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20.11.2015

Autonomie aktueller denn je

Interview mit TU-Präsident Hans Jürgen Prömel / Symposium am Montag

In einem Interview mit dem Darmstädter Echo anlässlich des seit dem Jahr 2005 bestehenden Autonomie-Status der TU Darmstadt hat TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel den Entwicklungsprozess als eigenverantwortlich handelnde Universität nachgezeichnet: “Autonomie muss man wollen und können”, sagte Prömel. “Die TU hat es gewollt und war selbstbewusst genug”.

Kittler Student Center am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik. Bild: Katrin Binner
Dank der Bauautonomie konnten unter anderem mehrere neue Lernzentren geschaffen werden. Bild: Katrin Binner

Drei Ebenen der Umsetzung der Autonomie an der TU Darmstadt hob Prömel hervor – die Governance-Struktur, den Aufbau von erweiterten Kompetenz-Strukturen etwa im Baudezernat oder im internen Qualitätsmanagement sowie als “wichtigste Ebene den Mentalitätswandel, eine Kultur der Ermöglichung”, so Prömel. “Wir sind selbst verantwortlich und können nicht auf Dinge schimpfen, die nicht funktionieren.”

Das vollständige Interview lesen Sie auf den Seiten des Darmstädter Echo.

Hochkarätig besetztes Symposium

Anlässlich „10 Jahre Autonomie“ lädt die TU Darmstadt am 23. November 2015 ab 18.00 Uhr im Alten Maschinenhaus, Magdalenenstraße 12, zu einem hochkarätig besetztem Symposium ein – „Wissenschaftspolitik und Hochschulautonomie – ziemlich beste Freunde?“ So lautet der Titel des Symposiums mit prominenten Verantwortlichen aus Politik und Wissenschaft, die über Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen der Hochschulautonomie diskutieren.

"Wissenschaftspolitik und Hochschulautonomie – ziemlich beste Freunde?“

Symposium anlässlich 10 Jahre Autonomie der TU Darmstadt

Am Montag, 23. November 2015 ab 18.00 Uhr
im Historischen Maschinenhaus, Gebäude S1|05, Magdalenenstraße 12, 64289 Darmstadt

Das Symposium ist auch ein Beitrag zur aktuellen politischen Debatte um den Stellenwert der Hochschulautonomie, etwa vor dem Hintergrund des neuen „Hochschulzukunftsgesetz“ in Nordrhein-Westfalen und der Wiedereinführung der Fachaufsicht des Ministeriums über die Hochschulen.

TU-Präsident Professor Prömel wird zu Zielen und Erfahrungen aus zehn Jahren der Autonomie der TU Darmstadt sprechen. Roland Koch, Hessischer Ministerpräsident a. D., blickt zurück auf die Diskussion und Verabschiedung des TUD-Gesetzes im Hessischen Landtag im Jahr 2004.

Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, wird die Entwicklung der Hochschulautonomie in Deutschland und Europa skizzieren und einordnen. An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen teil: Professor Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz; Ingmar Jung, Hessischer Staatssekretär für Wissenschaft und Kunst; Professorin Sabine Kunst, Brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, sowie Professor Georg Winckler, ehemaliger Präsident der Universität Wien und der European University Association.

In dem Symposium soll es um folgende Fragen gehen: Was kann durch Autonomie bewegt und erreicht werden? Welche Erfahrungen sammeln Wissenschaftspolitik und Hochschulleitungen? Wie sind die Zeichen zu deuten, dass aktuell die Wissenschaftspolitik vielerorts wieder die Hochschulautonomie beschneidet? Wie steht es um das Vertrauen in Leistungsfähigkeit durch Eigenverantwortung? Welche Rahmenkompetenz muss die Politik beanspruchen, unter welchen Legitimationszwängen steht sie?

Was können Hochschulen und Politik tun, um den steigenden gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich Leistung und Transparenz von Wissenschaft gerecht zu werden? Wie können Wissenschaftsministerien ihre Aufgaben unter den Bedingungen der Hochschulautonomie neu finden? Und wie stellen sich die Entwicklungen in Deutschland im internationalen Vergleich dar?

Schließlich: Wie schaffen eigenverantwortliche Hochschulen es, sich als lernende Organisationen weiterzuentwickeln und langfristig die gesetzlich verbriefte Autonome mit „gelebter“ interner Autonomie zu verknüpfen?

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