Förderung für 302 junge Talente

23.01.2014

Förderung für 302 junge Talente

Deutschlandstipendien überreicht – TU Darmstadt befürwortet neue Förderkultur

Bei der diesjährigen Stipendiatenfeier am 22. Januar hat TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger 302 Deutschlandstipendien an hervorragende TU-Studierende vergeben – so viele wie noch nie. Neue Wege geht die TU Darmstadt in der Förderer-Werbung: Mit einem eigens komponierten Song zum Deutschlandstipendium.

Gruppenbild mit 302 Stipendiatinnen und Stipendiaten auf der Bühne des Audimax. Bild: Claus Völker
Dankbar: Die diesjährigen 302 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Bild: Claus Völker

Wie fühlen sich die frisch gekürten Deutschland-Stipendiaten? „Heute ist der Tag, um den uns die Welt beneidet“, bringt es die Darmstädter Band „Cavebeats“ musikalisch auf den Punkt.

Die Band hat einen Song geschaffen, der die emotionale Achterbahn der Studierenden von der Bewerbung bis zur Übergabe der Stipendien in Worte und Musik fasst. Und dabei hat die Band die Herausforderung gemeistert, den Zungenbrecher „Deutschlandstipendium der TU Darmstadt“ mitreißend-rhythmisch in ein Lied zu packen.

„Die Mitglieder der Rockpop-Band Cavebeats aus Darmstadt sind zum Teil ehemalige TU-Studierende. Mich berührt es sehr, dass die Band mit der Komposition ihre Verbundenheit mit der Universität zum Ausdruck gebracht haben“, betont TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger.

Der Ohrwurm wurde zum ersten Mal live bei der Stipendiatenfeier aufgeführt. Die CD, die aus dem Projekt entstand, soll als „Soundtrack zum Stipendium“ Spaß machen und neue Stipendiengeber für das Deutschlandstipendium an der TU Darmstadt begeistern. Durch die Verkaufserlöse werden erneut Stipendien finanziert.

Vorschaubild

Making of … Deutschlandstipendium-Song der TU Darmstadt

Wie entsteht ein Song zum Deutschlandstipendium?! Die Cavebeats geben Einblicke in den kreativen Prozess – und performen dabei gleich eine Live-Version.

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Finanzieller Spielraum und wertvolle Kontakte

Das Deutschlandstipendium der TU öffnet den Stipendiatinnen und Stipendiaten Chancen: 300 Euro im Monat sichern finanziellen Spielraum. Zugleich aber bedeutet das Stipendium gute Kontakte zu Mentoren und Förderern – und eine große Anerkennung für die bisherigen persönlichen Leistungen.

Die Zahl der Stipendien hatte die TU im Vergleich zum Vorjahr von 228 auf 302 deutlich steigern können. „Die Rekordzahl von 302 eingeworbenen Stipendien macht deutlich, dass unsere Förderer gerne bereit sind, in unsere TU-Studierenden und ihre Ausbildung an unserer Universität zu investieren. Hier entstehen frühzeitig Kontakte zu exzellent ausgebildeten Führungskräften von morgen“, so Efinger in seiner Begrüßungsrede. „So, wie die TU Darmstadt das Deutschlandstipendium umsetzt, kommt es bei unseren Partnern in Industrie und Wirtschaft, bei Stiftungen und Privatpersonen gut an. Das freut mich sehr.“

Privatpersonen und Großspender

Nicht nur mit dem Song ging das Deutschlandstipendium-Team neue Wege in der Förderer-Werbung: Auch Kleinspender wurden angesprochen. Mehr als 110 Privatpersonen folgten der Aktion „30 Euro spenden, einer von 60 sein“, bei der 60 Personen mit einer Teilspende von mindestens 30 Euro mit anderen zusammen jeweils ein ganzes Stipendium finanzieren. So konnten in diesem Jahr erstmals von Gasthörern, Mitarbeitern und von Ehemaligen der Universität Stipendien finanziert werden.

Hinzu kommen über 60 Großspender: viele namhafte global agierende Unternehmen sowie in der Region verwurzelte Mittelständler, wobei fast ein Viertel ihr Fördervolumen sogar erhöht hat. Auch die Zahl der Stipendien, die von Stiftungen und Privatpersonen finanziert werden, hat sich erhöht.

V.li.n.re.: Mareile Vogler, TU-Kanzler Manfred Efinger, Dr. Ingo Rendenbach und Karin Wolff. Bild: Claus Völker
Befürworter des Deutschlandstipendiums: Projektleiterin Mareile Vogler, TU-Kanzler Manfred Efinger, Dr. Ingo Rendenbach von der Bosch Rexroth AG und Karin Wolff, Mitglied des Landtags (v. li. n. re.). Bild: Claus Völker

Zugleich setze der Erfolg des Deutschlandstipendiums Zeichen: „Wir brauchen einen Wandel hin zu stärkerer Förderung der Hochschulen und der Studierenden durch Dritte“, so Efinger. „Das Deutschlandstipendium ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich eine Förderkultur etablieren kann.“ Die TU Darmstadt unterstütze Projekte wie das Deutschlandstipendium, um einen Kulturwandel in Gang zu setzen und zu verstärken.

Für das Deutschlandstipendium hat die TU Darmstadt starke Unterstützer gefunden. Dr. Ingo Rendenbach, Leiter des Personal- und Sozialwesens der Bosch Rexroth AG, macht deutlich, warum Bosch sich als Hauptförderer engagiert: „Wir unterstützen das Deutschlandstipendium der TU Darmstadt, da die Bosch-Gruppe das Engagement von Studierenden auch außerhalb des Studiums würdigen sowie leistungsstarke Studierende in ihrem beruflichen Werdegang fördern möchte.“

Ein Stipendium, das den Unterschied macht

Empfang während der Stipendiatenfeier im karo 5. Bild: Claus Völker
Beim Empfang im karo 5 kamen Förderer und Stipendiaten ins Gespräch. Bild: Claus Völker

Was für einen großen Unterschied das Deutschlandstipendium im Leben eines Studierenden machen kann, beschrieben Laura Ballenberger und Andreas Androulakakis, beide Stipendiaten aus dem Jahr 2012.

Hätte der Grieche Androulakakis nicht ein Deutschlandstipendium von der Deutschen Telekom erhalten, hätte er sein Studium in Deutschland nicht beenden können.

Die Architekturstudentin Ballenberger wird von einem privaten Förderer unterstützt, der ebenfalls Architekt ist. Der Stipendiengeber ist für sie zu einem Mentor geworden. Auch im Förderzeitraum 2013 / 2014 erhält sie erneut ein Deutschlandstipendium.

Damit gehört sie zu den rund 70 Studierenden, die sich aufgrund ihrer guten Studienleistungen zum zweiten Mal für ein Deutschlandstipendium qualifiziert haben. Insgesamt hatten sich in dieser Förderrunde 2.500 Studierende der TU um ein Stipendien beworben. Die Auswahl der 302 Stipendiaten nahmen dann die jeweiligen Fachbereiche vor; dabei wurden Studienleistungen, aber auch das gesellschaftliche Engagement berücksichtigt.

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