Hochschulgruppe Filmkreis

Hochschulgruppe des Monats

Leinwand mit Filmkreislogo. Copyright: Filmkreis
Mit dem neuen digitalen Projektor ist die Hoschschulgruppe modern ausgestattet. Bild: Studentischer Filmkreis

Studentische Filmkreis an der TU Darmstadt e.V.

Filme, Getränke und gebannte Zuschauer: Zwei Mal in der Woche wird aus dem Audimax ein Kinosaal – von Studierenden inszeniert. Der Studentische Filmkreis an der TU Darmstadt e.V. ist seit bald 60 Jahren aktiv und mit dem neuen digitalen Projektor modern ausgestattet.

Gloria, World War Z, Sag dass du mich liebst, Starbuck – ein Streifzug durch das aktuelle Filmprogramm des Studentischen Filmkreises an der TU Darmstadt. Die Hochschulgruppe besteht aus 13 Aktiven und vielen Dunstkreislern, wie die Helfer bei den Abendvorführungen genannt werden. „Man kann sich selbst aussuchen, wie viel man beim Filmkreis einbringt“, sagt Angela Regius. Sie gehört zu den aktiven Filmkreislern und hilft bei den Vorführungen und der Programmzusammenstellung.

Ihr Kollege Christoph Vetter beschreibt die Zusammensetzung der Truppe so: „Es gibt zwei Arten von Filmkreislern, die einen sind an den Vorführungen und an den Inhalten der Filme interessiert, die anderen mehr an der Technik.“ Natürliche gebe es auch Überschneidungen, doch er selbst sei eher an den Filmen interessiert. „Nils ist unser Technikgenie.“

Nils Thöniessen hat seine wahre Freude an dem neuen digitalen Projektor, den die Hochschulgruppe für um die ungefähr 65.000 Euro angeschafft hat. Damit ist der Studentische Filmkreis endlich modern ausgestattet. Gerade rechtzeitig: „Im letzten Jahr war die Filmbestellung schwierig, die meisten Filme sind nur noch digital verfügbar“, erklärt Nils. „Bezahlt haben wir das von den Einnahmen aus den Vorführungen und durch Förderungsgelder“, erzählt er. Die Aktiven des Filmkreises hantieren mit großen Summen und deshalb müsse ein Vertrauensverhältnis unter den Mitgliedern herrschen.

Teil der Hoschulgruppe werden

Mitmachen geht schnell: „Einfach vor einem Film etwas früher kommen und uns ansprechen, wirklich jeder kann abends mithelfen“, sagt Christoph. Bewährt man sich als Dunstkreisler, zeigt Interesse und Engagement, so könne man auch mehr machen und ein aktives Mitglied werden.

Die Aktiven kümmern sich neben den Abendveranstaltungen auch um Programmzusammensetzung und Technik. In nächtelangen Sitzungen wird um die perfekte Filmauswahl gerungen. „Eine unserer großen Aufgaben ist es ja, den Zuschauern das internationale Filmschaffen näher zu bringen“, sagt Nils. Deshalb bieten sie ein möglichst breit gefächertes Programm – von Blockbustern bis hin zu Klassikern.

„Manche Filme floppen, letztens hatten wir weniger als acht Zuschauer“, meint er. „Das Risiko nehmen wir aber bewusst in Kauf: Wir zeigen sowohl Filme, die nirgends sonst gezeigt werden, als auch solche, die Publikum ziehen“, erklärt Angela. Und auf diese Weise holen die Organisatoren verlorenes Geld wieder ein: „Manchmal ist das Audimax mit mehr als 500 Zuschauern so gut wie voll, damit machen wir Gewinn und können vieles wieder finanzieren“, sagt Christoph.

Jeder kann Filmvorschläge einreichen

Denn neben der großen, einmaligen Investition in den digitalen Projektor, kostet jeder Film im Verleih Gebühren. „Die Preise liegen zwischen 60 und 300 Euro – je nach Filmverleiher, Erfolg und Eintrittspreis“, sagt Nils. Doch neben Klassikern und Blockbustern zeigt der Filmkreis auch Kurzfilme. „Das machen wir vor jedem Film. Es ist uns wichtig, auch den Kurzfilm zu fördern“, meint Christoph. Einmal im Jahr lädt der Filmkreis zum Kurzfilmabend „Jung und Frisch“ ein, an dem sie eine Auswahl eingereichter Filme zeigen. Der beste unter ihnen wird dann vom Publikum gekürt.

Eintritt zu den Vorführungen des Studentischen Filmkreises haben Filmliebhaber – auch Nicht-Studierende – ab 16 Jahren. Und Filmvorschläge sind erwünscht: „Über Facebook oder die Internetseite kann jeder Wünsche für das nächste Semester äußern“, sagt Angela.

kc

Website des Studentischen Filmkreises e.V.