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29.02.2016

Neue Köpfe im Hochschulrat

Zwei neue Persönlichkeiten in das TU-Gremium berufen

Seit dem 1. März ergänzen Frau Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus und Herr Professor Dr. Wolfgang Wahlster den zehnköpfigen Hochschulrat der TU Darmstadt.

karo 5, das Eingangsgebäude der TU Darmstadt. Bild: Alex Becker
Der Hochschulrat an der TU Darmstadt hat Initiativrechte zu grundsätzlichen Angelegenheiten und übt Kontrollfunktionen aus. Bild: Alex Becker

Im Februar endeten die Amtszeiten von Herrn Professor Winckler und Herrn Professor Ertl im Hochschulrat der TU Darmstadt. Beide Wissenschaftler haben die Universität acht Jahre lang beratend begleitet. Hochschulrat und Präsidium haben sich im Dezember 2015 mit Dank von ihnen verabschiedet.

Bereits im Frühsommer 2015 hat eine kleine Arbeitsgruppe des Senats unter Leitung des Präsidenten für den freiwerdenden Sitz im Hochschulrat, für den die TU Darmstadt Vorschlagsrecht hat, eine Liste hochkarätiger Wissenschaftler/innen erstellt. In enger Absprache mit Herrn Staatsminister Rhein, der für die Benennung der zweiten Person verantwortlich ist, konnten Frau Professorin Katharina Kohse-Höinghaus und Herr Professor Wolfgang Wahlster gewonnen werden.

Frau Kohse-Höinghaus ist Chemie-Professorin an der Universität Bielefeld mit einem starken Bezug zum Maschinenbau. Sie hat als Vizepräsidentin ihrer Universität Erfahrung im Führen von Universitäten erworben und ist international in wissenschaftlichen Gremien vertreten.

Herr Professor Wahlster ist Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes und Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Der TU Darmstadt ist er schon lange verbunden, nicht zuletzt durch eine Ehrendoktorwürde, die ihm 2001 verliehen wurde.

Der Hochschulrat wird durch diese beiden Persönlichkeiten, die seit dem 1. März 2016 im Amt sind, hervorragend ergänzt.

Mit dem erreichten Frauenanteil von 50 % sticht die TU Darmstadt bundesweit heraus und sendet damit ein starkes Signal nach innen und außen.

Porträt von Katharina Kohse-Höinghaus. Bild: Norma Langohr, Universität Bielefeld
Bild: Norma Langohr, Universität Bielefeld

Frau Professor Dr. Katharina Kohse-Höinghaus, Jahrgang 1951, studierte Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie 1978 promovierte. Anschließend war sie für mehr als 10 Jahre am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart tätig. Nach Gastaufenthalten an der Stanford University und am SRI International, USA, habilitierte sie sich 1992 im Fach Energietechnik an der Universität Stuttgart. Ein Heisenberg-Stipendium der DFG ermöglichte ihr u.a. Forschungsaufenthalte in Frankreich. Seit 1994 ist sie Lehrstuhlinhaberin für

Physikalische Chemie an der Universität Bielefeld mit Forschungsschwerpunkten im Bereich der Verbrennungschemie und -diagnostik.

Ferner nahm sie Gastprofessuren in China, Dänemark und Saudi-Arabien wahr. Frau Kohse-Höinghaus hat sich an der eigenen Universität (Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Mitglied des Hochschulrates) sowie in etlichen Wissenschaftsorganisationen engagiert, so z.B. in den Senaten der DFG und der Helmholtz-Gemeinschaft sowie im International Advisory Board und Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung.

2007-2008 war sie Präsidentin der Deutschen Bunsen-Gesellschaft. Für ihre Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung zeichnete der Bundespräsident sie 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus.

Frau Kohse-Höinghaus ist Präsidentin des internationalen Fachverbandes der Verbrennungsforschung, The Combustion Institute, und Mitglied des Wissenschaftsrates; sie ist außerdem Mitglied der Leopoldina, der Acatech und der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Portraät von Wolfgang Wahlster. Bild: Jim Rakete
Bild: Jim Rakete

Herr Professor Dr. Wolfgang Wahlster, Jahrgang 1953, studierte Informatik an der Universität Hamburg und wurde dort 1981 zum Dr. rer.nat. promoviert. Er hält einen Lehrstuhl an der Universität des Saarlandes, Fachrichtung Informatik, wo er auf den Gebieten der Künstlichen Intelligenz und der Computerlinguistik lehrt und forscht.

Er ist Vorsitzender der Geschäftsführung und technisch-wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen und Berlin. Er ist Mitglied der

Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur, der Leopoldina, Acatech, der BBAW und der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften.

2001 wurde er mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Als Mitglied der Forschungsunion der Bundesregierung hat er drei Zukunftsprojekte wie Industrie 4.0 im Bereich IT konzipiert. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und wurde mit drei Ehrendoktorwürden ausgezeichnet, eine davon im Jahr 2001 von der TU Darmstadt.

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