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18.12.2013

Adieu mit einem Schuss Melancholie

Würdigungen für drei Vizepräsidenten

Mit einer Feierstunde voller sehr persönlicher Momente sind die Vizepräsidentin Petra Gehring sowie die Vizepräsidenten Christoph Motzko und Holger Hanselka aus ihrem Amt verabschiedet worden.

Kanzler Manfred Efinger und Präsident Hans Jürgen Prömel verabschieden die Vizepräsidenten Holger Hanselka, Petra Gehring und Christoph Motzko. Bild: Patrick Bal
Kanzler Manfred Efinger und Präsident Hans Jürgen Prömel verabschieden die Vizepräsidenten Holger Hanselka, Petra Gehring und Christoph Motzko. Bild: Patrick Bal

Präsident Professor Hans Jürgen Prömel kam nur ungern der „traurigen Pflicht“ nach, drei Persönlichkeiten nach drei- beziehungsweise sechsjähriger Amtszeit aus dem Leitungsgremium ziehen zu lassen. Im feierlichen Rahmen vor rund 80 Gästen bekannte Prömel „ein wenig Melancholie“, als er Rückschau hielt auf ein „lebhaftes, kritisches und diskussionsfreudiges Präsidium voller Teamgeist. Wir haben uns nie gescheut, Dinge anzupacken.“ Das Trio habe die „hohe Arbeitsbelastung mit Bravour gemeistert.“

„meinungsfreudig und überzeugungsstark“

Die Philosophie-Professorin Petra Gehring, die seit 2008 die Ressorts Wissenschaftliche Infrastruktur und Interdisziplinarität verantwortete, habe bei der Entwicklung des Hochschulrechenzentrums eine „sehr prägnante Handschrift gezeigt“, so Prömel. Auch die Gründung des Forums interdisziplinäre Forschung könne sie sich als Erfolg anrechnen; den Umzug und die nicht unumstrittene Konzentration der Universitäts- und Landesbibliothek habe sie souverän gesteuert. Im Präsidium habe er Petra Gehring als „Querdenkerin schätzen gelernt, als meinungsfreudig, kampfeslustig und überzeugungsstark. Sie hinterlassen Spuren.“

„Advokat für die Studierenden“

Bauingenieur-Professor Christoph Motzko, seit Juni 2010 mit den Aufgaben Studium und Lehre im Präsidium betraut, habe ein „hochgradig komplexes und anspruchsvolles“ Ressort geführt. „Wie Sie den starken Zuwachs bei der Zahl der Studierenden geräuschlos bewältigt haben, verdient höchsten Respekt“, betonte Prömel. Motzko sei ein „hervorragender Advokat für die Studierenden und gute Studienbedingungen“ gewesen. Der jährliche „Tag der Lehre“ werde als „Kristallisationspunkt weit über Ihre Amtszeit wirken“. Prömel zeichnete das persönliche Bild eines „Gentleman, sachlich, mit unermüdlichem Engagement, immer auf den Punkt.“

„stets optimal vorbereitet, effizient“

Auch für den Maschinenbau-Professor Holger Hanselka, von Januar 2011 bis September 2013 Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer und nun Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, fand Prömel sehr einfühlsame und persönliche Worte. „All die hohen Erwartungen haben Sie stets übererfüllt“. Auch Hanselka hinterlasse eine Liste voller Erfolge: Die Auszeichnung im Wettbewerb „Gründerhochschule“, die „fantastische Entwicklung bei Patenten“, vielfältige Kooperationsformen mit der Wirtschaft wie etwa das DB Schenker Lab. Augenzwinkernd beschrieb Präsident Prömel das Profil Hanselkas: „Manager, stets optimal vorbereitet, effizient. Und der einzige Kaffee-Trinker im Präsidium.“

Sichtlich bewegt dankten die Verabschiedeten: Petra Gehring gab der Universität mit auf den Weg, „Pragmatismus, Einigkeit, Leidenschaft und Veränderungstempo“ beizubehalten, die „Fülle der Verschiedenheit“ und den Autonomie-Status zu pflegen. Holger Hanselka sagte, er sei dankbar, die Chance zur „Mitgestaltung“ gehabt und an „Veränderungen in Prozessen und Strukturen hin zu hoher Verlässlichkeit teilgenommen zu haben. Die Zeit im Präsidium habe er als seine persönlich bisher „steilste Lernkurve“ erlebt.

Christoph Motzko dankte besonders den Studierenden und Studiendekanen „für Ihre Geduld und Ihr konstruktives Arbeiten an der Sache.“ Mit reichlich Understatement zog er Bilanz und sprach von „vorzeigbaren Ergebnissen“.

Drei neue Vizepräsidenten ab 1. Januar 2014

Am 1. Januar 2014 beginnt die Amtszeit der neuen Vizepräsidenten: Professorin Mira Mezini (Wissens- und Technologietransfer), Professor Jürgen Rödel (Forschung, Bibliothek) und Professor Ralph Bruder (erstmals als hauptamtlicher Vizepräsident für Studium, Lehre, wissenschaftlicher Nachwuchs, Lehrerbildung, Hochschulrechenzentrum).

Zum Thema:

Ressorts im Präsidium verteilt (Meldung vom 18.12.2013)

Kontinuität und Wandel in der Leitung der TU Darmstadt (Meldung vom 20.11.2013)

feu

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