Cyber-Frieden statt Cyber-Krieg

30.09.2013

Cyber-Frieden statt Cyber-Krieg

Erstmals Professur für Informatik aus der Perspektive von Sicherheit und Frieden

Die Technische Universität Darmstadt richtet eine bundesweit bislang einzigartige Informatik-Juniorprofessur „Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit“ ein.

Dunkle Serverschränke. Bild: Katrin Binner
Angriffsziel IT-Infrastruktur: Wie verletzlich sind Computersysteme bei zwischenstaatlichen Konflikten? Bild: Katrin Binner

Im Fokus der neuen Professur steht die rasant wachsende Bedeutung der Informationstechnologien für militär- und sicherheitspolitische Strategien und friedenspolitische Konzepte: Wie verletzlich sind IT-Infrastrukturen, wenn sie zum möglichen Angriffsziel bei zwischenstaatlichen Konflikten avancieren? Wie kann IT genutzt werden, um Konflikte zu verhindern oder zur Deeskalation beizutragen, etwa durch den sicheren Austausch kritischer Informationen zwischen Staaten oder transnationalen Institutionen?

Der Experte oder die Expertin für Informatik wird auch Handlungsalternativen („Cyber-Peace“) und die Problematik von ambivalent zivil wie militärisch nutzbaren IT-Lösungen erforschen. Die stark interdisziplinär ausgelegte Professur, die von der Universität aus zentralen Mitteln finanziert wird, ist im Fachbereich Informatik angesiedelt und auch im Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften verankert.

Geplant ist eine enge Kooperation mit dem Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) und der Interdisziplinärere Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) – beide sind eng mit der TU Darmstadt verbunden.

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