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20.06.2016

Brücken zur und in der Universität

TU berichtet im Wissenschaftsausschuss des Landtags über ihre Entwicklung

„Übergänge im Studium gestalten und das markante Forschungsprofil weiterentwickeln“ – diese Themen standen im Fokus des diesjährigen Berichts des TU-Präsidenten Professor Hans Jürgen Prömel und der Vorsitzenden des Hochschulrats, Professorin Heidi Wunderli-Allenspach, im Wissenschaftsausschuss des Hessischen Landtags.

Übergänge für Studierende gestalten - eines der Themen, die beim diesjährigen Bericht im Fokus standen. Bild: Chris Hartung
Übergänge für Studierende gestalten – eines der Themen, die beim diesjährigen Bericht im Fokus standen. Bild: Chris Hartung

Ein reibungsloser Studienstart an der Universität sowie nahtlose Übergänge zwischen Bachelor- und Masterstudiengängen sind der TU Darmstadt wichtig. „Deshalb arbeitet die Universität im Rahmen der kürzlich bewilligten Fortsetzung ihres Projekts „KIVA“ im Qualitätspakt Lehre daran, Schülerinnen und Schüler noch besser bei der Studienwahl und ihrem Studienstart zu unterstützen“, hob Präsident Prömel vor den Abgeordneten hervor.

Für den Übergang von der Bachelor- zur Masterphase stelle die TU deutlich mehr Masteranfängerplätze zur Verfügung, als sie selbst Bachelorabgänger habe. Die TU, so Prömel, ziehe in erheblichem Umfang qualifizierte Masteranfängerinnen und -anfänger sowohl von anderen deutschen Hochschulen als auch aus dem Ausland an. Offensichtlich komme ihr Profil als Universität mit einem besonderen Fokus auf den Masterbereich gut an.

In der Forschung, so berichtete der Präsident, habe die TU im vergangenen Jahr sechs Profilbereiche definiert. Die TU wolle damit international hoch sichtbar sein und sei erfolgreich bei der Einwerbung von Verbundprojekten. Prömel betonte, dass die Profilbildung in der Forschung mit einer ausreichenden Diversität der Disziplinen an der TU einhergehen müsse. Die Profilbereiche wie auch viele Verbundprojekte der TU seien interdisziplinär und würden von Ingenieur-, Natur- wie Geistes- und Sozialwissenschaften getragen. Beispielhaft stehe hier die Beteiligung der TU Darmstadt an den Kopernikus-Projekten des Bundes zur Energiewende.

Planungen zu Tenure-Track-Professuren

Auf großes Interesse der Parlamentarier stießen die Planungen der TU Darmstadt zu Tenure-Track-Professuren. Prömel betonte, die jüngsten gesetzlichen Änderungen in Hessen böten attraktive Möglichkeiten zur Ausgestaltung solcher Professuren. Zugleich wolle die TU weiterhin auch Nachwuchsprofessuren ohne Tenure Track anbieten. Die Hochschulrats-Vorsitzende Wunderli-Allenspach berichtete von den langjährigen Erfahrungen an der ETH Zürich mit diesen Instrumenten. Sie unterstrich, dass es richtig sei, dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine faire Bewährungschance zu geben; aber es müsse auch klar sein, dass der Übergang in eine Professur auf Dauer eine echte Hürde darstelle. Nur so sei die Qualität auf diesem Rekrutierungsweg zu sichern.

Wunderli-Allenspach berichtete zudem über neue Entwicklungen im Hochschulrat und stellte die neuen Mitglieder vor. Mit Blick auf das laufende Verfahren der Systemakkreditierung beschied Wunderli-Allenspach der der TU Darmstadt eine bereits sehr gut funktionierende Qualitätssicherung. Die Zielvereinbarungen, die Ergebnis der Institutionellen Evaluation seien, stellten eines der zentralen strategischen Steuerungsinstrumente dar. Den nunmehr mit der Systemakkreditierung eingeschlagenen Weg einer integrierten Betrachtung von Forschung und Lehre sei – auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Schweiz – konsequent.

Hintergrund

Im Rahmen des TU Darmstadt-Gesetzes, das die Autonomie der Universität im Detail beschreibt, berichten der TU-Präsident und die Vorsitzende des Hochschulrats dem Landtagsausschuss einmal jährlich über aktuelle Entwicklungen an der Technischen Universität.

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