Preise und Auszeichnungen

03.12.2013

Preise und Auszeichnungen

Wissenschaftler und Studierende der TU Darmstadt erbringen regelmäßig herausragende Leistungen in Forschung und Lehre. Eine Übersicht der jüngsten Preise:

Prof. Dr. Achim Richter, Institut für Kernphysik der TU Darmstadt, ist für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen als Mitglied in die Academia Europaea gewählt worden.

Basierend auf ihrer Bachelorarbeit hat Anja Schuster beim International Astronautical Congress in Peking die Hermann Oberth Medaille gewonnen. Die Bachelorarbeit zum Thema „Optimisation of the Mercury Orbit Insertion for BepiColombo“ entstand am Fachbereich Physik der TU Darmstadt, bei Prof. Ph.D. Achim Schwenk, und bei der ESOC in Zusammenarbeit mit Dr. Rüdiger Jehn. Der International Astronautical Congress ist mit mehr als 3500 Teilnehmern die größte Konferenz im Raumfahrtbereich. Nach einem Wettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt erhielt Schuster als eine von zwei Studierenden die Möglichkeit, Deutschland im Studierendenwettbewerb in Peking zu vertreten. Dort wurde sie mit dem zweiten Platz, der Hermann Oberth Medaille, in der Undergraduate-Kategorie ausgezeichnet.

Wissenschaftler des Fachgebiets Konstruktiver Leichtbau und Bauweisen am Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt belegten gemeinsam mit der Adam Opel AG und dem Zulieferer Xperion den zweiten Platz des Hessischen Kooperationspreises. Die feierliche Preisübergabe fand Ende Oktober statt. Die Partner erforschten Kosten- und Gewichtsoptimierungen für die Wasserstoff-Hochdrucktanks zukünftiger Generationen von Brennstoffzellenfahrzeugen. Mit gezielter Materialeinsparung bei gleichzeitiger Beibehaltung des hohen Zuverlässigkeits- und Sicherheitsniveaus konnten die Behälterkosten wesentlich reduziert werden. Diese Einsparungen kommen letztendlich zukünftigen Kunden von Wasserstofffahrzeugen zu Gute.

Professor Dr. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie und des Centers for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Bild: Katrin Binner / CASED
Prof. Dr. Michael Waidner. Bild: Katrin Binner / CASED

Professor Dr. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie und des Centers for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) hat den diesjährigen IBM Faculty Award gewonnen. Der Preis ist mit 30.000 US-Dollar dotiert und wird in den Aufbau eines „Security-by-Design-Labs“ fließen. Studierende sollen hier die typischen Probleme des Software-Designs sowie Schwierigkeiten bei der sicheren Integration von Web-Anwendungen praxisnah erforschen und lernen, wie man Webanwendungen gegen Angriffe absichert. Mit den Faculty Awards fördert die Firma IBM weltweit exzellente wissenschaftliche Arbeiten.

Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet des Städtebaus ist TU-Emeritus Professor Thomas Sieverts Anfang November mit dem Fritz-Schumacher-Preis ausgezeichnet worden. Der gebürtige Hamburger Sieverts studierte Architektur in Stuttgart, Liverpool und Berlin. Ab 1967 lehrte er Architektur und Städtebau an TU Darmstadt, der Hochschule für Bildende Künste Berlin und an der Harvard University. Als Forschungsgelehrter am Wissenschaftskolleg Berlin prägte er den Begriff „Zwischenstadt“ für Siedlungen, die weder der Stadt noch dem ländlichen Raum zugeordnet werden können und sich relativ ziel- und planlos entwickeln. Sieverts untersuchte, welche Auswirkungen „Zwischenstädte“ für Architektur und Städtebau haben. Der Hamburger Senat verleiht den Fritz-Schumacher-Preis seit 2007 in Erinnerung an den großen Hamburger Stadtplaner.

Professor Dr. Paul G. Layer. Bild: Katrin Binner
Prof. Dr. Paul G. Layer. Bild: Katrin Binner

Für seine langjährige Arbeit als Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes wird Daidalos-Silbermünze der Studienstiftung ausgezeichnet. Die Ehrung findet am 26. November im Rahmen einer Feierstunde mit Vertretern der Studienstiftung statt. Für die Auszeichnung vorgeschlagen hatten Layer Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni aus Darmstadt. In Erfahrungs- und Erlebnisberichten hatten sie ihre Wertschätzung für Layers Arbeit und Wirken zum Ausdruck gebracht. Layer hatte zu Beginn des Wintersemesters sein Amt als Vertrauensdozent niedergelegt.Prof. Dr. Paul G. Layer aus dem Fachbereich Biologie mit der

Martin Tschirsich, Master-Student der Informatik, hat den Rotary-Förderpreis erhalten. Der Preis wird alle zwei Jahre von den Rotary-Clubs Darmstadt, Darmstadt-Bergstraße und Darmstadt-Kranichstein an herausragende Studierende der Technischen Universität vergeben. Er ist mit zehntausend Euro dotiert und soll die Auslandserfahrung fördern. Tschirsich will mit dem Preisgeld einen Studienaufenthalt in Singapur finanzieren. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist das maschinelle Sehen, aber auch IT-Sicherheit zählt zu seinen Fachgebieten.

Smartphone mit AlarmApp auf dem Display. Bild: Paul Glogowski
Annehmen oder nicht? Mit der AlarmApp können Einsatzkräfte der Zentrale sofort ihre Verfügbarkeit melden. Bild: Paul Glogowski

Anfang November ist bei der European Satellite Navigation Competition 2013 Frank Englert, M. Sc., für seine „Alarm App“ mit zwei Preisen ausgezeichnet worden: Dem ersten Platz der regionalen Ausscheidung in Hessen und dem dritten Platz im internationalen Wettbewerb. Englert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Multimedia Kommunikation (KOM) der TU Darmstadt. Passend zum Kontext seiner Masterarbeit zum Thema „AlarmApp – Smartphone-basierte Feuerwehralarmierung“ und seiner aktuellen Forschung hat er in seiner Freizeit ein Produkt entwickelt: Die „Alarm-App“ für Hilfsorganisationen wie beispielsweise die Feuerwehr. Die „Alarm-App“ kann auf jedem Smartphone installiert werden und ergänzt den bekannten Pieper oder Notruf. Über die App können Einsatzkräfte Rückmeldung geben, ob sie bei einem Einsatz dabei sind oder nicht. Für den Vertrieb der App hat Frank Englert jetzt die Notificatio UG gegründet.

Bei den CAST Förderpreisen 2013 haben drei Frauen der TU Darmstadt Akzente mit datenschutzfördernden Mechanismen und nutzerfreundlichen Applikationen gesetzt. In der Kategorie „Berufsbildende Abschlussarbeiten“ erhielt Julia Hofmann mit ihrer Arbeit über einen neuen Mechanismus zur vollautomatischen Auskunft über die gespeicherten Personaldaten als datenschutzfördernde Transparenztechnik den ersten Preis. Die datenschutzfreundlichen, leicht verstehbaren, leicht bedienbaren und leicht konfigurierbaren Participatory Sensing Applikationen von Franziska Engelmann gewannen den zweiten Platz in der Kategorie Bachelorarbeiten. Ihre neuen Beweistechniken und ihre innovativen Sicherheitsanalysen zur Überprüfung der angeblich garantierten Vertraulichkeit von weltweit eingesetzten Internet-Sicherheitsprotokollen führten zur Nominierung der TU-Promovendin Dr. Christina Brzuska für den Promotionspreis. Brzuska wurde außerdem von der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) mit dem „GDD-Wissenschaftspreis“ geehrt, der jährlich für exzellente Dissertationen und Abschlussarbeiten vergeben wird. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Überwachungsskandale leiste eine Arbeit auf diesem Gebiet einen wertvollen Beitrag zum Bereich Datenschutz und Datensicherheit, so die Gesellschaft.

Jun.-Prof. Dr. Tetyana Galatyuk. Bild: Gabriele Otto / GSI Darmstadt
Juniorprofessorin Dr. Tetyana Galatyuk. Bild: Gabriele Otto / GSI Darmstadt

Dr. Tetyana Galatyuk, Juniorprofessorin für Experimentelle Kernphysik am Institut für Kernphysik der TU Darmstadt, hat den mit 15.000 Euro dotierten Röntgen-Preis der Universität Gießen gewonnen. Mit der Auszeichnung sollen vor allem Verdienste von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern auf dem Gebiet der strahlenphysikalischen oder strahlenbiologischen Grundlagenforschung geehrt werden.

Beim diesjährigen Jakob Wilhelm Mengler-Preis sind zwei Architektur-Studierende der TU Darmstadt ausgezeichnet worden. Zwei weitere Studierende wurden mit lobenden Erwähnungen bedacht. Den Preis gewannen Gregor Oyen für seinen Gebäude-Entwurf „Darmstadt as found III – Ein Wohngebäude in Darmstadt“ und Udo Pfaff für seinen Entwurf einer Friedhofsanlage unter dem Thema „Der letzte Weg“. Lobend erwähnt wurden Bedrettin Altay für den Entwurf einer Wohnanlage unter dem Titel „Single, Double, Triple, …, X-ple – Auf der Suche nach zukunftsfähigen Wohnformen“ und Matthias Welp für den Entwurf eines Komplexes für den Friedhof am Grenzhof, ebenfalls unter dem Thema „Der letzte Weg“. Der Preis wird jährlich ausschließlich an Studierende des Fachbereichs Architektur der TU verliehen. Sie ist benannt nach dem Darmstädter Bauunternehmner Jakob Wilhelm Mengler und honoriert Arbeiten, die sich durch Anwendungsorientierung, Durchgängigkeit der Lösung bis ins letzte Detail und ein eigenes Profil auszeichnen.

Beim studentischen Fallstudienwettbewerb German Racing Concept Challenge hat Oliver Gretsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement der TU Darmstadt, gemeinsam mit Teamkollegen anderer Universitäten, den ersten Platz belegt. Das Team „Hippodrom“ stellte sich der Aufgabe, ein Konzept für die Rennbahn der Zukunft zu entwerfen. Der Wettbewerb fand Ende Oktober in Hannover statt.

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