Naturwissenschaftlich orientierte Friedensforscher

Naturwissenschaftlich orientierte Friedensforscher

Gipfel des UN Sicherheitsrats zur Nuklearen Abrüstung, New Yor 2009. Bild: UN Photo/Mark Garten
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Gipfel des UN Sicherheitsrats zur Nuklearen Abrüstung, New Yor 2009. Bild: UN Photo/Mark Garten

Naturwissenschaftlich orientierte Friedensforschung in Deutschland hat seit 1988 einen Namen und einen Ort: die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) an der TU Darmstadt.

Wenn die Problematik zivil-militärisch ambivalenter Technologien angegangen, Plutoniumvorräte beseitigt, Rüstung kontrolliert oder die Biowaffenkonvention überprüft werden sollen, greifen Politik und Medien im In- und Ausland auf die Expertise von IANUS zurück. Ein Zeichen der Wertschätzung: Im Jahr 2000 wurde die Gruppe mit dem Göttinger Friedenspreis der Roland Röhl Stiftung ausgezeichnet.

Hinzugetreten ist die Technikfolgenforschung. So wird etwa die mögliche Rolle fortgeschrittener Nukleartechnologie oder die Auswirkung moderner Biotechnologie untersucht. IANUS analysiert die Zwiespältigkeiten des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, den Einfluss von Forschung und Technologie auf Konfliktkonstellationen und erarbeitet Vorschläge für angemessene Gestaltungsmöglichkeiten auf der Basis der Prinzipien Frieden, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortbarkeit.