Exzellenzinitiative: Zwei Graduiertenschulen an der TU Darmstadt – Anträge auf Exzellenzcluster ohne Erfolg

15.06.2012

Exzellenzinitiative: Zwei Graduiertenschulen an der TU Darmstadt – Anträge auf Exzellenzcluster ohne Erfolg

Die Technische Universität Darmstadt hat sich in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative mit zwei Förderanträgen für Graduiertenschulen durchsetzen können. Für die Graduate School of Computational Engineering und die Graduate School of Energy Science and Engineering hat die TU Darmstadt bis 2017 rund 14,5 Millionen Euro beantragt. Die Anträge für die Exzellenzcluster „Smart Interfaces“ und „TAIFUN“ waren hingegen nicht erfolgreich.

Solarhaus der TU Darmstadt. Bild: Stefano Paltera / US Dept. of Energy Solar Decathlon
An der neuen Graduate School of Energy Science and Engineering wird die wissenschaftliche Basis für eine zukünftige Energieversorung wie zum Bespiel mit Solarenergie erarbeitet. Bild: Stefano Paltera / US Dept. of Energy Solar Decathlon

„Ich freue mich, dass unsere herausragende Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch eine zweite Graduiertenschule honoriert wird. Leider haben wir bei den Clustern den Erfolg aus der ersten Phase der Exzellenzinitiative nicht wiederholen können“, sagte TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel.

Die Gemeinsame Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrats hatte am Nachmittag das Ergebnis der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bekannt gegeben. In der zweiten Phase werden insgesamt 11 Zukunftskonzepte, 43 Exzellenzcluster und 45 Graduiertenschulen in den kommenden fünf Jahren mit mehr als 2,4 Milliarden Euro gefördert. Die TU Darmstadt hat bis 2017 für die Graduate School of Computational Engineering rund 8,6 Millionen, für die Graduate School of Energy Science and Engineering rund 5,9 Millionen Euro beantragt. Beteiligt ist die TU Darmstadt außerdem weiterhin am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, bei dem die Universität Frankfurt am Main die Federführung hat und dessen Förderung für weitere fünf Jahre verlängert wurde.

Die Graduiertenschulen im Überblick:

Bild: Katrin Binner
Die Graduate School of Computational Engineering befasst sich mit computergestützter Modellierung, Analyse, Simulation und Optimierung in den Ingenieurwissenschaften. Bild: Katrin Binner

Die Mission der neuen Graduate School of Energy Science and Engineering ist die multidisziplinäre Ausbildung kommender Generationen leitender Energie-Ingenieure, die ihrer natur- und ingenieurwissenschaftlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verantwortung durch einen interdisziplinären Ansatz gerecht werden. Ihre Aufgabe ist die Erarbeitung einer wissenschaftlichen Basis für eine kontinuierliche Umstellung der heute dominierenden kohlenstoffbasierten, nicht erneuerbaren Energiequellen auf eine zukünftige Energieversorgung durch erneuerbare und umweltfreundliche Energiequellen. Lösungen müssen dabei auf der Integration stetig verbesserter und zunehmend effizienterer klassischer Energietechnologien in innovative und konkurrenzfähige neue Technologien beruhen.

Die Graduate School of Computational Engineering befasst sich mit computergestützter Modellierung, Analyse, Simulation und Optimierung in den Ingenieurwissenschaften. Das Zusammenwirken von Mathematikern, Maschinenbauern, Elektrotechnikern und Informatikern ermöglicht die Computersimulation komplexer Systeme, bei denen der direkte Zugang durch Theorie oder Experimente zu aufwändig, zu teuer, zu langsam, zu gefährlich oder gar unmöglich ist. Unter anderem simulieren die Wissenschaftler an der TU Darmstadt unter Einsatz großer Rechnerkapazitäten Blitzschläge am Computer, um die Auswirkungen der Blitze auf Menschen und Maschinen besser zu verstehen und vorhersagen zu können.

Nicht erfolgreich waren hingegen der Antrag auf Förderung des neuen Exzellenzclusters „TAIFUN – Tailored Functionality in Ceramics“ sowie der Antrag auf weitere Förderung des Exzellenzclusters „Smart Interfaces“ (Intelligente Oberflächen). Im Rahmen von TAIFUN sollten durch innovative Synthesemethoden und Verarbeitungstechnologien keramische Materialien mit kontrolliert eingestellten richtungsabhängigen Eigenschaften entwickelt werden. Der 2007 bewilligte Exzellenzcluster „Smart Interfaces“ befasst sich mit Grenzflächen, bei denen Fluide wie Gase oder Flüssigkeiten mit einer festen Wand wechselwirken.

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