TU Darmstadt forscht an Smart Spaces

01.07.2011

TU Darmstadt forscht an Smart Spaces

25 Jahre Erfahrung, neue Pläne

Das Fachgebiet Telekooperation von Prof. Max Mühlhäuser feierte das 10-jährige Bestehen und gleichzeitig das 25-jährige Jubiläum der Telekommunikations-Forschung. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch ein Überblick über aktuelle Forschungsthemen gegeben.

TelecooperationSpace. Herkunft Mühlhäuser. Bild: TU Darmstadt
TelecooperationSpace. Bild: TU Darmstadt

Vorgestellt wurden beispielsweise neuartige Methoden zur Verbesserung der Sicherheit und des Vertrauens durch sogenannte Reputationsempfehlungen, Systeme zur Lenkung von Einsatzkräften im Katastrophenfall, sogenannter Smart Products, die über zusätzliche Eigenschaften wie Sprachausgabe oder die Einblendung von Bildern in die Brille verfügen.

Eindrucksvoll war das zusammenrollbare Display, das die Forscher in Ermangelung von Prototypen der Displayhersteller in Form einer rollbaren Leinwand samt Projektor sehr anschaulich nachempfunden haben, um Handhabung und Anwendungsfälle solcher Displays zu erproben. Hier wurde leicht vorstellbar, wie sich mobile Geräte weiterentwickeln könnten.

Max Mühlhäuser im Porträt

Mühlhäuser stand in den 1980er Jahren als Manager dem Campus-nahen Forschungszentrum (CEC) in Karlsruhe vor. Sein Konzept prägte über ein Dutzend ähnliche Einrichtungen weltweit. Der Wissenschaftler leitete Forschungsgruppen u.a. an den Universitäten Kaiserslautern, Karlsruhe und Linz und war als Gastprofessor in USA, Kanada und Frankreich tätig. In der Forschung entwickelten Mühlhäuser und seine Mitarbeiter an der TU Darmstadt Konzepte für vernetzte Alltags-Computer aller Art – vom mit dem Internet verbundenen Kugelschreiber bis zum Handy mit ausrollbarem Bildschirm. Mühlhäusers Bilanz der wissenschaftlichen Nachwuchsarbeit kann sich sehen lassen: Auf der Liste finden sich inzwischen 12 Professoren und 35 Doktoren. Allein in den letzten fünf Jahren hat das Fachgebiet fast fünf Millionen Euro Fördermittel eingeworben.

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