Geschlecht als Kategorie: Verschiebungen im Diskurs über Individuen und gesellschaftliche Lebenslagen

02.05.2017

Geschlecht als Kategorie: Verschiebungen im Diskurs über Individuen und gesellschaftliche Lebenslagen

Einladung zum Gastvortrag von Carol Hagemann-White

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „All Inclusive: Perspektiven und Problemhorizonte inklusiver Schulentwicklung und Bildungspraxis“ hält Prof. i. R. Carol Hagemann-White am Donnerstag, den 22. Juni, um 17:15 Uhr in Raum S1|03-221 einen Gastvortrag, der auch für externe Besucherinnen und Besucher geöffnet ist.

Einladung Gastvortrag

Im Vortrag wird zunächst zunächst nachgezeichnet, wie das Konzept einer geschlechtsspezifischen Sozialisation für die die feministische Diskussion in den den 1970er Jahren zentrales Gewicht erhielt, und warum dieses dieses Konzept danach in Frage gestellt wurde. Dabei wird auf den Stellenwert des Themas „Gewalt“ eingegangen. In den den 1980er Jahren erfolgt eine allgemeine Fokusverlagerung der feministischen Theorie von der Prägung durch gesellschaftliche Strukturen zu einer handlungstheoretischen Perspektive, in der Wechselwirkungen von Subjekt und Umwelt im Mittelpunkt standen. Hier war das Konzept von „Zweigeschlechtlichkeit als als kulturelle Konstruktion“ verortet. Seit dem Jahrhundertwechsel tritt immer deutlicher eine nahezu ausschließliche Handlungsperspektive in den den Vordergrund, was u.a. dazu führt, dass die Frage nach Geschlecht als Kategorie oder Konstruktion und die Frage nach Gewalt im Geschlechterverhältnis auseinander driften driften. Gründe hierfür sind in widersprüchlichen Entwicklungen in der Gesellschaft der Gegenwart vermutet. Der Vortrag wird vorstellen, wie diese beiden Themen zusammengedacht werden können.

Wann: Donnerstag, 22. Juni 2017, 17:15 Uhr
Wo: S1|03-221 (Hochschulstraße 1)

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