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18.12.2013

Partnerschaft zum Thema Deutsch als Zweitsprache

TU Darmstadt und Stadtteilschule Arheilgen unterzeichnen Kooperationsurkunde

Die TU Darmstadt und die Stadtteilschule Arheilgen haben eine Bildungspartnerschaft für Schule, Bildung und Beruf geschlossen. Im Mittelpunkt der Kooperation steht das Thema „Deutsch als Zweitsprache“.

Bildungspartnerschaft zwischen TU Darmstadt und Stadtteilschule Arheiligen: TU-Vizepräsident Christoph Motzko, TU-Präsident Hans Jürgen Prömel, Prof. Britta Hufeisen, Heike Woydt, Jürgen Sukop, Dr. Claudia Breuer (v.l.n.r.). Bild: Silke Paradowski
Bildungspartnerschaft zwischen TU Darmstadt und Stadtteilschule Arheiligen: TU-Vizepräsident Christoph Motzko, TU-Präsident Hans Jürgen Prömel, Prof. Britta Hufeisen, Heike Woydt, Jürgen Sukop, Dr. Claudia Breuer (v.l.n.r.). Bild: Silke Paradowski

Mitte Dezember haben der Präsident der Technischen Universität Darmstadt, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, der Leiter der Stadtteilschule Arheilgen, Studiendirektor Jürgen Sukop, der TU-Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Christoph Motzko, und Heike Woydt, Intensivklassenlehrerin für Deutsch als Zweitsprache (DaZ), die Urkunde zur Besiegelung der Bildungspartnerschaft für Schule, Bildung und Beruf zwischen der TU Darmstadt und der Stadtteilschule Arheilgen unterschrieben.

Diese zweite Partnerschaft zu dem Thema „Deutsch als Zweitsprache“ verhalte sich komplementär zum Thema MINT, wie Dr. Claudia Breuer betont, die die Initiative von Seiten des Dezernats II begleitet hatte. Im Bereich der MINT-Fächer gibt es bereits eine Bildungspartnerschaft zwischen der Edith-Stein-Schule und der Technischen Universität.

DaZ ist ein Querschnittsthema, das sich durch alle Fächer zieht. Es geht auch darum, Jugendliche, für die Deutsch Zweitsprache ist, so fit zu machen, dass sie erfolgreich ein Studium etwa an der TU Darmstadt absolvieren können. Die Förderung der DaZ-Jugendlichen ist insbesondere im bildungssprachlichen Bereich der MINT-Fächer notwendig: Hier werden nicht die Inhalte vereinfacht, sondern zunächst die sprachliche und fachsprachliche Komplexität reduziert. Damit werden die förderbedürftigen DaZ-Jugendlichen überhaupt in die Lage versetzt zu verstehen, was sie beispielsweise rechnen sollen.

Wissenschaftliche Begleitung für gemeinsame Projekte

Schulleiter Sukop und DaZ-Intensivklassenlehrerin Woydt erwarten von der Kooperation mit dem Fachgebiet Sprachwissenschaft-Mehrsprachigkeit der TU Impulse für die eigene Arbeit und wissenschaftliche Begleitung für ihre gemeinsamen Projekte. Dazu gehören der Ausbau des SchreibCenters an der Stadtteilschule Arheilgen mit einer Schreibberatung von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schüler oder der Aufbau eines „Bili-Zweiges“, der Quereinsteigern mit der Brückensprache Englisch einen guten Einstieg in das deutsche Schulwesen ermöglicht.

Die Universität profitiert in besonderem Maße von der Kooperation, da sie ein herausforderndes Forschungsfeld vorfindet und Studierende zur Hospitation, zur Schreibberatung und zur eigenen Praxiserkundung schicken kann. Die Weiterentwicklung des Konzeptes DaZ-Intensivklasse liegt besonders Prof. Dr. Britta Hufeisen und ihrem Team am Herzen: Sie wird durch zahlreiche Masterarbeiten und Dissertationen begleitet. Langfristig solle die Initiative auch Folgen für die Lehrerausbildung haben, so Hufeisen: Alle Lehramtsstudierende sollten etwas über die Perspektive DaZ für ihre jeweiligen Fächer erfahren.

Vizepräsident Motzko, der von Seiten des Präsidiums die Partnerschaft mit vorbereitet hat, hält die Kooperation auch aus bildungspolitischer und strategischer Sicht für wichtig: Sie ergänze im sprachlichen Teilbereich die Internationalisierungsstrategie der TU Darmstadt und lege die Basis für die sprachenbasierte MINT-Förderung der DaZ-Jugendlichen.

Zum Thema:

Fachgebiet Sprachwissenschaft – Mehrsprachigkeit an der TU Darmstadt

Stadtteilschule Arheilgen

Britta Hufeisen / sip

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