Harald Rose erhält Wolf-Preis für Physik

17.02.2011

Harald Rose erhält Wolf-Preis für Physik

Hohe Auszeichnung für Durchbruch in der Elektronenmikroskopie

Der TU-Physiker Prof. Dr. Harald Rose, Dr. Maximilian Haider, Absolvent der TU Darmstadt und Gründer der Firma CEOS in Heidelberg, und Prof. Dr. Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich erhalten den diesjährigen Wolf-Preis für Physik. Israels Staatspräsident Shimon Peres wird die mit 100.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung am 29. Mai 2011 im israelischen Parlament, der Knesset, überreichen.

Harald Rose. Bild: TU Darmstadt
Bild: TU Darmstadt

Die Wissenschaftler erhalten den Preis für ihre Verdienste um die Weiterentwicklung der Elektronenmikroskopie: So basiert die neueste Generation kommerzieller Elektronenmikroskope auf ihrem Konzept der „aberrationskorrigierten Elektronenoptik“. Dieses Verfahren wirkt ähnlich einer Brille, die die Sehschärfe verbessert. Derartige Elektronenmikroskope erzielen eine zuvor unerreichte Präzision und machten erstmals einzelne Atome sichtbar. Sie zählen heute zum Schlüsselinstrumentarium der modernen Wissenschaft, ihr Einsatzgebiet reicht von der Materialforschung bis zur Biologie.

Prof. Harald Rose, geboren 1935 in Bremen, hat an der TU Darmstadt studiert und promoviert und war von 1980 bis 2000 Professor am Institut für Angewandte Physik der TU Darmstadt. Seit dem 1. Mai 2010 ist Rose Carl-Zeiss Senior Professor an der Universität Ulm, wo er im Rahmen des SALVE (Sub-Angstroem Low-Voltage Electron microscope)Projekts an der Entwicklung eines neuen Niederspannungs-Elektronenmikroskops arbeitet, das die atomare Struktur biologischer Objekte auflösen kann. Dr. Maximilan Haider, geboren 1950, hat in Kiel und Darmstadt studiert und bei Prof. Rose promoviert. Er ist Gründer und Leiter der Firma CEOS, die aus dem Entwicklungsprojekt hervorgegangen ist. Prof. Dr. Knut Urban, geboren 1941, hat Physik in Stuttgart studiert und ist heute Direktor des Instituts für Mikrostrukturforschung des Forschungszentrums Jülich.

Der Wolf-Preis wird seit 1978 für „Verdienste zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern“ in den Bereichen Physik, Chemie, Landwirtschaft und Medizin sowie Kunst vergeben. In den Naturwissenschaften zählt er nach dem Nobelpreis und in der Mathematik nach der Fields-Medaille zu den renommiertesten Preisen weltweit.

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