Klare Visionen für neuartige Halbleiterlaser

19.02.2013

Klare Visionen für neuartige Halbleiterlaser

Physiker Stefan Breuer erhält Adolf-Messer-Preis

Dr. Stefan Breuer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Physik der TU Darmstadt, erhält am 19.02.2013 für seine grundlagenorientierte Forschung zu Halbleiterlaserquellen den mit 50.000 Euro dotierten Adolf-Messer-Preis 2012. Der Adolf-Messer-Preis ist der höchstdotierte Wissenschaftspreis der TU Darmstadt.

Dr. Stefan Breuer, Preisträger des Adolf-Messer-Preises 2012, im Labor am Fachbereich Physik der TU Darmstadt. Bild: Katrin Binner
Dr. Stefan Breuer im Labor. Bild: Katrin Binner

Stefan Breuer erhält den Adolf-Messer-Preis 2012 für seine grundlagenorientierte Forschung zu nanostruktur-basierten Halbleiterlaserquellen und deren Anwendungen. Der 35-jährige Physiker untersucht in der Arbeitsgruppe Halbleiteroptik von Professor Dr. Wolfgang Elsäßer Eigenschaften modernster Halbleiterlaserstrukturen, die auf submikroskopischen Quantenpunkten basieren.

Diese bieten die einzigartige Möglichkeit, gezielt die Eigenschaften des erzeugten Laserlichts zu kontrollieren: So lassen sich beispielsweise erst mit Quantenpunktlasern zwei Laserzustände gleichzeitig in einem einzigen Laser anregen. Diese besondere Zwei-Zustands-Laseremission und die damit verbundenen laserinternen Wechselwirkungen nutzt Breuer zur Erzeugung neuartiger Emissionszustände. Diese weisen im Gegensatz zu herkömmlich erzeugtem Laserlicht Eigenschaften auf, die insbesondere zur Untersuchung der Bewegungsdynamik mikroskopischer und makroskopischer Objekte vielversprechendes Potential bieten.

Jury lobt Forschungsleistungen

Die Preisverleihung in Bildern [zum Start der Fotostrecke auf das Bild klicken]
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Die Jury lobte insbesondere Breuers „klare Visionen und Pläne für Verständnis, Physik und Anwendungen von neuartigen Quantenpunkt-Halbleiterlasern“, für die Breuer bereits erfolgreich EU-Projekten einwarb, Publikationen veröffentlichte und diverse Auszeichnungen erhielt, unter anderem im Jahr 2010 den Gerhard-Herzberg-Forschungspreis der TU Darmstadt.

Breuer, der im Jahr 2010 am Fachbereich Physik promoviert hat, will mit dem für das Forschungsvorhaben zweckgebundenen Preisgeld neue Anwendungsperspektiven der maßgeschneiderten Laser-Emissionszustände eröffnen und im Rahmen weiterer Grundlagenforschung das zugrundeliegende physikalische Verständnis vertiefen.

Adolf-Messer-Preis an der TU Darmstadt

Der Preis der Adolf Messer Stiftung wird jährlich zur Förderung von Forschung und Lehre für Nachwuchwissenschaftler/innen mit hervorragenden Leistungen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften vergeben und ist mit 50.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist zweckbestimmt für die sächliche und personelle Ausstattung von Forschungsvorhaben an der TU Darmstadt

Adolf Messer gründete 1898 in Höchst am Main die Firma Messer, die sich zu der Zeit mit der Herstellung von Acetylenentwicklern beschäftigte. Das Interesse von Adolf Messer für Acetylenbeleuchtungen war durch Vorlesungen in Darmstadt geweckt worden. Er entwickelte als Student Sicherheitseinrichtungen für Acetylenentwickler, für die er 1902 und 1903 seine ersten Patente erhielt.

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