Das wird ein HIT

14.03.2011

Das wird ein HIT

Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gründen House of IT

Die hessische Landesregierung und Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft werden in Darmstadt gemeinsam das House of IT (HIT) gründen. Ihre konkreten Pläne haben die Initiatoren heute vorgestellt.

Eröffnung House of IT (HIT) am 14.03.2011. Foto: Andreas Arnold.
v.l.n.r.: Walter Hoffmann, OB Stadt Darmstadt, Dieter Posch, Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG, und Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident TU Darmstadt. Bild: Andreas Arnold

Die Informationstechnologie (IT)-Branche im Rhein-Main-Gebiet wird ihre wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stärken weiter vernetzen. Dazu wird eine Gründungsinitiative aus hessischer Landesregierung, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Software-Unternehmen und IT-Dienstleistern sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt das House of IT (HIT) etablieren. Mittlerweile ist die Satzung des Trägervereins vorbereitet, die Webseite online und die Position des Geschäftsführers bundesweit ausgeschrieben. Mit dem HIT soll ein Ort entstehen, an dem die Partner eng kooperieren und sich vertrauensvoll austauschen. „Als Leuchtturm strahlt das House of IT die Exzellenz des IKT-Standortes Hessen aus und macht die Leistungsfähigkeit dieser Region international sichtbar. Das Land Hessen hat mit dem House of Finance und dem House of Logistics and Mobility (HOLM) ein ganz neues Kapitel in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft aufgeschlagen; mit dem House of IT schreiben wir diese Erfolgsgeschichte konsequent fort“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch. Vor allem für kleine und mittelständische IT-Unternehmen werde das HIT in Zukunft ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für kooperative Forschung, Weiterbildung und Beratung sein.

Das House of IT schafft Innovationen und Arbeitsplätze

Das House of IT wird die Region Frankfurt-Rhein-Main mit dem Schwerpunkt Darmstadt als herausragenden Standort für die IT-Branche national wie international noch bekannter machen. Außerdem möchten die Partner das Gründungs- und Ansiedlungsklima in der Region fördern. Dadurch sollen ausgezeichnete Wissenschaftler, Fachkräfte und Studierende angezogen werden, die Wertschöpfung, Innovationskraft und das Wachstum in der IT-Branche weiter gesteigert werden und neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. Das Gesamtkonzept für das House of IT ruht auf den drei Säulen Forschung/Wissens- und Technologietransfer, Weiterbildung und Lehre sowie Unternehmensgründung und Wachstum.

Forschung/Wissens- und Technologietransfer

IT-Unternehmen und Wissenschaftler aus der informatiknahen Forschung werden im HIT in gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten. Das stellt die Praxisrelevanz der Forschung sicher, treibt den Wissens- und Technologietransfer voran und wird insbesondere den Bedürfnissen kleiner und mittelständischer IT-Unternehmen gerecht. Ziel dieser Aktivitäten ist es, Forschungsergebnisse noch schneller als bisher in Markterfolge umzusetzen. Dazu sollen unter anderem ein Marktplatz für kooperative Forschungsvorhaben sowie ein „Institute for Interdisciplinary Studies on the Future Internet“ aufgebaut werden, das zukunftsrelevante IT-Themen wie Internet-Sicherheit, mobile Kommunikation oder Cloud Computing weniger aus klassisch technologischer, sondern aus einer interdisziplinären Perspektive betrachten wird.

Weiterbildung und Lehre

Das House of IT wird verschiedene Weiterbildungsangebote für IT-Fachkräfte anbieten, die von einzelnen Seminaren über Web-Trainings und Master-Programmen bis hin zu maßgeschneiderten Angeboten für einzelne Firmen reichen. Hier soll IT-Fachkräften Know-how in Bereichen wie General Management/BWL, Recht, Wirtschaftsinformatik, aber auch in aktuellen Themenfeldern der Informatik, wie beispielsweise IT-Sicherheit vermittelt werden.

Unternehmensgründung und Wachstum

Das House of IT hilft neue Ideen zu verwirklichen und erfolgreich zu vermarkten. Dazu beraten die HIT-Mitarbeiter Gründungswillige und junge Unternehmen der IT-Branche und stellen mit Hilfe einer webbasierten Kooperationsplattform hilfreiche Kontakte her.

Über diese eigenen Angebote und Projekte hinaus wird das House of IT bereits bestehende IT-Initiativen und -angebote in der Region bündeln. Zur Schaffung von Synergien wird das HIT in der Darmstädter Mornewegstraße beheimatet sein, wo bereits die Geschäftsstelle des von der Bundesregierung ausgezeichneten „Software-Clusters“ und das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) ihren Sitz haben.

Kleine und mittelständische IT-Unternehmen herzlich willkommen

Die Initiatoren des House of IT sind das Land Hessen, die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Technische Universität Darmstadt, die Hochschule Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt, die Fraunhofer-Institute für Graphische Datenverarbeitung IGD und Sichere Informationstechnologie SIT, die Unternehmen Accenture, Ernst & Young, SAP AG und die Software AG. Internationaler Kooperationspartner ist die Universität IDC Herzliya (Israel). Weitere Kooperationspartner und Mitgliedsunternehmen, insbesondere aus der starken mittelständischen IT-Wirtschaft und der Gründerszene, sollen bald folgen. In der Geschäftsstelle des House of IT entstehen zunächst fünf Arbeitsplätze, dazu wird das HIT projektbezogen weitere Stellen für IT-Fachkräfte und Wissenschaftler einrichten.

Darmstadt und Südhessen: Deutschlands IT-Zentrum

Schon heute gilt Südhessen mit dem Zentrum Darmstadt als Software-Herz Deutschlands. In Hessen sind in der IT-Branche rund 77.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dabei bildet die Software-Industrie mit knapp 4.000 Softwarehäusern einen Schwerpunkt in der IT-Landschaft der Region. Neben den IT-Anbietern existiert in der Rhein-Main-Region eine Vielzahl von Anwendern, für die der Einsatz von IT essenziell ist. Hierzu zählen die Finanzbranche in Frankfurt, die Logistikbranche rund um einen der weltweit größten Verkehrsknotenpunkte sowie die Pharma-/Life-Sciences-Branche, die ebenfalls im Rhein-Main-Gebiet stark konzentriert ist. Hinzu kommen viele kleine und mittelständische Unternehmen sowie IT-Beratungsgesellschaften mit Sitz in der Region. Daraus ergeben sich vielfältige und vielversprechende Möglichkeiten für Kooperationen mit dem House of Finance, dem House of Logistics and Mobility sowie dem geplanten House of Pharma.

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