Eine Wand voll Chemie

26.09.2011

Eine Wand voll Chemie

Graffiti-Kunst verschönert Außenwände des Kekulé-Auditoriums

Seit Ende September werden Studierende des Fachbereichs Chemie mit Graffiti-Kunst zu ihren Vorlesungen begrüßt: Wo zuvor grauer Beton das Erscheinungsbild bestimmte, zieren nun drei farbige Kunstwerke die Hörsaalaußenwände des großen Kekulé Auditoriums.

Graffiti an der Außenwand des Kekulé-Auditoriums. Bild: hilde Diekamp
Die chemische Struktur von Wasser in seinem Übergang von Eis zu Dampf haben die Künstler als Graffiti dargestellt. Bild: Sina Titze / TU Darmstadt

Entstanden sind die Kunstwerke im Rahmen eines vom Fachbereich Chemie ausgeschriebenen Graffiti-Wettbewerbes. An dem Wettbewerb hatten sich neben Darmstädter Künstlern auch mehrere Studierende des Fachbereichs Architektur beteiligt. Hierbei wurden sie mit großem Engagement und viel Expertise von ihrer Mentorin Hilde Diekamp angeleitet und unterstützt. Aus den sehr unterschiedlichen Einreichungen wählte die Jury schließlich zwei Entwürfe der Architekturstudenten aus, die mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro prämiert wurden. In einer Überarbeitungsphase wurden die ausgezeichneten Vorlagen noch zu einem gemeinsamen Entwurf zusammengefasst.

Die siegreichen Studenten Michael Schütz, Ivan Racpan und Jurek Werth hatten nun die Gelegenheit, ihre Ideen in Natura an die Wände zu bringen. Hierzu nutzten sie jede freie Minute und arbeiteten mit Farbe, Spritzpistolen und eigens angefertigten Schablonen bis spät in die Nacht hinein. Denn: Die Kunstwerke mussten rechtzeitig zur geplanten Einweihung am Tag der offenen Tür des Fachbereiches Chemie fertig werden. Unterstützt wurden die jungen Künstler hierbei von der Firma CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz GmbH aus Ober-Ramstadt, die das erforderliche Farbmaterial zur Verfügung stellte sowie der Malerfirma Zimmermann & Sohn aus Darmstadt, die mit einem Arbeitsgerüst aushalf.

Pünktlich zum vorgesehenen Termin konnte der Kanzler der TU, Dr. Manfred Efinger, die „Wand voll Chemie“ dann auch mit einer feierlichen Enthüllung einweihen. Betrachter können hier jetzt die in Farbe und Bildelemente übersetzte Sprache der Chemie bewundern: Zu sehen sind die künstlerische Darstellung von Wasser in verschiedenen Aggregatszuständen, von Formeln verschiedener Farbpigmente und Zement sowie eines Metallkomplex, die allesamt die der Chemie innewohnende Schönheit verdeutlichen.

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