iPhone und Elchtest

11.07.2013

iPhone und Elchtest

Vortragsreihe „Was steckt dahinter?“ am 16.07.2013

Was haben eine Spielkonsole, ein Smartphone und ein modernes Auto miteinander gemeinsam? Eine Vorlesung im Rahmen der Reihe „Was steckt dahinter?“ stellt neueste Forschungen im Bereich Mikro-Nano-Systeme vor. Der Vortrag steht allen Interessierten offen.

Hände halten zwei Smartphones in die Kamera, auf den Displays sind ein Elch und eine Spielkonsole zu sehen. Bild: Paul Glogowski
„Was steckt dahinter?“ fragt: Was haben Smartphones, Spielkonsolen und Elchtest gemeinsam? Bild: Paul Glogowski

Technische Assistenzsysteme oder intelligente Spielzeuge gehören zum Alltag. Doch im Innern von so unterschiedlichen Systemen wie Smartphones oder Fahrsicherheitssystemen wie dem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) stecken Sensoren, die eine bisher unlösbare Aufgabe bewältigen: die eigene Position und Bewegung im Raum zu erkennen. Das ist nur möglich, indem Sensoren die Beschleunigung sowie die Drehrate messen. Aus der Beschleunigung lässt sich die Bewegung und Position errechnen, aus der Drehrate der Drehwinkel und die Lage im Raum.

Anschaulich wird das Prinzip, wenn man einfach ein Smartphone dreht: Sensoren erkennen die Veränderung der Position und schalten automatisch die Anzeige um.

Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Was steckt dahinter?“ erklärt Prof. Dr.-Ing. Helmut F. Schlaak die Funktionsweise hinter solchen ausgeklügelten Sensorsystemen. Gleichzeitig stellt Prof. Schlaak einige Beispiele von neuartigen Sensorkonzepten aus laufenden Forschungsarbeiten vor.

Der Vortrag „iPhone und Elchtest – Wii funktionieren Mikro-Nano-Systeme?“ findet am Dienstag, 16. Juli 2013, um 17:15 Uhr im Hörsaal S1|01 A04 (Audimaxgebäude) statt.

Vorschaubild

Was erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer beim Vortrag „iPhone und Elchtest – Wii funktionieren Mikro-Nano-Systeme?“ ?

Drei Fragen an Prof. Helmut F. Schlaak

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Eine weitere Herausforderung stellt die Miniaturisierung dar. Spielt das noch bei Fahrzeugen keine wesentliche Rolle, ist die Bedeutung der Größe und des Gewichts bei Smartphones sofort ersichtlich. Winzige Mikrosysteme sind in der Lage, präzise die Beschleunigung zu messen. Hier geht es um Strukturen im Mikrometerbereich, bis zu hundert Mal kleiner als das menschliche Haar.

Die Vorlesung ist offen und richtet sich sowohl an Studierende aller Fachrichtungen sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

„Was steckt dahinter?“

Die Vorlesung bildet den Abschluss der „Was steckt dahinter?“-Reihe im Sommersemester 2013. „Was steckt dahinter?“ wurde 1987 ins Leben gerufen mit dem Ziel, Studierenden von technisch-naturwissenschaftlichen Fächern ein Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung ihrer zukünftigen Arbeit zu vermitteln. Inzwischen steht die Reihe allen Hochschulangehörigen sowie der Darmstädter Öffentlichkeit offen.

Die Vortragsreihe wird jedes Sommersemester angeboten. Prof. Dr. Gerhard Thiel aus dem Organisationsteam ist mit der aktuellen Reihe zufrieden. Den Zuhörern und Zuhörerinnen wurde ein breiter Überblick über aktuelle Forschungsthemen geboten, wobei das Verständnis für detaillierte wissenschaftliche Fragestellungen sehr vom Vorwissen der Zuhörer abhing, wie Thiel betont: „Es kann durchaus an der ein oder anderen Stelle in die Tiefe gehen.“

Im Sommersemester 2014 geht es weiter. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, das Team wird im Frühjahr mit der Planung beginnen. Wie immer wird es darum gehen, thematisch alle Fachrichtungen abzudecken – Ingenieur-, Natur- und Humanwissenschaften. Außerdem sollen neue Wissenschaftler bekannt gemacht werden: „Das Ziel ist es außerdem, neue Kolleginnen und Kollegen für einen Vortrag zu gewinnen.“

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