Beste Infrastruktur für exzellente Forschung

26.11.2012

Beste Infrastruktur für exzellente Forschung

TU Darmstadt feiert Richtfest für neues Laborzentrum auf der Lichtwiese

Die TU Darmstadt hat am 26.11. das Richtfest für ein neues Laborzentrum auf dem Campus Lichtwiese gefeiert. Der 14 Millionen Euro teure Neubau wird Materialwissenschaftlern und Chemikern auf rund 2.450 Quadratmetern hervorragende Voraussetzungen für ihre Arbeit mit hochsensiblen Geräten bieten.

Richtfest für das neue Laborzentrum auf dem Campus Lichtwiese am 26.11.2012. Bild: Felipe Fernandes
Die Gäste hatten beim Richtfest Gelegenheit, die künftigen Laborräume zu besichtigen. Bild: Felipe Fernandes

Das neue Gebäude teilt sich in zwei Bauabschnitte: In einem viergeschossigen Bau finden moderne Labor- und Büroflächen Platz, als separates Gebäudeteil entsteht zusätzlich eine knapp 800 Quadratmeter große und rund fünf Meter hohe Halle.

Die Lage am südlichen Rand des Campus Lichtwiese und die technische Ausstattung sind für die Materialwissenschaftler und Chemiker, die im neuen Laborzentrum arbeiten werden, ideal: Der Abstand zur Straße schützt ihre hochsensiblen Geräte vor größeren Erschütterungen, eine leistungsfähige Klima- und Lüftungsanlage sorgt in den Laboren und der Halle für stets konstante Raumbedingungen, die Labors beider Gebäudeteile können zudem gemeinsam auf eine zentrale Gasversorgung sowie eine Anlage zur Heliumrückgewinnung zugreifen.

Laborzentrum ist exakt auf Bedürfnisse der Forscher zugeschnitten

Der Kranz beim Richtfest des neuen Laborzentrums der TU Lichtwiese (c) Felipe Fernandes
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Eindrücke vom Richtfest [Bild anklicken um Fotostrecke zu starten]

„Für exzellente Forschungsleistungen braucht die TU Darmstadt nicht nur die besten Köpfe, sondern muss diesen auch eine adäquate Forschungsinfrastruktur zur Verfügung stellen. Daher ist das neue Gebäude exakt auf die Bedürfnisse unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zugeschnitten“, sagte TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel.

Im Büro- und Labortrakt werden Materialwissenschaftler der TU Darmstadt Magnetkryostaten, Molekularstrahlepitaxie-Anlagen und Geräte zur höchstempfindlichen Messung in dünnen Schichten nutzen, um die Entwicklung neuer Materialien und Materialkombinationen voranzutreiben. Die Halle bietet Platz für mehrere NMR (Nuclear Magnetic Resonance = Kernspinresonanz)-Spektrometer des Fachbereichs Chemie.

Diese Spektrometer benötigen aufgrund ihres jeweils eigenen Magnetfelds einen ausreichenden Abstand zueinander und zu anderen Geräten. Bei der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie handelt es sich um eine Methode der Strukturaufklärung, die in verschiedensten Feldern der Chemie eingesetzt wird.

Zur Finanzierung des neuen Laborzentrums hatte die TU Darmstadt seit 2011 einen „Solidaritäts-Verteilungsschlüssel“ für Overhead-Einnahmen der öffentlichen Forschungsförderung (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bund) angewendet: Zwei Drittel dieser Einnahmen gingen für den Bau des neuen Laborzentrums an die Zentrale, ein Drittel an die dezentralen Einheiten der Universität. Ab 2014 werden die Overheadeinnahmen an der TU Darmstadt wieder je zur Hälfte aufgeteilt.

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