Gesamtzufriedenheit: Überdurchschnittlich hoch

14.02.2012

Gesamtzufriedenheit: Überdurchschnittlich hoch

Studienqualitätsmonitor 2011 der HIS

Was bewerten Studierende der TU Darmstadt sehr positiv an ihrer Uni? Vor allem, dass die Teamfähigkeit und Selbstständigkeit gefördert und Wissenstransfer geleistet wird. Dies ist ein zentrales Ergebnis des Studienqualitätsmonitors 2011. 73 Prozent sagen: „Ich studiere gerne hier.“

Quelle: Studienqualitätsmonitor 2011, HIS - Hochschul Informations System GmbH.
Grafik: conclouso / TU Darmstadt
Quelle: Studienqualitätsmonitor 2011, HIS – Hochschul Informations System GmbH. Grafik: TU Darmstadt

Seit 2007 erfassen die HIS Hochschul Informations System GmbH und die Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz jährlich die Zufriedenheit von Studierenden mit den Studienbedingungen an deutschen Hochschulen. Auch an der TU Darmstadt standen im Sommersemester 2011 rund 450 Studierende, überwiegend aus den Ingenieur- und den Naturwissenschaften, den Forschern Rede und Antwort.

Betreuungssituation, Lehrangebot, Studienverlauf, Ausstattung, Beratung und Service: Die Bewertungen in diesen Kategorien sind der Gradmesser für die Studienqualität einer Uni. An der TU Darmstadt ist die Gesamtzufriedenheit der Befragten mit den Studienbedingungen überdurchschnittlich hoch, mit 63 Prozent gegenüber einem Bundesdurchschnitt von 57,9 Prozent. Und 73 Prozent sagen: „Ich studiere gerne hier.“

Die Studierenden loben besonders die Breite und Vielfalt des Lehrangebots und die fachliche Qualität der Veranstaltungen. Lob erfahren auch die dazu gehörigen eLearning-Angebote, der Medieneinsatz sowie die speziellen Betreuungsangebote in der Studieneingangsphase. Das Engagement der Lehrenden bei der Vermittlung der Lehrinhalte und die Betreuung in Tutorien wertschätzen die Studierenden der TU stärker als Studierende an anderen Hochschulen. In allen diesen Punkten hat die TU gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich an Prozenten zugelegt.

Wünsche für die Zukunft

Die TU-Studierenden haben das Gefühl, dass sie auf hohem fachlichen Niveau und mit neuesten technischen Methoden in ihre Fachgebiete eingeführt werden – flankiert von einer guten persönlichen Betreuung, da auch Sprechstunden und Beratung positiv bewertet werden.

Überdurchschnittliche Zufriedenheit herrscht bei den Lernmöglichkeiten: Dank großzügiger Öffnungszeiten können die Studierenden in EDV-Räumen, Computer-Pools und Bibliotheken quasi rund um die Uhr lernen – und der W-LAN-Zugang ermöglicht raumunabhängiges Arbeiten. Auch die Ausstattung von Laboren und EDV-Räumen erhält im Durchschnitt bessere Noten, als im Gegensatz das Mobiliar und der Gesamtzustand der Räume.

Allerdings: So zufrieden die TU-Studierenden mit der Vermittlung des Fachwissens sind, so sehr fehlt ihnen oft der Berufs- und Praxisbezug. Laut Studienqualitätsmonitor wünschen sich die Studierenden mehr Möglichkeiten, im Studium praktische Erfahrungen zu sammeln. Bei der Suche nach Praktikumsplätzen vermissen sie oft Unterstützung. Hier fällt das Urteil schlechter aus als im Bundesdurchschnitt. Kritik üben die Darmstädter auch an den (teilweise zu hohen) Teilnehmerzahlen an den Lehrveranstaltungen – was nicht zuletzt auf Kosten der Diskussionsmöglichkeiten und dem Einüben von kritischem Denken gehe.

Hohe Leistungsanforderungen

Die Leistungsanforderungen an der TU Darmstadt sowie die Bewältigung des Lehrstoffs machen einigen Studierenden zu schaffen – sie werden überdurchschnittlich oft als zu hoch eingeschätzt. Womöglich ist das ein Grund dafür, warum an der TU Darmstadt mehr Studierende ihrer ursprünglichen Zeitplanung hinterher hinken als in Deutschland insgesamt.

Last but not least beeinträchtigen zwei Aspekte das Studentenleben, die nicht im Einflussbereich der Uni liegen: In puncto Mensen und Cafeterien herrscht Unzufriedenheit, vor allem aber mit dem Angebot auf dem Wohnungsmarkt und den Mietkosten. Hier fährt Darmstadt deutlich schlechtere Werte ein als der Bundesdurschschnitt.

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