Stefan Roth erhält Adolf-Messer-Preis

24.10.2011

Stefan Roth erhält Adolf-Messer-Preis

Stefan Roth, Juniorprofessor am Fachbereich Informatik, erhält heute für seine Forschung zum Maschinellen Sehen den mit 50.000 Euro dotierten Adolf-Messer-Preis.

Roth, Stephan. Bild: Privat
Bild: Privat

Der Adolf-Messer-Preis ist der höchstdotierte Wissenschaftspreis der Technischen Universität Darmstadt und wird jährlich für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften vergeben.

Juniorprofessor Stefan Roth erhält den Preis für seine Forschung zum Maschinellen Sehen. Der 34-jährige Informatiker nutzt statistische Modelle, um digitale Bilder und Videos zu analysieren und zu rekonstruieren. Beispielsweise werden mit Hilfe seiner Arbeiten Bewegungen in Bildsequenzen von Computern analysiert und erfasst, was es erlaubt, unbewegte Objekte von Menschen, Tieren und anderen bewegten Objekten zu unterscheiden. Praktische Anwendungen ergeben sich unter anderem bei Fahrerassistenzsystemen im Automobilbau.

Mit dem für Forschungsvorhaben zweckgebundenen Preisgeld will Stefan Roth neue Algorithmen entwickeln, um Bildrauschen und Verwacklungen in digitalen Fotografien zu korrigieren. Das zu entwickelnde Verfahren soll dabei zunächst die Eigenschaften der abgebildeten Szene identifizieren und dann spezifische Korrekturen vornehmen.

Roth war 2007 im Alter von nur 30 Jahren direkt im Anschluss an seine Dissertation an der Brown University (Providence, Rhode Island, USA) zum Juniorprofessor im Fachbereich Informatik der TU Darmstadt berufen worden. Der Nachwuchswissenschaftler ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Olympus-Preis 2010 der DAGM.

Adolf Messer gründete 1898 in Höchst am Main die Firma Messer, die sich zu der Zeit mit der Herstellung von Acetylenentwicklern beschäftigte. Das Interesse von Adolf Messer für Acetylenbeleuchtungen war durch Vorlesungen in Darmstadt geweckt worden. Er entwickelte als Student Sicherheitseinrichtungen für Acetylenentwickler, für die er 1902 und 1903 seine ersten Patente erhielt. Heute zählt die Messer Gruppe zu den führenden Industriegase-Unternehmen und ist in 30 Ländern mit mehr als 60 operativen Gesellschaften aktiv. 5.288 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2010 einen konsolidierten Umsatz von 909 Millionen Euro.

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