Werkstoffinnovationen und Nachhaltigkeit von Rohstoffen

21.09.2012

Werkstoffinnovationen und Nachhaltigkeit von Rohstoffen

Prof. Jürgen Rödel über die Materials Science Engineering – MSE Tagung 2012

Experten aus 48 Nationen nehmen an der internationalen Materials Science Engineering – MSE Tagung 2012 teil, die vom 25. bis 27. September in Darmstadt stattfindet. Veranstaltet wird die Tagung von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM). Wir sprachen mit Prof. Jürgen Rödel, Materialwissenschaftler an der TU Darmstadt und Vorstandsmitglied der DGM, über Inhalte und Ziele der Tagung.

Porträt von Prof. Jürgen Rödel. Bild: Jürgen Querbach / DFG
Prof. Jürgen Rödel. Bild: Jürgen Querbach / DFG

TU Darmstadt: Worum geht es bei der Tagung?

Prof. Jürgen Rödel: Die Materialwissenschaften stehen insbesondere vor zwei Herausforderungen. Das sind zum einen die Rohstoffverknappung. Recycling wird auf der einen Seite immer kritischer und auf der anderen Seite werden in der rasant zunehmenden Zahl elektronischer Gerätschaften noch immer Rohstoffe wie zum Beispiel Seltene Erden dringend benötigt. Materialwissenschaftler müssen hierfür Alternativen schaffen und das wird einer der Schwerpunkte der Tagung sein. Ein zweiter werden Wertstoffinnovationen darstellen, mit denen die Energiewende bewerkstelligt werden kann.

Warum gerade Darmstadt?

Für die Materialwissenschaften gibt es drei bedeutende Tagungen in Europa, die MSE-Tagung der DGM spielt dabei die größte Rolle. Sie findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt und soll hier in Darmstadt auch in der Zukunft institutionalisiert werden. Das ist ungewöhnlich für eine solche große Fachtagung, aber hier sind das fachliche Umfeld und die Infrastruktur besonders günstig.

Wen wollen wir erreichen?

Unser Ziel ist es, Wissenschaftler, Industrie, Forschungsförderer und Politiker zusammen zu bringen, damit das für unsere Gesellschaft sehr bedeutende Thema so effektiv wie möglich anzugehen. Die Tagung wendet sich auch explizit an Doktoranden und nicht zuletzt werden wir auf der Tagung auch einen Karriereworkshop für den wissenschaftlichen Nachwuchs anbieten.

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