DIPF und TU Darmstadt kooperieren in der Bildungsinformatik

10.02.2012

DIPF und TU Darmstadt kooperieren in der Bildungsinformatik

Professorin Iryna Gurevych an das DIPF berufen

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und die TU Darmstadt werden auf dem Gebiet der Bildungsinformatik zusammenarbeiten. Im Rahmen der Kooperation wurde Professorin Dr. Iryna Gurevych vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt an das DIPF berufen.

Professorin Dr. Iryna Gurevych vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. Bild: Katrin Binner
Professorin Dr. Iryna Gurevych. Bild: Katrin Binner

Hier wird sie insbesondere grundlagenorientierte Forschungsarbeiten im Bereich der Bildungsinformatik leiten. Darüber hinaus vereinbarten die Partner, gemeinsam eine Professur zum Thema „Knowledge Mining and Assessment“ zu besetzen. Der Fokus der Kooperation liegt auf Informatikmethoden für die empirische Bildungsforschung und innovative Bildungsinformation. Dies ergänzt ideal die vom DIPF betriebenen Informationsdienstleistungen und begründet die Erforschung modernster Informatikmethoden. Dazu werden Informatik-nahe Professuren des DIPF im Bereich des Informationsmanagements, der automatischen Sprachverarbeitung sowie der Wissenserschließung und -bewertung mit der TU Darmstadt kooperieren.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken

„Mit Professorin Gurevych konnte eine exzellente Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Wissensverarbeitung gewonnen werden. Die in diesem Bereich entwickelten innovativen Methoden bieten vielerlei Anwendungsmöglichkeiten in den Bildungswissenschaften, beispielsweise im Bildungs-Monitoring. Damit baut das DIPF Forschungskompetenzen für neuartige, IT-gestützte Bildungsforschung und Bildungsinformatik auf und stärkt seine internationale Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Professor Dr. Marc Rittberger, Direktor des DIPF und Leiter des Informationszentrums Bildung am DIPF. „Mit Frau Gurevychs Expertise auf dem Gebiet der automatischen Textanalyse wird es möglich sein, Methoden des Text-Mining zur automatisierten Bewertung computerbasierter Tests einzusetzen“, so Rittberger weiter. „Auch wird der Einsatz von intelligenten Informatik-Methoden helfen, die Erstellung von computerbasierten Assessment-Aufgaben wesentlich effizienter zu gestalten.“

„Die Erschließung des Wissens im Web mithilfe modernster Methoden der Informatik ist ein äußerst vielversprechendes und zukunftsträchtiges Forschungsgebiet. Mit der Kooperation und der gemeinsamen Besetzung der Professur zum Thema „Knowledge Mining and Assessment“ baut die TU Darmstadt ihre hier bereits vorhandenen Kompetenzen weiter aus“, sagt Professor Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt.

Innovative Anwendungen beim Wissensmanagement

Iryna Gurevych engagiert sich seit ihrer Berufung an die TU Darmstadt in Forschung und Lehre auf innovativen Gebieten der Wissensverarbeitung, u.a. auf dem Gebiet der bildungsbezogenen Sprachtechnologie. Als Leiterin einer Emmy-Noether-Forschungsgruppe der DFG gründete sie die Forschungsgruppe „Ubiquitäre Wissensverarbeitung“ (UKP Lab) im Jahr 2007 und wurde 2008 mit einer Lichtenberg-Professur der Volkswagen-Stiftung ausgezeichnet. Das UKP Lab betreibt international kompetitive Forschung zur automatischen Textanalyse im Web und erforscht sehr erfolgreich modernste Methoden des Text-Mining mit ihren innovativen Anwendungen in den Bereichen Wissensmanagement, Digital Humanities, Bildung und IT Sicherheit. 2010 gründete Iryna Gurevych an der TU Darmstadt außerdem die interdisziplinäre Forschungsinitiative „Wissenserschließung im Web“, der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche angehören.

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