TU Darmstadt kompakt

11.04.2014

TU Darmstadt kompakt

Veranstaltungstipps für die Woche vom 14.4. -30.4.2014

Ob Ausstellungen, Führungen oder öffentliche Vorlesungen: Regelmäßig finden an der TU Darmstadt spannende Veranstaltungen statt. Eine Auswahl für die kommenden zwei Wochen: Der Tag gegen Lärm, deterministisches Chaos in der Physik und die Frage, wie wir in Zukunft wohnen werden.

Nahaufnahme eines Messgerätes. Bild: Paul Glogowski
Wie laut ist es eigentlich? Ein tragbares Messgerät analysiert Geräusche. Bild: Paul Glogowski

Tag gegen den Lärm

Was ist Lärm und wie wird er gemessen und beschrieben? Wie aussagekräftig sind eigentlich die Lärmkarten für das Gebiet rund um den Frankfurter Flughafen? Diesen und anderen Fragen geht das Fachgebiet Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik (SzM) der TU Darmstadt anlässlich des Internationalen „Tag gegen den Lärm“ am Mittwoch, den 30. April, auf den Grund.

Eine Einführung in die Akustik gibt Dr. Joachim Bös um 10.00 Uhr. Gleich im Anschluss geht es dann um „Luftverkehrslärm im Rhein-Main-Gebiet“. Katharina Diergarten, Amt für Umwelt, Nachhaltigkeit und Energie der Stadt Mörfelden-Walldorf, beleuchtet das Thema aus Sicht aller Interessensgruppen. Es werden unter anderem Instrumente und Lärmschutzmaßnahmen vorgestellt. Von 11.30 Uhr bis 14.00 Uhr informieren die Experten des Fachgebiets anschaulich über akustische Messtechnik und Lärmminderung.

In der Werkstatt des Fachgebiets zwischen Mensa und Universitäts-und Landesbibliothek sind unter anderem akustische Kamera, lärmdämpfende Kopfhörer und Laservibrometer zur berührungslosen Messung im Einsatz. Eine Fahrzeugkarosserie wird zum Lautsprecher. Lautsprecherarrays richten über Bewegungssensoren Warnsignale gezielt auf einzelne Personen. Und wer schon immer wissen wollte, was aus dem Handykopfhörer wirklich am Trommelfell ankommt, kann die eigenen „Ohrstöpsel“ mitbringen und dem messenden Kunstkopf des Fachgebiets zum Test aufsetzen.

Ort:

  • Vortrag: Gebäude S1|08, Magdalenenstr 4, Raum 16
  • Werkstatt des Fachgebiets Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik (SzM), Magdalenenstr 6 (ab 11:30 Uhr)

Zeit: Mittwoch, 30.4., ab 10:00 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Der Botanische Garten feiert Doppeljubiläum

Er wurde 1814 – also vor 200 Jahren – im Schlossgraben gegründet und befindet sich seit 1874 – also seit 140 Jahren – in seinem heutigen Domizil in der Schnittspahnstraße. In den 60 Jahren zwischen 1814 und 1874 liegen insgesamt fünf Umzüge: Die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger fanden „ihren“ Botanischen Garten an verschieden Stellen in der Innenstadt, wo heute keine Spuren mehr von ihm zu erkennen sind. Dem soll im Jubiläumsjahr abgeholfen werden: Mit freundlicher Genehmigung der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden in den kommenden Monaten Tafeln an den ehemaligen Standorten an der Botanischen Garten erinnern.

Diese Tafeln werden am Anfang kommender Woche angebracht; Ab Mittwoch, 16. April, informieren die Tafeln Bürgerinnen und Bürger rund ums Schloss, im Herrngarten, am Woogsplatz, in der Georg-Büchner Anlage und in der Schlossgartenstraße über die früheren Standorte des Botanischen Gartens und laden zu einem Besuch des heutigen „Gartens der pflanzlichen Vielfalt“ im Osten der Stadt ein.

Ort: Rund ums Schloss und an anderen Orten in Darmstadt

Zeit: Ab Mittwoch, 16.4.

Vorlesungsreihe: Was steckt dahinter?

Deterministisches Chaos in der Physik – Beispiele für geordnete Strukturen im Unvorhersagbaren
Professor Dr. Achim Richter

Im Vortrag werden einfache (reguläre) und komplexe (chaotische) physikalische Systeme gegenübergestellt. Dabei wird anhand von Modellsystemen – in der Hauptsache verschieden geformter, flacher Billards – gezeigt, warum das Verhalten makroskopischer komplexer Systeme bis hin zu mikroskopischen Quantensystemen wie Moleküle, Atome, Atomkerne und Nukleonen grundsätzlich anders behandelt werden muss als das einfacher Systeme. Das betrifft insbesondere die langfristige Vorhersagbarkeit ihrer zeitlichen Entwicklung und damit das Zukunftsverhalten. Weiterhin wird an den diskutierten Beispielen komplexer Systeme klar, dass Chaos gerade nicht als Fehlen jeglicher Ordnung, d.h. als etwas Strukturloses verstanden werden kann. Chaotisches Verhalten generiert im Gegenteil in der Regel geordnete Strukturen.

Ort: Audimax-Gebäude S1|01, Karolinenplatz 5, Hörsaal A04 (Untergeschoss)

Zeit: Dienstag, 15.4., 17:15-18:45 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

GSI-Vortragsreihe: Wissenschaft für Alle

Das Runde muss durchs Eckige – Schnelle, schwere Ionen in der Materialforschung
Daniel Severin, GSI

Die GSI-Vortragsreihe „Wissenschaft für Alle“ richtet sich an alle an aktueller Wissenschaft und Forschung interessierten Personen. Die Themen decken ein großes wissenschaftliches Spektrum ab — nicht nur über die Forschung an GSI und FAIR wird berichtet, sondern generell über aktuelle Themen aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Informatik. Ziel der Reihe ist es, die wissenschaftlichen Vorgänge für den Laien verständlich aufzubereiten und darzustellen, um so die Forschung einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Bitte halten Sie beim Besuch der Vorträge von „Wissenschaft für Alle“ ein gültiges Ausweisdokument für den Einlass zum GSI-Gelände bereit.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte für den Einlass einen gültigen Lichtbildausweis bereithalten.

Ort: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Planckstr.1, Hörsaal

Zeit: Mittwoch, 16.4., 14:00 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Mittwoch-Abend-Vortrag des Fachbereichs Architektur

Was mich antreibt – was mich umtreibt
HG Merz

Festvortrag des Architekten HG Merz anlässlich der Verleihung seiner Ehrendoktorwürde durch die TU Darmstadt. Die Veranstaltung bildet den Auftakt der diesjährigen Mittwochabendvortragsreihe.

Ort: Campus Lichtwiese, Hörsaal- und Medienzentrum (L04|02), Franziska-Braun-Straße 10, Hörsaal 202

Zeit: Mittwoch, 16.4., 18:15-20:00 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Vortrag im Botanischen Garten der TU Darmstadt

Botanische Reisen durch Bulgarien
Thomas Eidmann, Groß-Umstadt/Semd

Der Vortrag führt in die abgelegenen bulgarischen Gebirge mit ihrer besonderen, endemitenreichen Flora. Die Gegend ist das Ziel einer botanischen Exkursion des Freundeskreises des Botanischen Gartens 2015.

Ort: Campus Botanischer Garten, Botanischer Garten, Gebäude B1|01, Schnittspahnstraße 3, Kleiner Hörsaal

Zeit: Donnerstag, 17.4., 19:30-21:00 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Vorlesungsreihe: Was steckt dahinter?

Bleifreie Piezokeramiken: Legislative, Forschung, Transfer, nationale und industrielle Interessen
Prof. Dr. Jürgen Rödel, Fachbereich Material-und Geowissenschaften

Piezokeramiken haben einen jährlichen Marktwert von etwa 20 Milliarden Euro und werden als Aktuatoren, Sensoren, Ultraschallwandler etc. eingesetzt. Seit etwa 10 Jahren arbeitet die Forschung daran, das derzeit verwendete bleihaltige Material durch ein neues bleifreies Material zu ersetzen.

Ort: Audimax-Gebäude S1|01, Karolinenplatz 5, Hörsaal A04 (Untergeschoss)

Zeit: Dienstag, 22.4., 17:15-18:45 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Mittwoch-Abend-Vortrag des Fachbereichs Architektur

Wie werden wir wohnen?
Antrittsvorlesung von Prof. Elli Mosayebi, Fachgebiet Entwerfen und Wohnungsbau, Fachbereich Architektur

Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Mosayebi gehören die Geschichte der italienischen Nachkriegsarchitektur sowie die Architektur der Wohnbauten der Nachkriegszeit im europäischen Vergleich.

Ort: Campus Lichtwiese, Hörsaal- und Medienzentrum, Franziska-Braun-Straße 10, Hörsaal 202

Zeit: Mittwoch, 23.4., 18:15-20:00 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

Physikalisches Kolloquium

Wie oberflächlich ist die Adhäsion? Experimente mit Proteinen, Bakterien und Geckos
Prof. Dr. Karin Jacobs, Experimentalphysik, Universität Saarbrücken

Um zu bestimmen wie stark zwei Materialien aneinander haften, werden üblicherweise die beteiligten Oberflächenenergien herangezogen. Dabei werden jedoch Kräfte vernachlässigt, die auf langreichweitige Wechselwirkungen zurückgehen, z. B. van der Waals-Kräfte. Diese hängen von der Materialstruktur unterhalb der Oberfläche ab.

In Experimenten, die die Adsorption von Proteinen und die Haftung von Polymerfilmen, Bakterien und Geckos untersuchen, können wir klar zeigen, dass diese Kräfte nicht vernachlässigbar sind. Die Konsequenz unserer Studien an diesen so unterschiedlichen Systemen ist, dass die Adhäsion zweier Objekte von der chemischen Zusammensetzung der interagierenden Materialien bis hin zu einer Tiefe von etwa 100 nm abhängt! Die Resultate werden von theoretischen Beschreibungen untermauert. Dies bedeutet, dass Adhäsion keinesfalls oberflächlich ist!

Ort: Gebäude S2|14, Schlossgartenstr. 9, Hörsaal 024

Zeit: Freitag, 25.4., 17:15-18:45 Uhr

Mehr Informationen zur Veranstaltung

zur Liste