"Traveling Fashion": Styles, Diversity, Globalization

01.02.2013

„Traveling Fashion“: Styles, Diversity, Globalization

Internationale Fachleute diskutieren in Darmstadt

Bei der Tagung „Traveling Fashion“ zum Thema Mode und Globalisierung kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Italien, England, Schweden, Österreich und Deutschland im Wella-Museum Darmstadt zusammen.

Gruppenfoto mit Teilnehmern der Tagung "Traveling Fashion". Bild: Wella / Markus Schmidt
Dr. Alexandra Karentzos (3.v.li.) hat zusammen mit Dr. Birgit Haehnel (2.v.li.) und Dr. Nina Trauth (4.v.li) die Tagung organisiert. Bild: Wella / Markus Schmidt

Nach den Vorträgen und zwei Tagen des wissenschaftlichen Austauschs ist Dr. Alexandra Karentzos, Wella-Stiftungsprofessorin an der Technischen Universität Darmstadt, hochzufrieden: „Ob zu Identitätsfragen, zu unterschiedlichen Kulturen oder zu neuen Körperscan-Technologien – das Thema Mode kann etwas beitragen“, so Karentzos.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Dr. Birgit Haehnel und Dr. Nina Trauth hat sie die Tagung organisiert und rund 70 internationale Expertinnen und Experten, Studierende und Gäste für die Teilnahme gewonnen. Im Wella-Museum Darmstadt tauschten sie sich über ihre Arbeit aus: „Wir haben Positionen des Modefeldes zusammengebracht, die Mode im Kontext der Globalisierung reflektiert haben, um ein internationales Projekt vorzubereiten und den Bereich Mode und Ästhetik an der TU Darmstadt auszubauen“, erklärt Karentzos als Ziel der Tagung.

Frage nach der Zukunft der Mode

Das Konzept „Traveling Fashion“ bildete das Rahmenthema: Mode wird als „reisend“ verstanden und so in den Kontext der globalen Mobilität gestellt. Dabei ging es auf der Tagung nicht um vereinheitlichende, weltumspannende Strömungen, sondern um die zahlreichen Brechungen, den Veränderungen und Abwandlungen, denen die Verbindung von Körper, Kleidung und Raum unterliegt.

In den Vorträgen ging es um Austauschprozesse u. a. zwischen Europa und Afrika, Schweden und den USA, Italien und China. Anhand von Fotografien, Installationen, Printmedien, Modenschauen wurden solcherlei Prozesse und Verschränkungen, Ent- und Neukontextualisierungen von Mode, thematisiert. Den Abschluss bildete die Frage nach der Zukunft der Mode: Liegt sie in „tragbaren Technologien“ und kann sie neue Formen der sozialen Interaktion in einer globalisierten Welt erzeugen?

Der internationale wissenschaftliche Austausch und die angeregten Diskussionen ergaben vielfältige Anknüpfungspunkte für weiterführende Ideen und Zusammenarbeit – auch im zukünftigen Forschungsprojekt. Die Ergebnisse der Tagung werden Mitte September 2013 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Querformat veröffentlicht, deren Layout sich mit jedem Heft visuell neu erfindet.

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