Carolyn Bertozzi als erste Frau mit der Emanuel-Merck-Vorlesung ausgezeichnet

21.11.2011

Carolyn Bertozzi als erste Frau mit der Emanuel-Merck-Vorlesung ausgezeichnet

Carolyn Bertozzi, 2011 Preisträgerin der Emanuel-Merck-Vorlesung. Bild: Roman Groesser.jpg
Carolyn Bertozzi, 2011 Preisträgerin der Emanuel-Merck-Vorlesung. Bild: Roman Groesser.jpg

Carolyn Bertozzi, Professorin an der Berkeley University of California, ist für ihre Forschungsarbeit im Zusammenhang mit Zuckerketten und deren Bedeutung in Zellen ausgezeichnet worden. Zucker ist Bestandteil der Zellhülle und an vielen biochemischen Prozessen der Zelle beteiligt. Von ihrer Forschung wird ein besseres Verständnis von Krankheiten erwartet. So forscht Bertozzis Labor unter anderem an der Rolle der Zellhüllen-Zucker bei der Tuberkulose.

Mit der Auszeichnung verbunden war eine Vorlesungsreihe im November in Darmstadt, bei der Bertozzi unter anderem über „The Chemistry in Living Systems“ referierte. Die Vorträge fanden an der TU Darmstadt sowie bei der Merck KgaA statt.

Den mit 10.000 Euro dotieren Preis erhält Bertozzi als erste Frau. Bereits 2010 wurde Carolyn Bertozzi erste weibliche Preisträgerin des renommierten, mit 500.000 Dollar Preisgeld verbundenen „Lemelson-MIT“-Preises.

Mit der Emanuel-Merck-Vorlesung zeichnen die Merck KGaA und die TU Darmstadt Persönlichkeiten aus, die besondere Leistungen im Bereich der chemischen und pharmazeutischen Forschung vorweisen können. Der Preisträger wird ausgewählt vom Fachbereich Chemie der TU.

Die bisherigen Preisträger:

  • 2011: Carolyn Bertozzi, University of California, Berkeley, USA
  • 2009: Axel Ullrich, Max Planck Institut für Biochemie, Martinsried
  • 2007: Sir Harold W. Kroto, Florida State University, Tallahassee, USA
  • 2005: George M. Whitesides, Harvard University, Cambridge, USA
  • 2003: Samuel J. Danishefsky, Columbia University, New York, USA
  • 2000: Stuart L. Schreiber, Harvard University, Cambridge, USA
  • 1998: Jean-Pierre Changeux, Institut Pasteur, Paris, Frankreich
  • 1996: Manfred Eigen, Max-Planck-Institut für physikalische Chemie, Göttingen
  • 1995: Jean-Marie Lehn, Collège de France, Paris/University of Strasbourg, Frankreich
  • 1994: Kenneth Wade, University of Durham, Groß-Britannien
  • 1993: Albert Eschenmoser, Eidgenössische Technische Hochschule, Zürich, Schweiz

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