Mehr Sicherheit für Smartphones und Tablet PCs

25.05.2012

Mehr Sicherheit für Smartphones und Tablet PCs

Intel und TU Darmstadt eröffnen Forschungsinstitut für Secure Computing

Der Halbleiterhersteller Intel eröffnet in Darmstadt gemeinsam mit der TU das Intel Collaborative Research Institute for Secure Computing (ICRI-SC) – das erste Intel-Forschungszentrum für IT-Sicherheit außerhalb der USA, das seinen Sitz am Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) haben wird. Besonders im Fokus: Die Sicherheit von mobilen Geräten.

Ein Smartphone auf einem Tisch. Bild: Paul Glogowski
Die Wissenschaftler suchen neue Wege, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit von mobilen Geräten zu steigern. Bild: Paul Glogowski

Bei der Eröffnungsfeier in Darmstadt stellte Chief Technology Officer (CTO) von Intel, Justin Rattner, zusammen mit dem hessischen Staatssekretär für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Steffen Saebisch und dem Kanzler der TU Darmstadt Dr. Manfred Efinger das neue Institut vor. Geleitet wird es von Institutsdirektor Prof. Ahmad-Reza Sadeghi vom Lehrstuhl System Security an der TU Darmstadt und dem angehenden Chief Technologist des Instituts, Dr. Matthias Schunter von Intel.

„Moderne IT-Systeme müssen mit größtmöglicher Sicherheit ausgestattet sein. Dies ist umso wichtiger, da moderne Informations- und Kommunikationstechnologien als Querschnittstechnologien in alle Wirtschaftsbereiche vordringen, und damit Motor für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen sind“, sagte Steffen Saebisch. „Dieser Transfer in Produkte und Verfahren ist uns sehr wichtig. Deshalb unterstützt das Hessische Wirtschaftsministerium die Transferaktivitäten des Institutes mit EU-Strukturfondsmitteln in Höhe von insgesamt 180 000 Euro über die nächsten drei Jahre“.

Weltweites Netzwerk akademischer Forschungskooperationen

Bild: CASED / Fraunhofer SIT / Mona Bien
(v.l.n.r.): ICRI-SC Director Prof. Ahmad-Reza Sadeghi, CASED Vice Director Prof. Johannes Buchmann, CASED Director Prof. Michael Waidner, Intel CTO Justin Rattner, Intel Vice President Prof. Martin Curley, ICRI-SC Chief Technologist Dr. Martin Schunter. Bild: CASED / Fraunhofer SIT / Mona Bien

Das Institut ist bereits Teil der heute bekanntgegebenen neuen Forschungsstrategie von Intel: ein weltweites Netzwerk akademischer Forschungskooperationen, den sogenannten Intel Collaborative Research Institutes (ICRI). Das ICRI-Programm basiert auf den in den USA sehr erfolgreichen Intel Science and Technology Centers (ISTCs), die Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen, um eine neue Generation von Technologien vorherzusehen und zu verwirklichen. „Ziel ist es, globale Innovation in wichtigen Bereichen voranzutreiben und dazu beizutragen, sich einigen der heute größten Herausforderungen zu stellen", sagte Intel CTO Justin Rattner.

„Zukünftige IT-Technologie wird so aussehen, dass viele verborgene Prozessoren über ein verteiltes Betriebssystem, eine Art „Über-Cloud“ den Anwendern die Nutzung verschiedener Dienste und Geschäftsmodelle erlauben: von der ‚Cloud of Devices‘ bis hin zur car-to-x communication“, sagt Institutsdirektor Ahmad-Reza Sadeghi. „In Darmstadt suchen wir zusammen mit Wissenschaftlern von Intel neue Wege, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit von zukünftigen mobilen Geräten und eingebetteten Systemen sowie von dem angeschlossenen Ökosystem maßgeblich zu verbessern.“

Eingebettete Systeme für Smart Devices

Dafür entwerfen die Forscher Sicherheitsarchitekturen und Mechanismen für die Integritätsüberprüfung von eingebetteten Systemen und insbesondere für Smart Devices, z.B. Smartphones und Tablets. Zum Beispiel suchen die Wissenschaftler nach neuen Ansätzen für Mobile Commerce und versuchen ein besseres Verständnis für Privatsphäre und deren Realisierung zu entwickeln. Zudem werden dort Lösungen zur fehlerfreien Kommunikation zwischen Fahrzeugen und eingebetteten Geräten entwickelt, die eine erhöhte Sicherheit beim Autofahren garantieren. Basierend auf der Erforschung der Bedürfnisse künftiger Nutzer, wird das Institut passende Soft- und Hardware entwickeln, die robuste und zuverlässige Systeme für diese Anwendungsszenarien bereitstellen.

zur Liste