Schlossgrabenbrücke wird abgebaut

27.07.2011

Schlossgrabenbrücke wird abgebaut

Die TU Darmstadt und die Evonik Röhm GmbH beenden ein wissenschaftliches Experiment, in dem der Einsatz von Plexiglas als statisch-konstruktives Bauteil einer in Holz-Kunststoff-Verbundbauweise errichteten Brücke praktisch und unter realen Bedingungen erstmalig getestet wurde. Am Samstag, 30. Juli 2011, wird die Brücke am Darmstädter Schloss nun von 20 bis 24 Uhr abmontiert.

Schlossgrabenbrücke, Ostseite des Darmstädter Resienzschlosses. Die Idee einer „Schlossgrabenbrücke“ basiert auf einem Vorschlag des ehemaligen Präsidenten der TU Darmstadt, Herrn Prof. Dr.-Ing. Wörner in Kooperation mit der Darmstädter Traditionsfirma Röhm GmbH aus Holz und PLEXIGLAS® ein ca. 30 m überspannendes Brückentragwerk erstmals zu realisieren. Die Brücke wurde im Oktober 2007 eingeweiht und nach Abschluss des Projektes Ende Juli 2010 wieder entfernt. Bild: Thomas Ott / TU Darmstadt
Am 30. Juli 2011 wird die Brücke aus Plexiglas am Darmstädter Schloss abgebaut. Bild: Thomas Ott

An den tragenden Kunststoff-Scheiben der Brücke waren in den kalten Wintern der Jahre 2009 und 2010 optisch störende Risse entstanden. Die Rissbildung hat verschiedene Gründe, die Hauptursache ist das temperaturbedingte Zusammenspiel verschiedener Werkstoffe. Die TU Darmstadt und die Evonik Röhm GmbH haben gemeinsam verschiedene Konzepte zur Ertüchtigung der Brücke geprüft und diskutiert. Aus technischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Gründen haben sich die Kooperationspartner im Frühjahr einvernehmlich darauf verständigt, das gemeinsame Experiment zu beenden und von einer Reparatur abzusehen.

Nach dem Abbau und Abtransport wird die im Jahr 2007 eröffnete Schlossgrabenbrücke komplett in ihre Einzelteile zerlegt, um weiterführende Erkenntnisse der Verbundbauweise zu erhalten. Alle eingesetzten Materialen werden nach der abschließenden Untersuchung zu 100 Prozent der Wiederverwertung zugeführt.

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