Archiv Aktuelles Details breit

17.12.2014

Weihnachtsgruß des Präsidenten

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Studierende der TU Darmstadt,

die Universität lebt von Dynamik und dem Erproben von Neuem, sie zeichnet sich aus durch Gestaltungswillen und bewährte, verlässliche Arbeit – all das beschreibt Ihre persönlichen Leistungen. Am Ende dieses einmal mehr sehr ereignisreichen Jahres sollten wir inne halten und auf das Erreichte zurückschauen.

Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel. Bild: Katrin Binner
Professor Dr. Hans Jürgen Prömel. Bild: Katrin Binner

Aktuell hat die Technische Universität Darmstadt so viele Mitglieder wie noch nie. 4.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt sie nunmehr. Und sie hat die erneut gestiegene Nachfrage nach Studienplätzen – rund 26.800 Studierende setzen ihr Vertrauen in unsere Universität – in beeindruckender Weise gemeistert.

In meinen Rückblick möchte ich nur einige Aspekte einbeziehen: Auch in diesem Jahr war das Thema Qualitätsmanagement wieder ein wichtiges für die Universität. Die Bereitschaft und Aufgeschlossenheit der Verwaltung, sich ähnlich wie die Fachbereiche einer Evaluation zu unterziehen und damit ein Experiment zu wagen, hat sich voll ausgezahlt: Die Ergebnisse haben gezeigt, dass in der täglichen Arbeit hohe Qualitätsstandards erfüllt werden. Diese weiterzuentwickeln und dafür auch neue Team-Strukturen zu etablieren, ist eine herausfordernde wie reizvolle Aufgabe. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass die Beschäftigten der Verwaltung und zentralen Einrichtungen den arbeitsintensiven Veränderungsprozess mittragen, der durch die in 2014 getroffene Zielvereinbarung des Präsidiums vorgezeichnet ist.

Ich sehe außerdem, dass wir mit der Internationalisierungsstrategie gut vorankommen. Unser Verbindungsbüro an der Tongji-Universität in Shanghai festigt gewachsene und knüpft neue tragfähige Beziehungen, die Austauschprogrammen und spannenden wissenschaftlichen Projekten zugutekommen. Und in diesem Jahr sind zwei Partnerschaften mit großer Tradition und engen persönlichen Beziehungen wieder verstärkt in den Mittelpunkt gerückt: Mit den Universitäten in Bukarest und St. Petersburg konnten wir gemeinsam Jubiläen langjähriger Zusammenarbeit feiern und weitere Projekte vereinbaren.

Auch in der Universität gab es zwei wichtige Jubiläen: Das Büro der Frauenbeauftragten leistet seit 20 Jahren vorbildliche Gleichstellungsarbeit, das inzwischen gut etablierte Forum interdisziplinäre Forschung schaut das fünf Jahre erfolgreiche Arbeit zurück.

Die bauliche Entwicklung von dringend notwendiger Infrastruktur setzte sich auch in diesem Jahr fort: Dieser Tage fand das Richtfest für einen wichtigen Erweiterungsbau des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik statt – der Standort zwischen Hochspannungshalle und darmstadtium ist ideal. Die zentralen Werkstätten haben ein attraktives Domizil in der generalsanierten Wasserbauhalle gefunden. Endlich hat auch der Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ein neues und gestalterisch sehr ansprechendes Lernzentrum. Und auf der Lichtwiese entlastet das neue Parkhaus an der Franziska-Braun-Straße deutlich die Verkehrssituation.

Mit großer Genugtuung sehe ich, dass die Beziehungen der Universität zur städtischen Politik und den Bürgerinnen und Bürgern der Wissenschaftsstadt Darmstadt immer enger und atmosphärisch offener, neugieriger, unbefangener werden. Die Verankerung der Universität in der Stadt ist deutlich sichtbar – die große Beteiligung an den Spendenaktionen zur Wiederherrichtung des Schlossgrabens als öffentlicher Garten ist für mich ein Beleg. Genauso wie die Resonanz auf die gemeinsam mit der Stadt und der Firma Merck getragene Veranstaltungsreihe „DA stimmt die Chemie“.

Ein weiterer Aspekt ist mir wichtig: Dass die Präsidentschaft des Verbundes TU9 derzeit bei der TU Darmstadt liegt, bietet zusätzliche Chancen zur hochschulpolitischen Mitgestaltung: Wir greifen aktiv ein in Debatten über das (noch existierende) Bund-Länder-Kooperationsverbot, über Verbesserungen des Bologna-Prozesses, über Kooperationsformen mit Fachhochschulen bezüglich des Promotionsrechts und natürlich über die langfristige und endlich ausreichende Grundfinanzierung der Hochschulen durch die Länder und den Bund.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Leistungen und Ihr Engagement – in Hörsälen und Seminarräumen, in der Bibliothek und in Lernzentren, in den Büros, Laboren und Werkstätten –, die den Fortschritt der TU im zu Ende gehenden Jahr ermöglicht haben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien erholsame Festtage sowie Gesundheit, Freude und Erfolg im nächsten Jahr.

Hans Jürgen Prömel
Präsident der TU Darmstadt

zur Liste