TU Darmstadt kompakt

31.01.2014

TU Darmstadt kompakt

Veranstaltungstipps für die Woche vom 3.-9.2.2014

Ob Ausstellungen, Führungen oder öffentliche Vorlesungen: Regelmäßig finden an der TU Darmstadt spannende Veranstaltungen statt. Eine Auswahl für die kommende Woche: Das Semesterabschlusskonzert von Chor & Orchester der TU, induzierte Seismizität und eine Diskussion über gute wissenschaftliche Praxis und ihre Problemfelder.

Klaviertasten aus der Nähe fotografiert. Bild: Felipe Fernandes
Chor & Orchester der TU laden zum Semesterabschlusskonzert. Bild: Felipe Fernandes

Semesterabschlusskonzert von Chor & Orchester der TU

Unter der Leitung von Christian Weidt führt das Orchester zusammen mit dem Chor der TU Darmstadt das Requiem op. 48 des französischen Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924) auf, eine Komposition für Orchester, Sopran- und Baritonsolisten sowie sechsstimmigen Chor. Die Soloparts werden von Margaret Rose Koenn (Sopran) und Stephan Bootz (Bassbariton), beide renommierte Solisten am Staatstheaters Darmstadt, übernommen.

Dem gegenüber steht die 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55, von Ludwig van Beethoven (1770-1827). Diese in den Jahren 1803-1804 entstandene Sinfonie steht ganz im Zeichen der Revolution, am meisten wohl derjenigen Beethovens selbst, der sich mit der „Eroica“ erstmals von zahlreichen bis dahin gültigen musikalischen Konventionen löste und damit seine Zuhörer immer wieder überraschte und bis heute jede Aufführung der 3. Sinfonie einmalig macht.

Ort: darmstadtium, Schlossgraben 1

Zeit: Sonntag, 9.2., 17:00-19:00 Uhr

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Gute wissenschaftliche Praxis und ihre Problemfelder

Informationsveranstaltung

Ein Regelwerk ist nur begrenzt in der Lage, jedes mögliche Fehlverhalten in der Wissenschaft zu erfassen. Es gilt, keinen Generalverdacht mit der Androhung von Sanktionen auszusprechen, sondern zu zeigen, wie mit unseriösem wissenschaftlichen Arbeiten umgegangen wird. Obwohl gravierende Fälle wissenschaftlicher Unredlichkeit seltene Ereignisse sind (Plagiate in den Geisteswissenschaften, Datenfälschung in den Naturwissenschaften), muss klar sein, wie bei Vorliegen von bewusster Täuschung mit der Angelegenheit umgegangen wird.

Die TU Darmstadt behandelt Aspekte und Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens in abgestufter, der jeweiligen Problematik entsprechenden Weise in verschiedenen Gremien. Der TU-Senat hat entsprechende Verfahrensgrundsätze festgelegt, die für Konfliktfälle als Handlungsgrundlage dienen.

Um dieses Thema in großer Runde zu diskutieren, lädt Prof. Ralph Bruder, Vizepräsident der TU Darmstadt und Wissenschaftlicher Direktor von Ingenium, der Dachorganisation für wissenschaftlichen Nachwuchs an der TU Darmstadt, zu der Informationsveranstaltung „Gute wissenschaftliche Praxis und ihre Problemfelder“ ein. Hier werden die Vertrauensperson für wissenschaftliches Fehlverhalten an der TU Darmstadt sowie Expertinnen in diesem Bereich zu Wort kommen und für Fragen sowie zur Diskussion zur Verfügung stehen. Das Forum steht Mitgliedern der TU Darmstadt ebenso wie der interessierten Öffentlichkeit offen.

An der Diskussion nehmen teil:

Prof. Dr. Gerhard Thiel, Fachbereich Biologie. Er ist Vertrauensperson für wissenschaftliches Fehlverhalten an der TU Darmstadt.

Dr. Dr. Gerlinde Sponholz (Biologin und Ärztin) ist Autorin des „Curriculums für Lehrveranstaltungen zur Guten wissenschaftlichen Praxis“, welches im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Ombudsmann für die Wissenschaft der DFG erstellt wurde.

Helga Nolte war bis 2012 Leiterin der Geschäftsstelle Ombudsmann für die Wissenschaft und hat an der Universität Hamburg die dortige Ombudsstelle inne.

Die Moderation übernimmt Prof. Ralph Bruder, Vizepräsident der TU Darmstadt und Wissenschaftlicher Direktor von Ingenium.

Ort: Historisches Maschinenhaus, Gebäude S1|05, Magdalenenstr. 12, Georg-Wickop-Hörsaal

Zeit: Montag, 3.2., 18:30-20:00 Uhr

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Chemische Kriegsführung: Erster Weltkrieg bis syrischer Bürgerkrieg

Die besondere Unheimlichkeit des Gaskriegs
Prof. Dr. Alfred Nordmann,TU Darmstadt

Obwohl oder gerade weil sich Chemiewaffen strategisch nie ausgezahlt haben, sind sie als besonders heimtückisches Kampfmittel allgemein geächtet. Welche internationalen Reaktionen ihr Einsatz hervorzurufen vermag, hat sich erst jüngst im syrischen Bürgerkrieg gezeigt. Um herauszufinden, was sich hinter der Entwicklungen und den Reaktionen auf Chemiewaffen bis heute verbirgt, hat sich Prof. Florian Müller-Plathe mit seinem Kollegen aus der Philosophie, Prof. Alfred Nordmann, zusammen getan. Gemeinsam wollen sie Fragen der Geschichte, der Wahrnehmung, der Bewertung in vier Mittagsdiskussionen interdisziplinär verfolgen.

Ort: TU-Campus Lichtwiese, Gebäude L2|02, Alarich-Weiss-Str.4, Raum 252

Zeit: Montag, 3.2., 12:30-13:30 Uhr

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Ringvorlesung des Evenarí-Forums: Wissenschaft und Judentum

Von der Emanzipation zur Emigration. Jüdische Physiker in Deutschland
Dr. Stephan Wolf, München

Die Ringvorlesung des Evenarí-Forums für Deutsch-Jüdische-Studien möchte ein möglichst breites und farbiges Spektrum zum Spannungsfeld von Wissenschaft und Judentum vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart entfalten. Dabei stehen Forscherbiographien und wissenschaftliche Institutionen im Blickpunkt, die in ihrem Fach bedeutende Innovationen und Diskussionen hervorgerufen haben, bei denen jüdische Herkunft und Prägung eine wichtige Rolle spielten und spielen.

Ort: Darmstädter Schloss, Gebäude S3|13, Marktplatz 15, Hörsaal 36

Zeit: Montag, 3.2., 18:05-19:45 Uhr

Ethik wozu – und wie weiter?

Bessere Menschen. Über die Moral der Philosophen
Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann

Von der Ethik in der Moderne über Technikethik und den Ort der Moral heute – die Vortragsreihe wird vom Institut für Philosophie veranstaltet

Ort: Darmstädter Schloss, Gebäude S3|13, Marktplatz 15, Hörsaal 36

Zeit: Mittwoch, 5.2., 18:00-19:30 Uhr

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Darmstädter Vorträge zur induzierten Seismizität

Induzierte Seismizität: Was können wir dazu aus Experimenten lernen?
Prof. Dr. Christof Lempp, Universität Halle-Wittenberg

Es hat sich gezeigt, dass Eingriffe des Menschen in das natürliche Spannungsfeld durch Bergbauaktivitäten oder Geothermie-Projekten sowie bei der Erschließung von unkonventionellen Gaslagerstätten induzierte Seismizität auslösen können. Das hierdurch entstandene Spannungsverhältnis zwischen dem Bereich der Energiegewinnung und möglicher Technikfolgen bedarf eines Dialogs, um die Chancen und Risiken dieser Techniken realistisch einordnen zu können und die notwendigen, politisch sinnvollen Schlüsse zu ziehen. Ziel dieser Veranstaltung ist es, einen wissenschaftlichen Beitrag zu liefern, der auch für den interessierten Laien nachvollziehbar ist und die Diskussion zur induzierten Seismizität objektiviert.

Ort: Campus Botanischer Garten, Gebäude B2|01, Schnittspahnstraße 9, Hörsaal 147

Zeit: Donnerstag, 6.2., 19:00-20:30 Uhr

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Aktuelle Führungen in Botanischen Garten der TU Darmstadt

Ort: Campus Botanischer Garten, Botanischer Garten, Pergola, Schnittspahnstr. 3-5

Zeit: Freitag, 7.2., 13:00-14:15 Uhr

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