplexer Ingenieursanwendungen und natürlicher Phänomene. So trägt CE dazu bei, optimale Strategien für zentrale Fragen der technischen Entwicklung zu finden, wie etwa auf den Gebieten Energie, Kommunikation, Mobilität, Sicherheit und Gesundheit. Zusammen mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie bilden die Wissenschaftler der TU Darmstadt ein innovatives Forschungsnetzwerk. weiter