Fachkräfte für die Energieversorgung der Zukunft

26.10.2012

Fachkräfte für die Energieversorgung der Zukunft

Neue Graduiertenschule Energiewissenschaft und Energietechnik eröffnet

Die Technische Universität Darmstadt hat am Vormittag mit einem Festakt im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus die neue Graduiertenschule Energiewissenschaft und Energietechnik eröffnet. An der Graduiertenschule werden ab November bis zu 32 Doktoranden verschiedener Disziplinen zur Energieversorgung der Zukunft forschen.

Feierlicher Festakt im Lichtenberg-Haus. Bild: Sebastian Keuth
Der Festakt zur Gründung fand im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus statt. Bild: Sebastian Keuth

Die neue Graduiertenschule, mit der sich die TU Darmstadt in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder durchgesetzt hat, wird bis 2017 mit rund 5,9 Millionen Euro gefördert. Sprecher der Graduiertenschule sind Prof. Dr.-Ing. Johannes Janicka vom Fachbereich Maschinenbau und Prof. Dr. Wolfram Jaegermann vom Fachbereich Material- und Geowissenschaften.

Die Mission der Graduiertenschule ist die multidisziplinäre Ausbildung kommender Generationen leitender Energie-Ingenieure, die ihrer natur- und ingenieurwissenschaftlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verantwortung durch einen interdisziplinären Ansatz gerecht werden. Ihre Aufgabe ist die Erarbeitung einer wissenschaftlichen Basis für eine kontinuierliche Umstellung der heute dominierenden kohlenstoffbasierten, nicht erneuerbaren Energiequellen auf eine zukünftige Energieversorgung durch erneuerbare und umweltfreundliche Energiequellen.

„Die Energieforschung ist an der TU Darmstadt ein fächerübergreifender Schwerpunkt, der kontinuierlich über Generationen gewachsen ist und in den alle Fachbereiche unserer Universität eingebunden sind. Die neue Graduiertenschule für Energiewissenschaft und Energietechnik ist das bundesweit einzige Projekt, welches in der Exzellenzinitiative zum Themenkomplex Energieeffizienz und Umstellung auf Erneuerbare Energien erfolgreich war. Mit der Graduiertenschule und dem neuen Masterstudiengang Energy Science and Engineering, der ab diesem Wintersemester an der TU Darmstadt die erste Generation von Studierenden aufgenommen hat, gehen wir die wichtige Aufgabe an, hervorragende Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinär auszubilden, um sie für die Lösung der komplexen Aufgaben der Energieversorgung der Zukunft vorzubereiten“, sagte TU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Christoph Motzko zur Eröffnung.

Rund 400 Bewerbungen aus aller Welt

Lucia Puttrich steht am Rednerpult. Bild: Sebastian Keuth
Die hessische Umwelt- und Energieministerin Lucia Puttrich. Bild: Sebastian Keuth

In ihrer Eröffnungsrede sagte die hessische Umwelt- und Energieministerin Lucia Puttrich: „Die TU Darmstadt und das Energy Center haben genau zur richtigen Zeit das richtige Thema auf den Tisch gebracht – die Ausbildung der künftigen Führungskräfte im Bereich Energiewissenschaft und Energietechnik. Ingenieure in Wissenschaft und Forschung sind gefragt, kosteneffiziente Technologien und Systemlösungen zu entwickeln, die zeitnah im Markt bestehen können um die Energiewende voran zu bringen. Dazu gehören insbesondere neue Lösungen für intelligente Netze und dezentrale Speichertechnologien, hocheffiziente Energie-Plus Häuser und solare Brennstoffe. In all diesen Bereichen ist die TU Darmstadt gut aufgestellt und mit innovativen Lösungen unterwegs“, so Puttrich.

„Der Graduiertenschule wünsche ich, dass sie viele junge Talente anzieht, dass sie viel Erfolg hat und dass sie für die Energietechnik und Energiewissenschaft nicht nur zu einem Leuchtturm für Hessen und Deutschland sondern für die ganze internationale wissenschaftliche Gemeinschaft wird.“

Derzeit liegen der Graduiertenschule rund 400 Bewerbungen aus aller Welt vor, der erste Doktorand soll bereits am 1. November seine Arbeit aufnehmen.

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