High-Tech-Ideen mit Potential

28.01.2014

High-Tech-Ideen mit Potential

Innovative Produkte beim TU-Ideenwettbewerb ausgezeichnet

Eine innovative Technologie zur Messung von Oberflächenkräften, die am Beispiel eines Reifensensors vorgestellt wurde, hat den Ideenwettbewerb an der TU Darmstadt gewonnen. Der erste Platz war mit einem Preis von 3.000 Euro dotiert. Das interdisziplinäre Sieger-Team konnte sich gegen 93 weitere eingereichte Ideen durchsetzen.

Die Gewinner des TU Ideenwettbewerbs 2013: Dennis Stapp und Martin Dimitrov (Mitte) mit den Jurymitgliedern Jürgen Powik (Software AG, links) und Michael Brumby (Umicore AG & Co. KG, rechts). Bild: Claus Völker
Die Gewinner des TU Ideenwettbewerbs 2013: Dennis Stapp und Martin Dimitrov (Mitte) mit den Jurymitgliedern Jürgen Powik (Software AG, links) und Michael Brumby (Umicore AG & Co. KG, rechts). Bild: Claus Völker

Martin Dimitrov (Mechatroniker), Dennis Stapp (Maschinenbauer), Deniz Ertogul (Wirtschaftsinformatiker) und Philip Kieper (angehender Wirtschaftsingenieur) haben eine mehrdimensionale piezoelektrische Oberflächenkraftsensorik entwickelt, die es ermöglicht, auf einfache Weise die Kontaktverteilungen zum Beispiel zwischen den Reifen eines Fahrzeuges und der Fahrbahn zu messen.

Derzeit ist das nur mit größtem Aufwand und unter Laborbedingungen möglich. Der Reifensensor des Gewinnerteams kann Kontaktkräfte während der Fahrt messen und damit eine Vielzahl sicherheits- und komfortrelevanter Informationen sammeln. Damit erschließt der Sensor neues Potential in der Fahrzeugentwicklung und ist zukünftig als fester Bestandteil der On-Board-Sensorik in Serienfahrzeugen denkbar.

Prof. Dr. Steffen Hardt vom Fachgebiet Nano- und Mikrofluidik am Fachbereich Maschinenbau konnte die Jury mit seiner Idee für ein neues Verfahren der präparativen DNA-Trennung überzeugen und gewann den 2. Preis mit 2.000 Euro. Hardt stellte ein neuartiges Prinzip der Biomolekültrennung vor, das im Vergleich zu bestehenden Verfahren erheblich einfacher ist und wesentlich kürzere Prozesszeiten hat. Das von Hardt entwickelte Verfahren könnte in Kombination mit leistungsfähigen Methoden zur DNA-Sequenzierung zum Einsatz kommen.

Die Preisträger und Jurymitglieder des TU Ideenwettbewerbs 2013. Bild: Claus Völker
Die Preisträger und Jurymitglieder des TU Ideenwettbewerbs 2013. Bild: Claus Völker

Den dritten Preis (1.000 Euro) gewann Johannes Stegner für die Entwicklung eines Messgeräts beziehungsweise eines spezifischen Messverfahrens für die Untersuchung der Bodenbeschaffenheit insbesondere im Bereich von Erdkabeln. Die Messwerte helfen dabei, die Stromübertragung in Erdkabeltrassen zu optimieren und Kosten zu sparen. Stegner ist Doktorand am Institut für angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt.

Ideenwettbewerb fördert vermarktungsfähige Produktideen

Der TU Ideenwettbewerb wird seit 2007 jährlich von der Gründungsberatung an der TU Darmstadt ausgerichtet. Die Gründungsberatung ist integraler Bestandteil von HIGHEST (Home of Innovation, GrowtH, EntrepreneurShip and Technology Management). HIGHEST ist an der TU Darmstadt zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Gründung und steht auch außeruniversitären Gründungsinteressierten der Region offen.

Der TU-Ideenwettbewerb ist für die TU Darmstadt ein wichtiges Instrument, um die Mitglieder der Hochschule zu unterstützen, ihre vermarktungsfähigen Produktideen zu präsentieren und durch das Feedback der Expertenjury zu einer Weiterverfolgung dieser Ideen zu motivieren.

Mit der Preisverleihung des Wettbewerbs ist die Förderung innovativer Ideen an der TU Darmstadt längst nicht beendet: Das Team der HIGHEST-Gründungsberatung unterstützt nicht nur die Gewinner, sondern auch viele der nicht ins Finale gekommenen Teilnehmer bei der Entwicklung der Marktfähigkeit von Produkten und Geschäftsideen.

Finanziell unterstützt wurde der TU Ideenwettbewerb 2013 von der Hanauer Umicore AG (3.000 Euro), der Sparkasse Darmstadt (2.500 Euro), Merck KGaA (2.000 Euro), ISRA VISION (1.000 Euro), und der Software AG (500 Euro).

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