Der neue Garten

Wie der Schlossgraben zum Garten wurde

Seit 2013 wird das verschüttete Kleinod sukzessive „freigelegt“, werden Schutt und Wildwuchs beseitigt. Aus dem überwucherten Areal rund um das Schloss ein zauberhafter öffentlicher Garten geworden.

2265 Quadratmeter Rasenfläche, 1060 Quadratmeter Wiese, 220 Quadratmeter Wasserflächen und 1050 Quadratmeter Wegeflächen wurden im ehemaligen Schlossgraben und auf der Bastion angelegt. Zudem wurden 2165 Quadratmeter mit Sträuchern, Stauden und Rosen bepflanzt. Nachdem mit viel Augenmaß kranke oder geschädigte Bäume oder solche, die wild zu dicht an den Gebäuden wuchsen, entfernt worden waren, hielten 20 neue Bäume und Großsträucher Einzug in den neuen Schlossgarten.

Hier die Ergebnisse in einer Vorher-Nachher-Gegenüberstellung.

2. Bauabschnitt: Die Bastion 2. Bauabschnitt Nord 1. Bauabschnitt Süd 2. Bauabschnitt Süd 1. Bauabschnitt Nord 3. Bauabschnitt Ausblick
Planung zweiter Bauabschnitt: grün³ (Planung erster Bauabschnitt: Die Baurunde)

1. Bauabschnitt

Wallbrücke und Wallhaus im Norden

Vorher

Nachher

Bild: Jan Ehlers, 2014
Bild: Jan Ehlers, 2014
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Inken Bergenthun, 2017

Die Sanierung des Schlossgrabens begann im Norden von der Wallbrücke aus. Der erste symbolische Spatenstich durch Dr. Schneckenburger diente als Motiv zum Auftakt der Spendenkampagne. Allein für diese Aufnahme musste das Fototeam einiges an Gerümpel und Unrat beiseite schaffen sowie Unkraut in die Schranken weisen. Das Wallhaus war komplett zugewachsen und präsentiert sich nun frisch saniert..

Seit 2014 ist dieser nördliche Bereich wieder hergerichtet und ein gepflegter Weg führt in den großzügigen östlichen Bereich des Grabens. Das Baugitter unter der Wallbrücke wird zur Eröffnung des zweiten Bauabschnitt im Nordwesten entfernt.

Der Landschaftsgarten im Osten

Vorher

Nachher

Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Im Frühling verwandelt sich der Rasen in ein Blütenmeer. Bilder: grün³, Albrecht Schaal, 2017
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Im Frühling verwandelt sich der Rasen in ein Blütenmeer. Bilder: grün³, Albrecht Schaal, 2017

Der östliche Grabenbereich, angelegt in Anlehnung an den historisch belegten Landschaftsgarten, lädt bereits seit 2014 zum Flanieren und Verweilen ein. Die Beete an der Wallmauer erinnern an den ersten Botanischen Garten in Darmstadt, der dort unmittelbar nach der Trockenlegung des Grabens sein erstes Zuhause fand.

Weitere Informationen zu Geschichte des Schlossgartens

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Der Kanzler der TU Darmstadt bearbeitet den Boden. Bild: Patrick Bal
Der Kanzler der TU Darmstadt bearbeitet den Boden. Bild: Patrick Bal

„Die Arbeiten im Graben beschränkten sich nicht auf sichtbaren Veränderungen“, sagt Heiko Feuchter vom Dezernat Baumanagement und Technischer Betrieb der TU, das die Restaurierung von Graben und Schloss betreut: „Ein großer Teil der Spenden wurde darauf verwendet, den Boden so herzurichten, dass hier überhaupt wieder etwas außer Unkraut wachsen konnte.“ Aus dem Erdreich mussten Abfälle von Jahrzehnten und Überbleibsel aus dem Krieg entfernt werden, Mutterboden und Substrat wurden aufgebracht.

 

2. Bauabschnitt

Biodiversität im Westen

Vorher

Nachher

Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Wege, Treppen, Teiche, Beete, Bäume, Bänke, Nistkästen, Fledermaushöhlen und ein Taubenhaus sind Gestaltungselemente und „Mobiliar“ der grünen Oase. Drumherum dürfen Wildkräuter wachsen. Bilder: Inken Bergenthun
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Wege, Treppen, Teiche, Beete, Bäume, Bänke, Nistkästen, Fledermaushöhlen und ein Taubenhaus sind Gestaltungselemente und „Mobiliar“ der grünen Oase. Drumherum dürfen Wildkräuter wachsen. Bilder: Inken Bergenthun

Ein Weg unter der Wallbrücke lässt Spaziergängerinnen und Spaziergänger künftig von einem Gartenbereich in den anderen gelangen.

Der westliche Garten steht unter dem Thema „Biodiversität“: Wiesen, die nur selten gemäht werden, sowie ein Naturteich bieten einer Vielzahl von Pflanzen und Insekten ein Zuhause. Generell werden Pflanzflächen der TU Darmstadt künftig unter dem Gesichtspunkt der Pflanzenvielfalt angelegt, damit Insekten ganzjährig Nahrung finden.

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Die Bastion

Vorher

Nachher

Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Inken Bergenthun, 2017
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Irmela Löw, Die Baurunde, 2005
Bild: Petra Breit, grün³, 2017
Bild: Petra Breit, grün³, 2017
Die westliche Bastion zieren endlich wieder formal angelegte Blumenbeete und ein Renaissance-Brunnen. Bilder: grün³, Albrecht Schaal, 2017
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Die westliche Bastion zieren endlich wieder formal angelegte Blumenbeete und ein Renaissance-Brunnen. Bilder: grün³, Albrecht Schaal, 2017

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3. Bauabschnitt und Ausblick

Bild: Irmela Löw, 2005
Bild: Irmela Löw, 2005

Bereits seit dem 13. Jahrhundert gibt es den Darmstädter Schlossgraben – seinerzeit als wassergefüllter Wehrgraben konzipiert, wurde er erst 1814 trocken gelegt, um Platz für einen Botanischen Garten zu schaffen. Die Initiative von Großherzog Ludwig I. erwies sich als folgenreich. Die nun trocken fallende Eichenpfahlgründung des Schlosses begann zu faulen, und die Schlossanlage war in ihrer Standsicherheit gefährdet. Die Fundamentierung musste in den vergangenen Jahren im Zuge der Schloss-Sanierung aufwendig unterfangen und gesichert werden.

Die Sanierung ist auch der Grund, warum ein kleiner Teil im Süden und Südwesten des Grabens sich derzeit noch verwildert präsentiert. Erst wenn die Renovierung des De-la-Fosse-Baus im Jahr 2020 abgeschlossen ist und die Flächen nicht mehr für die Einrichtung der Baustelle benötigt werden, kann auch hier ein Garten entstehen. In diesem Bereich wird dann eine Streuobstwiese das Stadtbild bereichern.