Geschäftsideen mit Erfolgs-Aussicht

30.10.2013

Geschäftsideen mit Erfolgs-Aussicht

TU Darmstadt und IHK stärken Gründer mit einem Qualitätslabel

Die TU Darmstadt vergibt künftig gemeinsam mit der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar ein Qualitätslabel an besonders erfolgversprechende und vor der Gründung stehende Jungunternehmen.

TU-Präsident Hans Jürgen Prömel, Sascha Peters, Prof. Dirk Schiereck und Dr. Uwe Vetterlein halten ein Schild in die Kamera. Bild: Joachim Michels
TU-Präsident Hans Jürgen Prömel, Sascha Peters, Prof. Dirk Schiereck und Dr. Uwe Vetterlein (v. li. n. re.). Bild: Joachim Michels

Um das Label „HIGHEST-Start-up“ zu erhalten, müssen Gründungswillige mehrere Beratungs- und Beurteilungsstufen durchlaufen und ihre Stärken gegenüber Experten unter Beweis gestellt haben. Auf der Grundlage einer überzeugenden und innovativen Geschäftsidee wird u.a. das Marktpotential eingeschätzt und ein Business- und Finanzplan erstellt.

Das Zertifikat soll den Gründern das überdurchschnittliche Potential ihres Vorhabens bescheinigen und damit den Zugang zu Kapital und Kunden erleichtern. Der Beratungsprozess wurde gemeinsam von der HIGHEST-Gründungsberatung an der TU Darmstadt und der IHK erarbeitet.

Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt sagt zum gemeinsamen Projekt: „Als IHK Darmstadt möchten wir mit HIGHEST die exzellenten Forschungsergebnisse in der Region Rhein Main Neckar in erfolgreiche Unternehmensgründungen überführen. Dies wird zur weiteren positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen.“

HIGHEST für gelebte Gründungskultur

Die TU Darmstadt möchte an der Universität wie auch in der Region eine besondere Gründungskultur etablieren, das Potenzial an Geschäftsideen und Gründerpersönlichkeiten frühzeitig fördern und die Zahl wissens- und technologiebasierter Ausgründungen sowie deren langfristige Existenzchancen steigern.

TU Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel sagt: „Die TU Darmstadt ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region – direkt als Arbeitgeberin, aber auch durch Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis und durch Ausgründungen. In diesem Gründer-Bereich wollen wir die Bedingungen für Nachwuchsunternehmer mit HIGHEST und dem Qualitätslabel verbessern. Denn das enorme Potenzial an Wissen und Innovationskraft, das unsere Universität und unser Forschungsnachwuchs mit sich tragen, ist noch nicht ausgeschöpft.“ Die neue Service-Einheit HIGHEST sei ein großer Schritt in diese Richtung.

Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der HIGHEST-Gründungsberatung erschließt systematisch die Gründungspotenziale an der Universität und darüber hinaus. Der Schwerpunkt liegt auf wissens- und technologiebasierten Gründungsvorhaben. HIGHEST-Projektleiter Prof. Dr. Dirk Schiereck hebt hervor: „HIGHEST steht für gelebte Gründungskultur.“

Die hohe Kooperationsbereitschaft der HIGHEST-Gründungsberatung zeigt sich in der Zusammenarbeit mit einer Vielzahl externer Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, wie etwa mit der IHK. Dadurch ist ein äußerst breites Unterstützungsangebot für Gründungswillige gewährleistet. Mit dem Konzept HIGHEST gehört die TU Darmstadt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

HIGHEST unterstützt angehende Unternehmer lückenlos in allen Phasen des Gründungsprozesses – ob sie ein Geschäftsmodell entwickeln, einen Businessplan erstellen, öffentliche Fördergelder beantragen oder private Kapitalgeber suchen. Darüber hinaus fördert HIGHEST durch Lehrangebote und Veranstaltungen zur Gründung das unternehmerische Denken von Studierenden, Absolventen und Wissenschaftlern der TU Darmstadt und sensibilisiert für das Thema Existenzgründung.

Der Weg zum Label:

1. Das Gründungsvorhaben muss innovativ (keine reine Beratungsleistung) sein und Marktpotential besitzen.

2. Absolvieren eines Online-Persönlichkeitstests.

3. Eine Hochschule oder Forschungseinrichtung prüft die der Geschäftsidee zugrunde liegende Technologie auf Innovationscharakter und Realisierbarkeit.

4. Branchenexperten der IHK prüfen die Geschäftsidee auf Markt/Branche und Erfolgswahrscheinlichkeit.

5. Über die Gründungswerkstatt Südhessen erfolgt die Erstellung des Businessplans. Ein IHK-Coach prüft die kaufmännischen Aspekte.

6. HIGHEST entwickelt einen Coaching Fahrplan für den Gründer/das Gründerteam.

7. Konkretisierung der Finanzstrategie gemeinsam mit HIGHEST und IHK, im Anschluss Experten-Gespräche mit potentiellen Geldgebern.

8. Teilnahme an einem Abschluss-Workshop mit Präsentation vor einer Jury, die aus potenziellen Geldgebern und Förderern besteht und über die Vergabe des Labels entscheidet.

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