Heute Schüler, morgen studieren

29.01.2013

Heute Schüler, morgen studieren

hobit 2013: Großer Andrang bei der Eröffnung

Es ist viel los bei den 17. Hochschul- und Berufsinformationstagen (hobit). Bis zum 31. Januar können sich Schüler hier über ihre Zukunftsmöglichkeiten in Südhessen informieren – von Studium bis Ausbildung. Auch die Professoren, Mitarbeiter und Studierende der TU Darmstadt beraten die Schülerinnen und Schüler an zahlreichen Ständen.

Hochschulberufs- und Informationstage 2013 im Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium am Eröffnungstag (29.01.2013). Bild: Patrick Bal
Großes Informationsangebot, viele Schüler: Der Eröffnungstag der hobit war wieder sehr gut besucht.

Die Messe ist für viele Besucher eine erste Orientierungshilfe für die Zeit nach der Schule. Die Fachbereiche der TU Darmstadt greifen zu ganz eigenen Mitteln, um die Besucher zu begeistern. So bieten die einen Experimente und die anderen dampfenden Apfelsaft. Am Stand des Fachbereichs Architektur liegen Buntstifte und Bücher aus, worauf „Mein Traumhaus“ geschrieben steht. Die Bücher sind leer, Schülerinnen und Schüler können hier ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Saskia Falk sitzt an dem Tisch, sie in der 13. Klasse und 18 Jahre alt. „Ich habe mich heute schon beim Roten Kreuz über ein Freies Soziales Jahr informiert“, erzählt sie. „Das möchte ich auf jeden Fall machen.“ Ob es danach wirklich Architektur wird, das wisse sie nicht. Die Standbetreuerin Lena Puckert schildert ihre Erfahrungen mit den Schülern und Schülerinnen so: „Manche wollen gezielt Dinge zum Architekturstudium oder den Jobchancen wissen, viele wissen aber auch nur, was sie nicht wollen und sind noch auf der Suche.“

Anregungen für die Zukunft

Hochschulberufs- und Informationstage 2013 im Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium am Eröffnungstag (29.01.2013). Bild: Patrick Bal
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hobit 2013: Bilder vom Eröffnungstag [Klicken Sie zum Start der Fotostrecke auf das Bild]

Davon kann auch Dr. Claudia Breuer von der Zentralen Studienberatung der TU Darmstadt berichten. „Viele Schüler wissen überhaupt nicht, was sie nach dem Abitur machen wollen“, sagt sie. Die Zentrale Studienberatung beantwortet allgemeine Fragen rund ums Studium an der TU Darmstadt. Doch herauszufinden, was jemand will, sei leider bei einem kurzen Gespräch nicht möglich und es sei falsch zu glauben, die hobit beantworte alle Fragen. „Das ist ein langer Prozess, auf der Messe gibt es Anregungen, die Antworten muss jeder selbst finden.“ Für ein längeres, individuelles Gespräch könne man die öffentliche Sprechstunde der Zentralen Studienberatung besuchen.

„Die Schüler bekommen etliche Informationen“, meint die Diplombiologin Anne Einhäupl. Sie ist KIVA-Koordinatorin am Fachbereich Biologie. Diese Informationen müssten die Schüler und Schülerinnen zu Hause erst einmal in Ruhe reflektieren, um eine Entscheidung treffen zu können. „Wir versuchen, die Schüler hier so optimal und individuell wie möglich zu beraten.“ Sie habe die Erfahrung gemacht, dass die Schüler viele Interessen haben, aber keine exakten Vorstellungen ihrer Zukunft. „Die Biologie beispielsweise ist ein breites Gebiet und die Jugendlichen haben keine Vorstellung von den richtigen Berufen“, sagt sie. Deshalb haben die Biologen ein großes Plakat aufgehängt, abgebildet ist eine Wortwolke mit biologischen Berufen. „Wenn die Schülerinnen und Schüler darauf schauen ergeben sich neue Fragen und interessante Gespräche“, sagt Einhäupl.

Video: Die TU Darmstadt auf der hobit

Vorschaubild

Die Hobit zieht seit 17 Jahren Schülerinnen und Schüler rund um Darmstadt an, die sich über Berufs- und Studienmöglichekeiten informieren wollen. Dokumentation einer Erfolgsgeschichte (Video aus dem Jahr 2010).

Studenten beraten Schüler

Neben den Ständen mit Beratungsgesprächen finden 250 Vorträge statt. „Ich habe mir zu Hause die Vorträge ausgesucht, die mich interessieren“, sagt Felix Kegel. „Ich würde später gerne in der Luftfahrt arbeiten.“ Unter den südhessischen Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, ist auch Lufthansa. Auch sein Freund Marc Ferreira findet die hobit informativ. „Mich interessieren vor allem die technischen Studiengänge, wie zum Beispiel Maschinenbau“, sagt er. Nach dem Vortrag werde er den Stand auf jeden Fall noch besuchen.

Hier berät die Maschinenbaustudentin Isabel Brodda die Besucher. „Viele Schülerinnen und Schüler fragen uns nach den Voraussetzungen und den Fächern in einem Maschinenbaustudium“, erzählt sie. „Wir Studenten haben das alles erlebt und sind dafür natürlich die besten Ansprechpartner.“

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