140 Jahre TU Darmstadt

Projekt „140 Jahre TU Darmstadt (1877-2017)“

Die TU Darmstadt kann im Oktober 2017 auf ihr 140jähriges Bestehen zurückblicken. Das Präsidium nimmt dies zum Anlass, sich der Geschichte der Universität in einem Sammelband zu widmen. Für das Publikationsvorhaben konnten zahlreiche kompetente Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Fachbereichen der Universität sowie Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland gewonnen werden.

Das Konzept: Die 1970er als Epochenschwelle

Mit der Publikation soll keineswegs ein weiterer Sammelband traditionellen Charakters vorgelegt werden, sondern es wird – ausgehend vom aktuellen Stand der geschichtswissenschaftlichen Forschung – ein innovatives Konzept verfolgt. Die Geschichtswissenschaft ist dabei, in den 1970er Jahren eine Epochenschwelle zu sehen, seit der sich (mindestens) die westliche Welt auf wirtschaftlichem, technischem demographischem und kulturellem Gebiet radikal verändert.

Die Wissenschaft bleibt davon natürlich nicht unberührt. Entsprechend sind in diesem Sammelband die Gewichte verteilt, ihr Schwerpunkt liegt auf den letzten 40 bis 50 Jahren. Die Autorinnen und Autoren erzählen deshalb keine sich über die gesamte Zeit erstreckende, lineare Institutionengeschichte, sondern greifen die für die jüngste Zeit relevanten Themen auf.

Der Aufbau

Der Sammelband gliedert sich in vier Teile. Ein erster Abschnitt widmet sich, zusammenfassend und die größeren Zusammenhänge aufzeigend, den ersten hundert Jahren der TH-Geschichte.

In den zwei folgenden Abschnitten stehen unter dem Schlagwort der „Gegenwarten“ die Zäsur in den 1970er Jahren und ihre Wirkungen im Vordergrund. Zunächst gilt das Interesse dem Epochenbruch an den Universitäten und Hochschulen.

Diesem Umbruch nähern sich die Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Richtungen: So kommen allgemeine Entwicklungen und die bundesrepublikanische Wissenschaftslandschaft in den Blick. Außerdem werden hochschulpolitische- und wissenschaftspolitische Rahmenbedingungen näher beleuchtet und zuletzt die Studienordnungen im Hinblick auf ihre abnehmende Halbwertszeit untersucht.

Im nächsten Abschnitt steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit sich die Epochenschwelle in den Darmstädter Entwicklungen widerspiegelt. Dazu wird die Emanzipation der Geistes- und Sozialwissenschaften an der TU Darmstadt nachgezeichnet und neben den die TU langfristig prägenden Fächern die Erweiterung des technischen und naturwissenschaftlichen Fächersystems näher betrachtet. Das sich im Laufe der Zeit wechselnde Fächerspektrum findet weiter durch ein Kapitel zu „Fächern, die es nicht mehr gibt“ Eingang in die Publikation.

Auch strukturelle Prozesse bleiben nicht ausgeklammert: So spielen die Entwicklung vom Rektorat zum Präsidium und das Thema der Demokratisierung der TU Darmstadt eine Rolle. Die Analyse der Situation von Studierenden sowie von Frauen an der TU Darmstadt über die Zäsur der 1970er Jahre hinweg vervollständigt diesen Teil der Darstellung.

In einem abschließenden Abschnitt widmet sich der Sammelband dem „Darmstädter Kontext“. Hier kommt das Zusammenspiel der TH/TU Darmstadt mit ihrem Umfeld in den Fokus. Jeweils eigene Kapitel beleuchten die Beziehung der Universität zur Stadt, zur Industrie in der Region und zu wichtigen außeruniversitären Forschungsinstituten.

Die Bearbeiter / das Projektteam:

Der Kanzler der TU Darmstadt Dr. Manfred Efinger

Die Professoren des Instituts für Geschichte Christof Dipper und Dieter Schott

Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin und persönliche Referentin des Kanzlers Dr. Isabel Schmidt

Die Studentische Hilfskraft Matthias Kerekes