Netzwerken – aber richtig!

18.07.2017

Netzwerken – aber richtig!

Bericht zum Kaminabend mit Ingenieurinnen im Big Sister Projekt

Welche Erfolge und Herausforderungen erleben berufstätige Ingenieurinnen und Informatikerinnen? Wie können sich Studentinnen mit Migrationshintergrund beim Berufseinstieg gut positionieren?

Diese und viele andere Fragen stellten die Teilnehmerinnen des Mentoring-Programms Big Sister am 27. Juni 2017 im Rahmen eines Kaminabends den fünf geladenen Ingenieurinnen und Informatikerinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Studentinnen im Gespräch mit geladenen Ingenieurinnen

Nach der Begrüßung durch die Projektkoordinatorin Franziska Lach, die auf die Chancen und den Nutzen des Abends zur Netzwerkerweiterung und Klärung beruflicher Fragestellungen hinwies, folgte ein erstes Kennenlernen der Gäste im Plenum. Anschließend konnten die Studentinnen mit den Role Models näher ins Gespräch kommen.

Die geladenen TU-Alumnae Dr.-Ing. Lena Charlotte Altherr (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Fluidsystemtechnik, TU Darmstadt), Dr. Irina Heimbach (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, TU Darmstadt), Professorin Dr.-Ing. Irina Munteanu (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, TU Darmstadt), Alina Negrila (Managerin Finance & Reporting, Fresenius Darmstadt) und Dr. Lorraine Rispal (Scientist Engineer, Procter & Gamble) berichteten in kleinen Gesprächsrunden von ihrem Werdegang und gaben Tipps und Hinweise zum erfolgreichen Start ins Berufsleben. Sie motivierten die Studentinnen, den eigenen Migrationshintergrund nicht als Nachteil zu sehen, sondern als Stärke zu betrachten, der selbstbewusst präsentiert werden kann. Die Studentinnen brächten Interkulturalität, Mehrsprachigkeit, Offenheit und Flexibilität mit – Kompetenzen, die in kleinen Firmen als auch international agierenden Unternehmen gefragt seien. Wichtig beim Berufseinstieg sei es, authentisch zu bleiben und an sich zu glauben. Das Studium sollte bewusst gestaltet werden, die Zeit sinnvoll für Auslandserfahrungen und Praktika genutzt werden. So erhalte man Orientierung, in welchem Bereich und in welcher Firma man später tätig sein möchte. Frauen in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik seien in vielen Firmen explizit nachgefragt und hätten daher gute Perspektiven beim Berufseinstieg. Auch ermutigten sie, sowohl Familienpläne als auch Karriere zu realisieren, in vielen Firmen und an den Universitäten würde inzwischen viel für eine gute Vereinbarkeit getan.

Am Ende des Abends gab es genügend Raum für Austausch, offene Fragen und Networking, das durch das gesponserte Catering von Procter & Gamble ermöglicht wurde. Die Studentinnen knüpften erfolgreich Kontakte und äußerten sich begeistert über die Biographien der Ingenieurinnen und Informatikerinnen sowie die motivierenden Botschaften, die sie mit auf den Weg gegeben haben.

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