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29.05.2013

Auszeichnung für Forschung zur gerichteten Evolution

Frances Arnold ist Preisträgerin der Emanuel-Merck-Vorlesung 2013

Frances Arnold, Professorin am California Institute of Technology in Pasadena (USA), ist die diesjährige Preisträgerin der Emanuel-Merck-Vorlesung. Die 57jährige Wissenschaftlerin gilt weltweit als anerkannte Koryphäe auf dem Gebiet der gerichteten Evolution und wurde bereits mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet.

Prof. Dr. Frances Arnold hält einen Vortrag. Bild: Jan Ehlers
Prof. Dr. Frances Arnold. Bild: Jan Ehlers

Arnold erlangte 1979 an der Princeton University, New Jersey (USA), ihren Bachelor of Science und promovierte 1985 in Chemical Engineering an der University of California, Berkeley. Seit 1986 forscht und lehrt sie am California Institute of Technology (Caltech).

Anlässlich der Auszeichnung hielt Arnold Vorträge an der TU Darmstadt sowie bei der Merck KGaA. Höhepunkt war der öffentliche Festvortrag im Kekulé-Hörsaal auf dem Campus Lichtwiese, bei dem Arnold der mit 10.000 Euro dotierte Preis verliehen wurde. Anschließend hielt die Preisträgerin einen Vortrag über „Design by Evolution: Rewriting the Code of Life“.

Mit Hilfe der Evolution neue Musik komponieren

Eindrücke vom Festvortrag [klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das erste Bild]
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Eindrücke vom Festvortrag [klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das erste Bild]

„Der Code des Lebens ist vergleichbar mit einer Beethoven-Symphonie. Wir haben noch nicht verstanden, wie man solche Musik komponiert, aber die Evolution kann das sehr gut. Ich selbst bin immer noch dabei, zu lernen, mit Hilfe der Evolution neue Musik zu komponieren“, sagte Frances Arnold 2011 anlässlich der Verleihung des Draper Preises (oft als Nobelpreis für Ingenieure bezeichnet) für ihre Arbeiten mit Hilfe der gerichteten Evolution zur Erzeugung von Biobrennstoffen.

Gerichtete Evolution (engl. directed evolution) bezeichnet die Veränderung und Optimierung von Proteinen, Enzymen und Nukleinsäuren auf evolutionärem Wege im Labor (d.h. in vitro). Man nutzt so genannte zufallsbasierte Mutagenese und wählt und identifiziert danach die erzielten Verbesserungen aus. Die gerichtete Evolution wird vor allem in der Biokatalyse und der weißen Biotechnologie zunehmend angewandt, um die Eignung von Enzymen für industrielle Anwendungen zu verbessern.

Emanuel-Merck-Vorlesung seit 20 Jahren

Die TU Darmstadt und die Merck KGaA zeichnen mit dieser Vorlesung seit 20 Jahren weltweit angesehene Naturwissenschaftler aus, die exzellente Beiträge zur chemischen und pharmazeutischen Forschung geleistet haben. Über Auswahl und Preisträger entscheidet der Fachbereich Chemie der TU Darmstadt. Der Preis wurde 1992 gestiftet und seit 1993 nun bereits zwölf Mal vergeben.

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