Ausstellung zu Ehren von Georg Wickop

13.03.2013

Ausstellung zu Ehren von Georg Wickop

Neuer Hörsaal im Maschinenhaus in „Georg-Wickop-Hörsaal“ umbenannt

Kurz nach der Wiedereröffnung des Maschinenhauses der TU Darmstadt ehrt die Universität den Architekten des Gebäudes mit der Ausstellung „Georg Wickop – Architekt und Professor der TH Darmstadt“. Der neu errichtete Hörsaal im Maschinenhaus erhält den Namen „Georg-Wickop-Hörsaal“.

Besucher bei der Georg Wickop-Ausstellung. Bild: Felipe Fernandes
Die Ausstellung blickt auf Leben und Schaffen des bislang wenig beachteten Architekten und TH-Professor Wickop. Bild: Felipe Fernandes

Die Technische Universität Darmstadt ehrt die Leistungen Georg Wickops als Architekt und Hochschullehrer ab dem 13. März mit der Ausstellung „Georg Wickop – Architekt und Professor der TH Darmstadt“. Darüber hinaus hat das Präsidium der TU Darmstadt beschlossen, dem neu errichteten Hörsaal im Maschinenhaus den Namen „Georg-Wickop-Hörsaal“ zu geben. Bereits Anfang Februar ist das umgebaute Maschinenhaus feierlich wiedereröffnet worden.

Die Macherinnen der Ausstellung standen vor der Herausforderung, dass sie nicht auf wissenschaftliche Vorarbeiten zurückgreifen konnten. Und so haben sie für die Ausstellung erstmals die Quellen zu dem wenig beachteten Architektur-Professor systematisch aufgearbeitet. Gerade zu Wickops Privatleben sind die Informationen spärlich und stammen überwiegend aus den Lebenserinnerungen seiner Frau und seiner ältesten Tochter. Die Ergebnisse der Nachforschungen werden den Besuchern thematisch gegliedert präsentiert und beleuchten Wickops Arbeit als Architekt, Professor und Denkmalpfleger.

Video: „Neues schaffen, das Alte ehren“

Vorschaubild

Das historische Maschinenhaus ist eine architektonische Perle an der TU Darmstadt – und ist untrennbar mit dem Namen Georg Wickop verbunden. Der Film geht auf historische Spurensuche und zeigt, vor welchen Herausforderungen die Planer beim Umbau standen.

Klicken Sie zum Start des Videos auf das Bild links.

Die Ausstellung „Georg Wickop – Architekt und Professor der TH Darmstadt“, ist von Mittwoch, 13. März, bis Mittwoch, 10. April jeweils dienstags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr im Maschinenhaus der TU Darmstadt, Magdalenenstraße 12, zu sehen. Der Katalog zur Ausstellung kann im Ausstellungsraum erworben werden.

Professor, Architekt und Denkmalpfleger

Der Architekt, Hochschulprofessor und Denkmalpfleger Georg Wickop wurde 1861 in Aachen geboren, studierte Architektur an der Technischen Hochschule Aachen und schloss das Studium 1884 mit Auszeichnung ab. Im selben Jahr wurde er Regierungsbauführer und später Regierungsbaumeister in Köln.

Die Eröffnung der Ausstellung in Bildern [klicken Sie auf das Foto, um die Bilderstrecke zu starten]
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Die Eröffnung der Ausstellung in Bildern [klicken Sie auf das Foto, um die Bilderstrecke zu starten]

1895 berief ihn die TH Darmstadt zum ordentlichen Professor für Baukunst. Er unterrichtete unter anderem die Fächer Hochbaukonstruktion und Wohnbaukunst. Von 1899 bis 1904 stand Wickop der Abteilung Architektur vor und war von 1911 bis 1913 Rektor der TH Darmstadt.

Neben seiner Tätigkeit in Forschung und Lehre und verschiedenen Ämtern der universitären Selbstverwaltung war Wickop Denkmalpfleger der Provinz Starkenburg, Mitglied des Denkmalrats Hessen-Darmstadt und Mitglied im Deutschen Werkbund.

Zu seinen zentralen Werken gehören das Maschinenhaus der TH Darmstadt (1904) und die Erweiterungsbauten des Hauptgebäudes (1905-1908), in Darmstadt trat er außerdem als Architekt der orthodoxen Synagoge in der Bleichstraße 4 auf (1904-06) und plante zahlreiche Wohnhäuser, u.a. im neu entstandenen Paulusviertel und auf der Mathildenhöhe. Wickop verstarb 1914 im Alter von 54 Jahren an einem Krebsleiden.

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