"Echter Anziehungspunkt für die Darmstädter"

13.03.2012

„Echter Anziehungspunkt für die Darmstädter“

TU Darmstadt macht Schlossgraben wieder zur öffentlichen Grünanlage

Eine Grünanlage für alle Bürger: Die TU Darmstadt wird den Schlossgraben des Darmstädter Residenzschlosses bis 2014 wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Heimatverein Darmstädter Heiner e.V. und der Rotary Club Darmstadt spenden 5.500 Euro für die Umgestaltung.

Historische Ansicht des Darmstädter Residenzschlosses um das Jahr 1870. Das Bild zeigt die Nord-Ostseite des Gebäudes. Bild: Stadtarchiv Darmstadt, Fotosammlung.
Der Schlossgraben beherbergte nach seiner Entwässerung den ersten Botanischen Garten Darmstadts. Bild: Stadtarchiv Darmstadt, Fotosammlung.

„Der Graben des Residenzschlosses war in Darmstadt lange Jahre ein beliebter Ort zum Flanieren und Entspannen. Wir werden diesen kleinen innerstädtischen Park wiederherstellen und den Schlossgraben zu einem echten Anziehungspunkt für die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger machen“, sagt TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger.

Die TU Darmstadt möchte einen Teil des Schlossgrabens als öffentliche Grünanlage herrichten und im Jahr 2014 – genau 200 Jahre nach der Entscheidung des Großherzogs Ludwig I., den Schlossgraben entwässern zu lassen – wieder allen Bürgern zugänglich machen.

Zur Unterstützung dieses Vorhabens konnte Efinger am Vormittag eine Spende des Heimatvereins Darmstädter Heiner e.V. und des Rotary Clubs in Höhe von 5.500 Euro entgegennehmen.

Das Geld stammt aus dem kompletten Verkaufserlös der CDs mit dem Jahresprogramm des Darmstädter Glockenspiels, erklärt Heinerfest-Präsident Hans-Joachim Klein: „Wie sehr uns das Schloss am Herzen liegt, zeigt die Produktion der Glockenspiel-Doppel-CD mit ihrem liebevoll gestalten Booklet, die der Heimatverein Darmstädter Heiner e.V. neu herausgegeben hat. Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zur Neugestaltung des Schlossgrabens leisten können, denn das Schloss ist der Mittelpunkt, das Herz des Heinerfestes.“

Historischer Baumbestand aus dem 19. Jahrhundert

Von links nach rechts: Bodo Weise, Kanzler Manfred Efinger, Prof. Stephan Peter und Hans Joachim Klein beim Gang durch den Schlossgraben. Bild: Patrick Bal.
Von links nach rechts: Bodo Weise, Kanzler Dr. Manfred Efinger, Prof. Stephan Peter und Hans Joachim Klein beim Gang durch den Schlossgraben. Bild: Patrick Bal.

Zugänglich sein soll der östliche Abschnitt des Schlossgrabens im Süden über die Marktbrücke sowie im Nordosten über eine Treppe neben dem Wallhaus. Bis 2014 wird die TU Darmstadt zwischen den beiden Zugängen neue Wege anlegen, Sitzmöglichkeiten schaffen und die Vegetation behutsam sanieren.

Um den historischen Baumbestand, der teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert erhalten ist, sichern und retten zu können, erstellt ein Experte derzeit ein genaues Kataster aller im Schlossgraben vorhandenen Bäume. Die Kosten für die Sanierung und Wiederherstellung des Schlossgrabens als Grünanlage können erst nach dem Abschluss der endgültigen Planungen beziffert werden.

Der Schlossgraben des Darmstädter Residenzschlosses war ursprünglich ein mit Wasser gefüllter Wehrgraben. Seit dem frühen 19. Jahrhundert wurde er jedoch als Gartenanlage genutzt und beherbergte von 1814 bis 1829 auch den ersten Botanischen Garten Darmstadts. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Schlossgraben für die Öffentlichkeit geschlossen.

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